Bereit für die Sonnenfinsternis am 20. März?

Der Verlauf der totalen Sonnenfinsternis vom 20. März 2015. Quelle: http://eclipse.gsfc.nasa.gov/SEplot/SEplot2001/SE2015Mar20T.GIF

Der Verlauf der totalen Sonnenfinsternis vom 20. März 2015. Quelle: NASA/Fred Espenak

Am 20. März 2015 ist es mal wieder so weit: Der Mond steht genau zwischen Erde und Sonne, und sein Schatten streift über die Erde. Wer Glück hat, kann eine totale Sonnenfinsternis beobachten – aber das Glück haben eigentlich nur einige Forscher auf Svalbard/Spitzbergen. Wer nicht auf Glück setzt, sondern sich vorbereitet hat, hat schon ein Flugticket nach Spitzbergen, ansonsten sieht es schlecht aus mit der Beobachtung: Der Kernschatten verfehlt so ziemlich alles, was es an Festland gibt, nur die Faröer-Inseln und die Inselgruppe Spitzbergen (Svalbard) liegen direkt im Pfad des Schattens und bieten so die einzige Möglichkeit, diese Sonnenfinsternis vom Festland aus zu sehen (wenn das Wetter mitspielt).

In Europa ist die Finsternis nur partiell zu sehen, aber rund zwei Drittel der Sonne werden von Süddeutschland aus durch den Mond bedeckt, im Norden Deutschlands sogar noch mehr – rund 80%. Das ganze findet am Freitag Vormittag statt, ca. zwischen 9:30 und 12 Uhr. Die genauen Zeiten hängen vom Beobachtungsstandort ab, am besten simuliert man den Anblick einmal mit einem Planetariumsprogramm wie Stellarium (für PC und Mac) oder einer App wie SkyPortal für Android oder iOS (alles kostenlose Software; für den Mac empfehle ich eine etwas ältere Version von Stellarium – die neuen laufen bei mir nicht so flott).

Da die Finsternis bei uns nur partiell ist, muss die ganze Zeit über ein geeigneter Sonnenfilter verwendet werden, wenn man in Sonne schaut – das gilt insbesondere, wenn man sie fotografiert oder mit einem Teleskop/Fernglas verfolgen will! Wie immer gilt:

Nie ohne geeigneten Filter in die Sonne schauen, und Sonnenfilter immer vor dem Objektiv anbringen!

Ansonsten sind bleibende Augenschäden vorprogrammiert, die auch nicht heilbar sind. Die Okularsonnenfilter, die es immer noch viel zu oft bei günstigen Einsteigerteleskopen gibt, können platzen, und dann hat man keine Zeit, rechtzeitig wegzuschauen. Zur Sonnenbeobachtung verweise ich mal generell auf das Kapitel in meinem Astronomie-mit-dem-Fernglas-Buch, das ja online frei zugänglich ist.

Sonnenfilter aus Glas (links) sowie selbstgebaute aus Astrosolar-Folie

Sonnenfilter aus Glas (links) sowie selbstgebaute aus Astrosolar-Folie

Zum Glück gibt es geeignete Sonnenfilter, und wer die 1999er Sonnenfinsternis miterlebt hat, hat evtl. sogar noch eine SoFi-Brille. Mit diesen Brillen kann man die Finsternis gefahrlos mit bloßem Auge beobachten, Anbieter sind vor allem Baader Planetarium als Hersteller der AstroSolar-Folie und AstroMedia. 1999 war die Brille in den letzten Tagen vor der Finsternis weitestgehend ausverkauft, und auch dieses Mal sollte man sich rechtzeitig damit eindecken, damit der Versand auch eine Chance hat. Amazon hat die Brille auch, aber bereits zu Mondpreisen von 8,86 Euro (Stand 10. März)… Von Schweißergläsern und anderen Bastellösungen ist nur abzuraten: Hier weiß niemand, wie gut sie UV und Infrarot filtern, auch wenn das Bild angenehm erscheint – und im Auge sind keine Schmerzrezeptoren, sodass man nicht merkt, was alles an Schäden angerichtet wird.

Wer fotografieren will, braucht unbedingt einen Filter vor dem Kameraobjektiv, ansonsten wird bei einer Sucherkamera das Auge beim Blick durch den Sucher geschädigt, und bei einer sucherlosen Kompaktkamera nur das Kamerainnenleben eingeschmolzen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Man kann einen Filter aus einem Bogen AstroSolar-Folie (ND5 für visuelle Beobachtung; die fotografische Folie ist vor allem für ein Teleskop mit langer Brennweite und/oder Okularprojektion gedacht, wenn das Bild durch die Vergrößerung zusätzlich dunkler wird) selber bauen, das ist die günstigste und flexibelste Möglichkeit.

Die Alternative ist neu auf dem Markt: Baader bietet die Folie jetzt auch in einer Reihe flexibler Fassungen an. Die ASBF-Filter sind für Kameras und Ferngläser gedacht (sie haben eine abgeflachte Fassung), die ASSF sind im Prinzip baugleich, haben aber eine runde Fassung und können daher nicht am Fernglas verwendet werden. Bei den ASTF für Teleskope ist die Fassung etwas anders, damit auch bei langen Beobachtungssessions die Folie nicht durch die Hitzeausdehnung der Fassung verspannt wird. So bleibt das Bild immer gut – mit einem älteren Filter in schwarzer Fassung hatte ich tatsächlich die Erfahrung gemacht, dass das Bild nach ein paar Stunden schlechter wurde. Hier war wohl die Fassung zu warm geworden, und die Folie stand unter Spannung.

Wer mit einem Linsenteleskop ernsthaft in die Sonnenbeobachtung einsteigen will, kann natürlich auch über einen Herschelkeil nachdenken, aber das ist schon eine größere Investition – und geht nur am Refraktor.

SoFi-2011Das Bild oben ist mit einem Herschelkeil entstanden, als im Januar 2011 eine schöne partielle Finsternis über Deutschland zu sehen war. Allerdings stand die Sonne nicht sehr hoch, und eine Wolkenbank hat einiges mehr an Strukturen auf die Sonne gebracht, als da eigentlich zu sehen war… Trotzdem ein nettes Erlebnis, und wenn das Wetter mitspielt, können wir dieses Mal noch mehr sehen.

Um mal noch mehr Werbung zu machen: Am 12. März (also diesen Donnerstag) halte ich bei Foto Sauter in München einen Vortrag unter anderem zu diesem Thema, da sind noch Plätze frei – kostet aber Eintritt.

Und am 20. März hat die Heilbronner Sternwarte natürlich auch zur Beobachtung der SoFi geöffnet, aber nur bei gutem Wetter: https://sternwarte.org/veranstaltungen/?id=2929562. Da ist der Eintritt frei, dafür ist die Veranstaltung wetterabhängig.

Neue Videos – Nordlicht GRP101 und Schnee auf dem Storsteinen

Den öffentlichen Teil meines Reiseberichts zur GRP101 kann ich nun abschließen – die letzten beiden Videos sind online. Fangen wir mit dem Nordlicht an: Wie immer habe ich meine Bilder zu einem Zeitraffer zusammengesetzt. Sobald Polarlicht zu sehen war, habe ich die Nikon D7100 an die Reling geschnallt und mit dem Tokina 11-16mm auf Dauerfeuer gestellt: Alle 11 Sekunden eine 5-Sekunden-Aufnahme mit automatischem Dunkelbild, das ganze bei 3200 ISO und f/2,8 bei 11mm Brennweite. Dabei ist mir zwar die ein oder andere Show über uns durch die Lappen gegangen, aber ich wollte einmal ausprobieren, die Kamera nicht zu bewegen und so längere Filme ohne Sprünge zu kriegen. Bei der letzten Fahrt stand das Polarlicht günstiger, sodass ich mehr vom Schiff drauf hatte, bzw. ich hatte die Kamera auf Deck 5 vorne oder seitlich anstatt wie auf dieser Reise oben auf Deck 7.

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Nordlicht und Sterne GRP101 from Alex Kerste on Vimeo.

Ich muss das Video nächste Woche nochmal in HD hochladen… Es ruckelt etwas stärker, da ich professionelle Software benutzt habe, oder so… Das letzte Video habe ich ja mit der Software von GoPro erstellt und da zwar sehr schöne Übergänge von Bild zu Bild gehabt, dafür sind mir die Sterne “weggelaufen”, bzw. es gab ein paar seltsame Wellenbewegungen im Bild, da die Übergänge auf die großen Polarlichter statt die kleinen Sterne ausgerichtet waren. Jetzt habe ich mir LRTimeLapse geleistet, wenn auch nur in der einfachen Version – trotz Glättung ruckelt es stärker, dafür arbeitet es mit Adobe Lightroom zusammen. Die Suche nach der perfekten Software geht weiter (oder die Pro-Version kann mehr).

Außerdem habe ich die Filmchen vom Handy auf den Laptop gekriegt, die ich auf dem Storsteinen in Tromsø gemacht hatte. Das Schneetreiben da oben war deutlich unangenehmer als der Seegang auf dem Schiff, aber der Sonnenuntergang war die Strapazen wert.

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Schnee auf dem Storsteinen from Alex Kerste on Vimeo.

Tag 12 – This the End

Der letzte Reisetag ist immer etwas seltsam, wenn man die komplette Tour bis Bergen macht: Die Kabinen müssen nach dem Frühstück geräumt werden, in der Regel also gegen 10 Uhr. So hat die Crew eine Chance, das Schiff wieder in einen neuwertigen Zustand zu versetzen, bis am am Abend die nächsten Gäste zum Bergenbuffet einchecken. Das Problem mit dem Zeitdruck ist ganz gut gelöst, da das große Gepäck in den Laderaum gebracht wird, wenn man es rechtzeitig vor den Fahrstühlen deponiert – diesmal war die Deadline um 9 Uhr. Nächstes Mal werde ich wohl auch mein Handgepäck da abgeben, ansonsten muss man doch den ganzen Tag darauf aufpassen. Nur habe ich diesmal zu viel Glas dabei, daher will ich es nicht dem Gepäckband im Hurtigrutenterminal anvertrauen. Also sitze ich wieder mal auf meinem Handgepäck…

Schneesturm am Morgen...

Schneesturm am Morgen…

Die letzte Etappe bringt eine schöne Landschaft, allerdings dampfen wir Non-Stop von Florø (Abfahrt 8:15) nach Bergen (Ankunft 14:30). So weit im Süden ist die Hurtigrute nicht als Versorgungslinie nötig; der anspruchsvolle Part ist der hohe Norden. Daher wird nicht mit den anderen Fährverbindungen und Reedereien konkurriert, sondern nur Bergen als wichtigster Umschlaghafen angesteuert.

Wir nutzen die Gelegenheit, um ab elf Uhr unsere Foto-Impressionen in einer fast einstündigen Bildershow zu zeigen: Ohne Worte laufen noch einmal die vergangenen Tage über die Leinwand. Jede Reise ist ja anders, und jeder Reiseleiter und Lektor hat seinen eigenen Spielraum, was er neben dem Pflichtprogramm noch anbietet. Als erfahrene Urlauber haben Volker und ich uns schon länger angewöhnt, die Bildermassen zeitnah zu sichten und die brauchbaren Bilder zu sammeln, und das Ergebnis kann sich mal wieder sehen lassen. Die Teilnehmer unserer Reise erhalten die Bilder auch in hoher Auflösung über die Geheimseite, die auf der Reise bekannt gegeben wurde; die Serverkosten werden über das Trinkgeld finanziert:-) Meine Zeitrafferfilme gibt’s wieder über Vimeo auch für die Öffentlichkeit, ich muss sie nur noch ein wenig überarbeiten

Ansonsten gibt es über den letzten Reisetag eigentlich nicht viel zu sagen, außer dass wir ständig anderes Wetter hatten. Den Anfang machte ein kleines Schneegestöber, das zwar sehr mystisch war, aber nicht sehr fotogen (Kudos an den Flix für diese Erkenntnis). Ansonsten gab es alles von Sonne bis Nebel, gerne auch gleichzeitig.

Zum Abschied gab es dann noch ein Farewell-Lied von Johan, das mit Applaus belohnt wurde – er hat ja die ganze Fahrt über mehr als eine gute Show geliefert und weit mehr als nur das Pflichtprogramm gemacht.

In Bergen ging es dann flott: Auschecken, ein Blick zurück auf das Schiff, das Gepäck vom Transportband holen, und dann ab zum Zubringerbus Richtung Bergen Lufthavn (zumindest für alle, die nicht noch einen Bonustag in Bergen haben). Unser Flieger nach Amsterdam startet pünktlich, und erst in Amsterdam-Schiphol gibt’s dann Stau wegen viel Verkehr Richtung Süden – knapp 15 Minuten warten auf der Rollbahn. Am Zielflughafen Frankfurt dürfen wir im Flieger auch noch einmal warten – niemand weiß, wo die Busse gerade hinfahren, die uns abholen sollen. Aber ein großes Lob an die Crew von KLM, die uns immer auf dem Laufenden hält. Gegen 23:00 die Beruhigung: Das Gepäck ist auf dem Laufband und größtenteils heil geblieben. Und dann: Ab ins Auto und nach Hause.

Das war’s. Bis November habe ich keine Hurtigrute mehr. Ganz Feierabend ist trotzdem noch nicht: Die Nordlichtfilme müssen noch aufbearbeitet werden, und Reiseberichte sind zu schreiben. Die nächste Tour ist dann vom 3.-14. November 2015, natürlich wieder auf der Nordkapp. Dann heißt es wieder: Hunting the light, auf der schönsten Seereise der Welt!

Tag 11 – Endlich Lofoten!

Frisch aus der Werft: Die MS Lofoten in Trondheim.

Frisch aus der Werft: Die MS Lofoten in Trondheim.

Für einige ist es ja das Highlight der Reise: Im Hafen von Trondheim begegnen wir der Lofoten nach ihrem Werftaufenthalt. Einen Besuch ist sie auf jeden Fall wert: Noch bis in die 90er Jahre waren das die üblichen Schiffe für die Hurtigrute; in den 1980ern war die Flotte zwar um drei Schiffe ergänzt worden, die aber eher auf Container ausgelegt waren – von diesen dreien fährt nur noch die umgebaute MS Vesterålen die Route, Narvik und Midnatsol sind bereits ausgemustert. Und die mittlere Schiffsgeneration wie die Nordkapp kam erst in den 90ern, fährt nun aber auch schon seit rund 20 Jahren. Die MS Lofoten ist mittlerweile seit 50 Jahren unterwegs und wurde in der Werft wieder auf den Stil der 1960er umgestaltet. Mal sehen, wie lange dieser robuste Oldtimer noch im regulären Dienst betrieben wird – vorläufig gibt es jedenfalls noch die Möglichkeit, die klassische Postschiffreise auch auf einem klassischen Postschiff zu unternehmen, und genügen Enthusiasten, die auch die Nordstjernen in Betrieb halten. Bei guter Pflege ist das Alter kein Probleme, die Schiffe sind robust gebaut – kritischer sind Ladekapazität und Komfort.

Nach dem Besuch auf der Lofoten gab es eigentlich zwei Gruppen von Gästen: Die einen waren froh, ihre vergleichsweise geräumigen Kabinen auf der Nordkapp zu haben, die anderen buchten schon die nächste Reise auf einem Oldtimer und schwankten nur noch zwischen Ostsee auf der Nordstjernen und Hurtigrute auf der Lofoten. Wer die Reise bucht, muss wissen, auf was er sich einlässt – und dann kann es eine einmalige Tour sein, die viel mehr mit klassischer Seefahrt zu tun hat als die heutigen großen Schiffe.

In Trondheim verließen ein Großteil der Passagiere und der Besatzung das Schiff; auch die Nordlicht-und-Sterne-Reise endet oft genug in dieser hübschen Stadt. Da es für die GRP101 bis Bergen weiter geht, gab es für unsere Gäste noch einmal volles Programm. Im Anschluss an das Ablegen in Trondheim stand um 10:30 die Info-Veranstaltung zum Ausschiffen auf dem Terminplan: Wie checke ich an einem Flughafen, der nur noch beim Sicherheitscheck echtes Personal beschäftigt (wobei ich ja noch darauf hoffe, dass das irgendwann auch automatisiert wird – einen wirklichen Sicherheitsgewinn sehen ich bei der ganzen Paranoia nicht)? Wann muss die Kabine geräumt werden, und wohin mit dem Gepäck? Wie wird abgerechnet?

Nach den ganzen technischen Fragen und dem Mittagessen ging es entspannt weiter: Kai bot seinen Vortrag “Wussten Sie schon?” mit Wissenswertem und Unterhaltsamem rund um Norwegen an. Ich beschäftigte mich stattdessen lieber mit einem anderen norwegischen Souvenir, dem Husten – nachdem mich heute in aller Frühe der Hochdruckreiniger aus dem Bett geholt hatte, holte ich etwas Schlaf nach und ignorierte die schöne Landschaft.

Je näher wir Bergen kommen, desto trüber wird das Wetter. Eine Stunde vor dem Abendessen versammeln wir noch einmal die ganze Gruppe im Panoramasalon für eine kleine Abschiedsveranstaltung. Volker und ich beschränken uns auf ein Dankeschön, während Margit und Kai noch einen augenzwinkernden Rückblick auf die Reise und das Land werfen. Abschließend heißt es noch einmal Skål, und dann ab zum letzten Dinner.

Da wir das Gepäck morgen früh schon um 9:00 Uhr vor die Fahrstühle stellen sollen, heißt es am Abend noch ein wenig packen – und bei mir ein wenig schlafen, zumindest bis ich gegen 22:00 wieder fit bin und in der Bar noch ein paar Leute treffe. Viel ist aber nicht mehr los, sodass ich dann wie die meisten anderen wohl auch die Nacht und das üblicherweise unruhige Westkap verschlafe.

Tag 10 – Zurück über den Polarkreis

Going south: Der Polarkreis ist in Sicht!

Going south: Der Polarkreis ist in Sicht!

Der Tag beginnt wieder recht früh: Das morgendliche Treffen mit der MS Trollfjord schenke ich mir zwar (von der habe ich letztes Jahr schon ein schönes Foto gemacht), aber die Polarkreisüberquerung muss diesmal sein. Heute passieren wir die Insel wieder ganz regulär auf der linken Seite, sehen sie also rechts. Alles drängt sich auf Deck 7, und mit knapp 20 Minuten Verspätung passieren wir schließlich das Polarkreismonument. Das Wetter ist noch einmal auf Arktis eingestellt: Eine dicke Wolkendecke und Sprühregen zeigen, dass der Polarkreis nicht nur für Mitternachtssonne und Polarnacht steht, sondern auch für etwas raueres Wetter als in unseren heimatlichen Breiten. Aber das gehört dazu.

Das Inselchen

Da ist es ja, das Inselchen.

Anschließend steht die Polarkreis-Zeremonie auf dem Programm, im windgeschützten Bereich des Sonnendecks – schließlich ist das hier nicht Mallorca! Johan lässt noch einmal die vergangen Tage Revue passieren: Wir waren weit im Osten, waren in der nördlichsten Stadt der Welt (Hammerfest), waren in der nördlichsten Stadt der Welt (Honningsvåg) und haben einige schöne Polarlichter erlebt. Und wie versprochen beinhaltet die südgehende Polarkreis-Zeremonie kein Eis, und auch Neptun muss nicht mehr mit seiner Maske kämpfen – jetzt gibt’s was für die Gesundheit.

Lebertran.

Die Polarkreiszeremonie

Die Polarkreiszeremonie

Damit auch möglichst viele teilnehmen, darf man zur Belohnung den Löffel behalten. Das Angebot wird auch gut genutzt, und diesmal wird auch darauf geachtet, dass niemand nur den Löffel einsteckt und den Lebertran entsorgt. Irgendwer probiert’s zwar immer, aber diesmal ohne Erfolg. Recht so!

Während der Show, die zum Winterprogramm der Hurtigruten gehört, gibt es auch die Gelegenheit, mit den anderen Passagieren ins Gespräch zu kommen. Nur fotografieren ist etwas knifflig: Ständig ist Wasser auf dem Objektiv, die Kamera hat einen ziemlich hohen Verbrauch an Taschentüchern… Trotzdem lohnt es sich, den ganzen Tag über immer wieder nach draußen zu schauen: Es gibt ständig neues Wetter, und wir fahren nun die längste Sage entlang – die von den Sieben Schwestern. Wer die Kunstführung von Kai durch das Schiff schon einmal gehört hat, kennt sie: Die Magd Lekemøya, die die sieben Prinzessinnen vor dem Hestmannen beschützen wollte. Die Legende beginnt mit dem Hestmannen am Polarkreis und führt bis zum Torghatten bei Brønnøysund. Heute halten die Akteure sich leider eher bedeckt.

Lichtspiele vor Brønnøysund

Lichtspiele vor Brønnøysund

In Nesna halten wir nur kurz, und in Sandnessjøen sind die sieben Schwestern zumindest zu erahnen: Ihre Köpfe stecken jedoch in den Wolken. Nachdem wir den Hafen verlassen, haben wir theoretisch bessere Sicht auf sie, aber in der Praxis sehen wir nur Wolken. Dabei waren sie der Legende nach Nacktbaden… Aber zu jeder Legende gehört etwas geheimnisvolles, und Trolle sind ja dafür bekannt, aus gutem Grund das grelle Tageslicht zu meiden.

Die wichtigste Erkenntnis des Tages ist übrigens (je nach Interessensschwerpunkt): Die MS Lofoten ist rechtzeitig aus der Werft aufgebrochen, um zumindest ab Ålesund ihre Tour aufzunehmen, sodass wir sie morgen in Trondheim treffen können.

Bis Brønnøysund verläuft die Reise ruhig und ereignislos, solange man nicht aus dem Fenster schaut: Norwegen präsentiert noch einmal die gesamte Wetterpalette. Der Svalbard-Salong (besser bekannt als die Bar auf Deck 7) und die windgeschützten Bereiche auf dem Sonnendeck sind wunderbar geeignet, um die Fahrt zu genießen. Kurz vor Brønnøysund gibt es zum Abschluss noch einen wunderbaren doppelten Regenbogen.

Einfach schön. Die nächsten vier Bilder sind übrigens im Zeitraum von vier Minuten entstanden:

Im Kiosk am Kai in Brønnøysund gibt es angeblich das beste Eis in ganz Norwegen, und schlecht ist es wirklich nicht. Aber ist es Konkurrenz zu unserer Stamm-Eisdiele in Heilbronn? Bin mir nicht sicher – jedenfalls ist die Auswahl kleiner. Ich muss noch ein paar Mal probieren…

Die Nordkapp in Brønnøysund.

Die Nordkapp in Brønnøysund.

Brønnøysund ist ein hübscher kleiner Ort, für den wir viel zu wenig Zeit haben – wir haben wieder etwas Verspätung. Später erfahre ich auch den Grund dafür: Der Kapitän hat wegen der Wellen immer wieder etwas Tempo herausgenommen, damit wir eine ruhigere Fahrt haben. Daher starte ich diesmal ohne Kamera (vom Handy mal abgesehen); nach dem außer der Eisdiele nur das Einkaufszentrum auf dem Plan steht. Aber das Wetter ist gnädig, und für ein paar hübsche Schnappschüsse vom Schiff langt’s.

Nur für den Torghatten sieht es schlecht aus: Der Berg selbst ist natürlich zu sehen, nur das Loch in ihm hebt sich kaum vom Hintergrund ab. Daher wird er nicht einmal als Highlight angesagt, stattdessen kommt nur der Hinweis, wann “feeding time” ist – wegen Captain’s Dinner schon um 18:00 Uhr. Der Vollständigkeit halber probiere ich mein Glück dennoch am Torghatten. Außerdem steht die Venus gerade in einer Wolkenlücke auffällig neben der schmalen Mondsichel, und wenn es noch etwas dunkler wäre, wäre auch Mars direkt daneben zu sehen, so bleibt er hinter dem Wolkenschleier verborgen. Hübsch.

Ein Grund, warum ich die Hurtigrute so mag, ist die lockere Einstellung – auch das Captain’s Dinner wird nicht so ernst genommen, sondern ist eine lockere Abschiedsveranstaltung, bei der man einmal die Crew kennenlernen kann. Pünktlich kurz nach dem Einlaufen in Rørvik sind wir auch mit dem Essen fertig. Die Kong Harald musste mit dem Anlegen auf uns warten, da wir wieder etwas langsamer unterwegs waren. Trotzdem blieb genügend Zeit für einen Besuch im Coop, um Pfandflaschen abzugeben und Reisesouvenirs zu kaufen (Typisch Norwegisch: Schinken in der Tube). Von den DVDs ließ ich aber die Finger: Dragetreneren 2 (How to train your Dragon 2) für umgerechnet 20 Euro ist mir dann doch etwas zu teuer. Also ging es in strömendem Regen wieder zurück auf’s Schiff.

Den Abend nutzt Johan nicht nur dazu, wieder etwas Musik zu machen, sondern auch, um etwas Angst zu machen: We are expecting some movement, between camel and donkey ride. Aber das kennen wir ja schon. Die offene Seestrecke scheint sich diesmal aber doch etwas mehr Mühe zu geben: Die Aufzüge werden abgeschaltet, und Johan spielt bis zum Schluss auf der Gitarre. Das letzte Stück: Riders on the Storm. Anschließend legt er die Lautsprecher sturmsicher auf den Boden.

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Some waves on MS Nordkapp south of Rørvik from Alex Kerste on Vimeo.

Im Lauf der Nacht schaukelt es tatsächlich ein wenig, aber die Nordkapp verkraftet das gut, und die Passagiere soweit ich das mitkriege auch – mittlerweile können alle bei Seegang laufen, oder verschlafen ihn einfach. Ich kämpfe mich mit Volker an Deck 5 an den Bug: Wie geil. Unter der Brücke ist es windig, aber trocken, während rechts und links die Gischt hochspritzt. Auf Fotos kommt das bei weitem nicht so schön oder eindrucksvoll rüber wie in echt. Ein Riesenspaß!

Später im Lauf der Nacht gelingt es mir immerhin, ein paar Eindrücke zu filmen, mit der Nikon D7100 und dem 30mm f/1,4 Sigma-Objektiv (das ich nach der Aktion auch noch mal putzen müsste, fällt mir gerade ein). Und dann ist es auch schon an der Zeit, sich in den Schlaf wiegen zu lassen, schließlich steht morgen Trondheim mit der Lofoten auf dem Plan.

Tag 9 – Quer durch die Vesterålen

Schneebedeckte Berge vor schneeschwerem Himmel

Schneebedeckte Berge vor schneeschwerem Himmel

Bedeckter Himmel, aber ruhige See – wer nicht die Vesterålen-Rundfahrt gebucht hat, konnte heute ausschlafen und die Reise entspannt fortsetzen. Da ich die Bustour schon einmal gemacht hatte, entschied ich mich für letzteres – die Fahrt durch die Inseln ist ebenfalls reizvoll. Nachdem wir die Rundfahrer in Harstad abgesetzt hatten, passierten wir die erste Sehenswürdigkeit: Die alte Kirche von Trondenes. Da ihr rotes Dach heute nicht schneebedeckt weiß getarnt war, konnten wir sie sogar ganz gut sehen, wie Johann über den Infokanal allen mitteilte.

Der Kirchbau zu Trondenes im Utrøst-Cafe

Der Kirchbau zu Trondenes im Utrøst-Cafe

Die Kirche hat keinen Kirchturm (bzw. er steht separat neben der Kirche), wozu es natürlich eine Sage gibt – die auf einem der Gemälde im Utrøst-Cafe der Nordkapp dargestellt wird und mich sehr an den Bau der Götterfestung Asgard erinnert. Auch hier sollte der Erbauer um seinen Lohn geprellt werden. Manchmal fragt man sich, welche Moral die alten Geschichten vermitteln sollen…

Ein Highlight der Vesterålentour ist immer die Brücke bei Sortland: Das Schiff fährt immer genau dann unter der Brücke hindurch, wenn die Busse (bzw. heute der Bus) über die Brücke hinwegfährt. Da der Bus auf der Brücke nicht anhalten darf und man sie auch nicht zu Fuß überqueren darf, sorgt das immer für einen kleinen Verkehrsstau. Ende Januar wurde das Ereignis vom Tourguide ignoriert, aber Johann ist da besser – kurz nach 12 kam die Durchsage: “In wenigen Minuten fahren wir unter Brücke hindurch, wenn der Bus von der Vesterålen-Rundfahrt darüber fährt. Da ist es gut, vorne auf Deck 5 zu sein und dem Bus zuzuwinken. Das ist lustig.” Recht hat er, und damit es noch lustiger ist, bringt Johann eine Flagge mit zum Bug, wir wollen ja auch gesehen werden.

In Sortland machen wir nur kurz Halt, um die Busreisenden wieder an Bord zu nehmen. Die Vertäuung des Schiffs am Gabelstapler ist interessant:-) Natürlich bleibt das Tau nicht am Stapler, sondern wird damit nur zum Poller gefahren.

Bis zum nächsten Hafen in Stokmarknes haben wir etwas über eine Stunde Zeit, die natürlich für das Mittagessen draufgeht. Da nach Bildern gefragt wurde: So sieht es aus, nachdem der erste Ansturm vorbei ist:

Die alte Finnmarken aus ungewohnter Perspektive.

Die alte Finnmarken aus ungewohnter Perspektive.

In Stokmarknes wartet das Hurtigrutenmuseum auf uns, das wir mit einiger Verzögerung auch erreichen – damit wir dennoch eine Chance haben, einen Blick hineinzuwerfen, verschiebt sich auch unsere Abfahrt etwas. Meine Ziele heute: Der Shop (mit wenig Beute, aber ich kann die Frage beantworten, ob man dort Schiffsmodelle findet: Ja, aber nur von Midnatsol, Trollfjord und Finnmarken, sowie (in groß) von der alten Finnmarken – keine MS Nordkapp). Das Buch, das ich eigentlich gesucht habe, gibt’s nicht, aber immerhin nochmal die Trollturen und einiges zur Hurtigrute. Anschließend: Der Coop, da es am Mittagsbuffet wieder kein Eis gab.

Zurück an Bord steht eine Veranstaltung auf dem Programm: Der Küchenchef filettiert Fisch, und man kann ihn auch gleich probieren – roh oder mariniert. Norwegian Sushi. Lecker (auch wenn einige mittlerweile genug Fisch auf dem Speiseplan hatten).

Die Passagiere sind nicht die einzigen, die das ganze im Bild festhalten: Auch Johann und der Restaurantchef lassen die Handys mitlaufen, für Facebook und Youtube.

Die anschließende Fahrt durch den Raftsund ist schön, aber ereignislos, und den Trollfjord lassen wir links liegen. Dafür gibt es eine Windwarnung für das Westfjord heute Abend. Wer Probleme hat, sollte langsam an die Reisetabletten denken… Und noch eine wichtige Durchsage: Damit wir in Svolvaer mehr Zeit haben, gibt es das Abendessen schon um 17:30 und mit freier Platzwahl. Trotzdem zieht es sich bis nach dem Anlegen, bis alle ihr Dessert erhalten haben und in die Stadt gehen können.

Ein beliebtes Ziel ist die Magic Ice Galerie. Da ich da noch nie war, steht sie heute auf dem Programm. Über den vereisten Weg geht es ein paar Meter nach links, und 128 NOK ärmer kann ich die kleine Halle besichtigen, die voller Eisskulpturen ist. Ganz hübsch, aber wer das Eishotel in Kirkenes mitgemacht hat, muss da nicht unbedingt rein. Aber im Eintrittspreis ist ein kaltes Getränk enthalten, und die Skulpturen sind durchaus sehenswert.

Zum Abend geht es auf den Westfjord, und die See ist tatsächlich etwas unruhiger. Nach einigen Runden Kniffel leert die Bar sich langsam – einige suchen das Bett auf, während ich im Panoramasalon mein Blog schreibe und abwarte, ob bzw. wie oft die Gischt den siebten Stock erreicht, während die Nordkapp durch die Nacht fährt schaukelt. Morgen früh steht schon wieder der Polarkreis auf dem Programm.

Zum Abschluss noch eine kleine Impression der Nacht:

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Wellen in der Finsternis – MS Nordkapp, 19.2.2015 from Alex Kerste on Vimeo.

Tag 8 – Stürmisches Hammerfest

Der Tag beginnt unruhig, das Wetter war schon besser: 16 m/s entsprechen Windstärke 7, mit Ententeich ist nicht mehr viel. Zwar haben wir noch lange keinen richtigen Sturm, aber die Nordkapp schaukelt schon ein wenig. Für mich heißt es heute früh aufstehen: Zwar ist das Frühstück erst für neun Uhr geplant, aber um 8:20 heißt es Polarlys. Genauer gesagt MS Polarlys, auch wenn mich an Deck der ein oder andere fragt, was das mit Polarlicht war, das gerade durchgesagt wurde – bei dem Wetter und am Tag?

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MS Nordkapp trifft MS Poalrlys – 18. Februar 2015 from Alex Kerste on Vimeo.

Da bleibt mir nur, auf das vorbeifahrende Schiff zu zeigen… Dass ich sie sehen wollte, hat persönliche Gründe: Zwei Tage nach uns ist die nächste Nordlicht-und-Sterne-Gruppe gestartet, die auf der Polarlys reist. God tour! Unser Typhoon klingt mittlerweile auch etwas erkältet und muss wohl erst einmal Schnee wegblasenen. Wir grüßen eher mit einem øøhøø – øhøhø – øhøøØØØØØØØØØ als dem üblichen, satten Tuten.

Beim Frühstück haben sich die Reihen schon etwas gelichtet, und ich verdrücke mich relativ bald auf Deck – es schwankt etwas stärker, und vielleicht gelingt mir ein gutes Filmchen davon. Die Video-Funktion der Nikon macht ja einen ganz guten Eindruck. Aber weder Hagel- und Graupelschauer noch so manche hohe Welle kommen auf dem Video auch nur annähernd so überzeugend rüber wie in Wirklichkeit.

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MS Nordkapp – etwas Wellengang from Alex Kerste on Vimeo.

Nächstes mal muss ich das von Deck 4 probieren. Da bin ich zwar nicht im Freien, aber näher an den Wellen. So hat das dann mehr von Waschküche:-)

DSC_9873Gegen 10 Uhr gab es dann alles an Wetter: Vor uns Regen, links Nebel, hinten Sonnenschein und rechts Schnee – für jeden etwas. Die Schiffsdurchsage: “Auf der backbord linken Seite sehen jetzt nicht das Energiegewinnungsprojekt Schneewittchen…” Die Flüssiggasanlage ist meistens im Nebel versteckt, dafür gibt es den Energiekaffee trotz Wellengang und wechselhaftem Wetter standhaft draußen auf Deck 7. Das diesjährige Rezept ist meiner Meinung nach deutlich besser als der Tee vom letzten Jahr, trotzdem ist der Andrang eher gering. Ob es schon an dem sanften Schaukeln liegt, das mittlerweile deutlich nachgelassen hat?

Die Insel Melkøya war nur sporadisch zu sehen, aber in Hammerfest am anderen Ende der Bucht sieht das Wetter schon wieder ganz anders aus. Diesmal sieht das Besuchsprogramm die Kirchen vor: Die Grabkapelle ist das einzige Gebäude, das die deutsche Wehrmacht im Krieg nicht zerstört hatte.

Jetzt liegt in Hammerfest wesentlich mehr Schnee als noch vor zwei Wochen, und die Stadt ist richtig malerisch. Nächster Stopp ist der Sicksackveien, der zum Turistveien führt. Mit Spikes und Stiefeln ist er im Gegensatz zum Vorjahr sogar ganz gut begehbar, auch wenn ich nicht ganz nach oben gehe. Aber der Ausblick lohnt sich. Meine Bank am Musikpavillon versinkt auch deutlich mehr im Schnee als Ende Januar, Zeit für das übliche Foto.

Mit dem langen Mantel vom letzten Jahr war die Bank doch angenehmer…

Geheilte Forelle

Geheilte Forelle

Da gefragt wurde: Essen gab’s auch wieder. Zu Mittag lag unter anderem Geheilte Forelle auf dem Buffet. Whatever…

Die Walsafari wurde mangels Walen abgesagt, und trotzdem waren im Lauf des Tages nicht zu viele Menschen an Bord zu sehen: Der Seegang geht wieder los, und Øksfjord wird mit ziemlicher Verspätung angelaufen. Kaum zu glauben, dass wir hier letztes Jahr Gruppenfoto gemacht hatten.

Eigentlich wäre Øksfjord während unseres letzten Vortrags gewesen, aber durch die Verspätung fand der Sternbilder-und-Mythen-Vortrag doch mit etwas Seegang statt. Aber Respekt: Der Saal war mehr als halb voll, und fast alle haben durchgehalten. Anschließend ging es auf die Loppa, eine offene Seestrecke. Das “little bit of movement”, das wir bislang hatten, war wohl im windgeschützten Bereich der Route…Leider ist es nach dem Vortrag schon dunkel, so dass ich die Gischt nicht filmen konnte. Interessanterweise war das Licht im Panoramasalon vorne auch immer an, draußen war daher nicht viel zu sehen.

Nach dem Abendessen und dem Stop in Skjervøy war die See dann ruhiger, und wer wollte, konnte die Zeit bis zum Mitternachtskonzert mit Margits Vortrag über die klassischen Schiffe MS Nordstjernen und MS Lofoten überbrücken eine Liebeserklärung an die beiden Oldtimer. Wer auf der Nordstjernen buchen will: http://www.vestlandclassic.com/voyages

Am Abend gab es dann noch eine Mischung aus Wolken und schwachem Polarlicht – aber nichts, was nach den Shows der letzten Tage erwähnenswert wäre. Dafür scheine ich noch eine Tradition ins Leben zu rufen: Den Anmeldeschluss für das Mitternachtskonzert habe ich schon wieder übersehen. Dann halt mal früher ins Bett, auch okay.

Tag 7 – Wendepunkt Kirkenes

Von dem guten Wetter der letzten Tage ist nichts mehr zu sehen: Kirkenes als Endpunkt der Reise steht an, wir haben in der Nacht den östlichsten Punkt der Fahrt umrundet und fahren jetzt ein Stück nach Südosten, in das norwegisch-russische Grenzgebiet. In Kirkenes bieten sich einige Touren an; die Schlittenhunde samt Schneehotel kenne ich schon, und Volker und Sabine wollen Snowmobil fahren. Mein Plan sieht vor, auszuschlafen und mir einmal Kirkenes anzuschauen. Zumindest der erste Teil davon scheitert, da ich die Infotaste aktiv habe. Vom Polarlichtalarm gegen vier Uhr habe ich zwar nichts mitgekriegt, aber etwa ab kurz vor acht kommen immer wieder Infos für die Passagiere, die in Kirkenes von Bord gehen. Und Korrekturen für diese Infos. Und Ergänzungen. Und ein Ständchen von Johann: “Dies ist eine wichtige Mitteilung: This is the end. The end, my friend. You’re leaving us in Kirkenes, my friend. This is the end, my friend.” Mit Gitarrenbegleitung. Singen kann er, nur still sein kann er nicht – alle fünf Minuten kommt eine Durchsage… Also doch mal aufstehen, das Frühstück mitnehmen und dann mit Margit nach Kirkenes spazieren – Reiseleiter unter sich.

Der Weg in die Stadt ist nichgt weit, aber touristisch hat Kirkenes nicht so viel zu bieten: Viele kleine Häuser, jede Menge Schnee und Erinnerungen an den Krieg. Die Andersgrotta ist ein alter Bunker, vor dem noch aus deutscher Besatzungszeit ein Wegweiser steht; die Kirche ist recht hübsch und hat zwei Uhren, die wohl prinzipiell verschiedene Zeiten anzeigen, und einige Geschäfte zeigen, warum Kirkenes als Stadt gilt. Wohnen wollte ich hier nicht…

Dafür hat die Schneemobiltour Spaß gemacht, vielleicht verzichte ich nächstes Mal doch auf das Kulturprogramm. Aber der Rema war eine gute Gelegenheit, um die Vorräte aufzufüllen.

Von Kirkenes bis Vardø geht es dann an einem Stück durch, und die Fahrtzeit geht für Mittagessen und Vortragsvorbereitung drauf. An Bord wird – diesmal in der Bar – wieder der Film über Vardø und Pomoren-Handel gezeigt, zuerst auf Deutsch, dann auf Englisch. Blöd nur, dass während des englischen Films auch über die Bordsprechanlaga Infos über Vardø kommen und dem Film der Ton abgedreht wird, bis der Nachspann kommt. Anschließend erntet die Barkeeperin Applaus, als es ihr gelingt, die widerspenstige Leinwand wieder einzufahren…

Vardø selbst war einmal ein sehr umtriebiger Hafen und beherbergt noch immer die nördlichste Festung der Welt: Vardøhus. Da doch einiges an Schnee liegt und wir etwas verspätet anlegen, verzichtete ich auf den Marsch zum Hexendenkmal und besichtige mit den anderen die Festung – das Eisbaden scheint diesmal auch auszufallen. Erste Erkenntnis: Die alte Festung hat nichts mit den Radarkuppeln auf der anderen Hafenseite zu tun, sondern liegt einfach auf der anderen Straßenseite, keine fünf Minuten vom Schiff entfernt (und an einem angeblich sehr guten und günstigen Laden vorbei – nächstes Mal dann). Zweite Erkenntnis: Man kann sie in fünf Minuten komplett besichtigen, vor allem bei dem eisigen Wind, der gerade weht. Dafür ist es klar – wird das heute doch noch mal was mit Polarlichtern?

Wenn der Weißabgleich der Kamera von der gelblichen Beleuchtung verwirrt wird, könnte man fast meinen, wir wären in Marokko und nicht in Nordnorwegen, aber der Wind zerstört die Illusion. Bei 30 NOK oder 5 Euro Eintritt kann man nicht zu viel von der Festung erwarten, und in der Tat ist sie sehr übersichtlich. Kein Wunder, dass sie nie angegriffen wurde – wahrscheinlich hat sie jeder Angreifer übersehen oder wurde an ihr vorbeigeweht… Was ich ganz übersehen hab: 1769/70 gab es hier ein Observatorium, um den Venustransit zu beobachten. Davon ist aber nur noch eine Gedenktafel übrig.

Aber es heißt ohnehin, schnell wieder an Bord zu gehen, schließlich steht nun unser vierter Vortrag an: In 60 Minuten durch das Universum. Viel mehr Zeit ist, schließlich fängt das Abendessen pünktlich um 18:30 an. Es schwankt etwas, und am Abend wird es ungemütlicher: Das, was auf den ersten Blick über dem Schiff an Polarlicht erinnert, ist Schnee. Die Bar ist dementsprechend leer, einige bringen sich vor dem Geschaukel in Sicherheit oder nutzen die Zeit, um sich von der Frischluft bei Schneemobil oder Hundeschlitten zu erholen. Einmal bei Zeiten ins Bett ist auch eine nette Abwechslung zur letzten Tour – auch wenn gerade alle Polarlichtvorhersagen auf knallrot stehen und weltweit einiges gesichtet wird, hat die Aurora keine Chance gegen die Wolken über der Barentssee.

Tag 6 – Rund ums Nordkapp

Ich weiß nicht, warum das Nordkap so einen Schlecht-Wetter-Ruf hat – bei drei Besuchen hatte ich nun jedesmal prächtiges Wetter. Die Fahrt um die Insel Magerøya herum war ruhig, und bei schönstem Sonnenschein ist sie ein Erlebnis. Irgendwo in dem Kanal haben wir auch den Tunnel überquert, der Honningsvåg mit dem Festland verbindet, aber an Bord war davon nichts zu bemerken.

Volker und Sabine nutzen ein paar noch freie Plätze für die Nordkapp-Tour aus, während ich den anderen Teil Honningsvågs anschaute, also den ohne Shell-Tankstelle. Die Gegend ist auf jeden Fall schöner als der Bereich um den berühmten 71. Breitengrad, auch wenn wohl ein nennenswerter Teil der Bevölkerung mit der Schneeabfuhr beschäftigt ist.

Zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten gehören die Kirche, ein Denkmal für einen Regisseur, das einen schönen Aussichtspunkt markiert (und für nächstes Mal auf meiner Sightseein-Liste steht), und natürlich das Hurtigrutenschiff MS Nordkapp, das elegant in einem Schneehaufen parkt – zumindest sieht es so aus.

Dieser Teil der Stadt ist allemal sehenswerter als die Bereiche im Norden, auch wenn ich keine so überzeugenden Troll wie letztes Mal gesehen habe. Der Souvenirshop im Ort hat ein großes Angebot, trotzdem lasse ich kein Geld da – und anstelle des Nordkap-Museums zieht es mich noch einmal auf die andere Hafenseite, Bilder vom Schiff machen. Die Sonne steht gerade günstig:

Nicht im Bild festgehalten habe ich die Sicherheitsübung, die wohl immer wieder in Honningsvåg stattfindet. Diesmal wurde Abandon Ship geübt. Aber das war Crew only; wer in der Kabine blieb, durfte mit dem Schiff untergehen:-)

Die Nordkap-Fahrer waren auch wieder rechtzeitig an Bord, wo statt Mittagessen Waffeln und heiße Schokolade auf sie (genauer gesagt: auf Käufer) warteten, sodass die Reise weiter gen Osten gehen konnte. Am Nordkap war das Wetter wohl noch besser als im letzten Februar, dafür war zumindest ein Bus deutlich besser beheizt, als nötig gewesen wäre.

Der Nachmittag ging wieder mit Vortragsvorbereitungen vorüber, aber kurz vor halb fünf gab es wieder die Chance, die Finnkirke zu fotografieren. Am annähernd hellichten Tag wirkt sie weniger imposant als in der langen Dämmerung im Januar, dafür stand Orion schön über ihr. Und das kitschige Farbenspiel war immer noch auffällig, obwohl die Sonne gerade erst unterging.

Respekt für die Krabbenfischer

Respekt für die Krabbenfischer

Der Himmel war zwar immer noch perfekt, dafür kamen wir langsam in einen leichten Sturm: Das Gewackel nahm zu, die Türen auf Deck 5 hatten Probleme damit, aufzugehen, und die Krabbenfischer, die uns nach der Finnkirke besuchten, mussten sich beim Anlegen ans Schiff etwas mehr Mühe geben. Aber Profis hält das nicht auf, und wer wollte, konnte sich wieder mit dem Abendessen fotografieren lassen (auch wenn es nicht exakt diese Krabben gibt).

In Kjøllefjord kam dann auch die Durchsage, dass die Schneemobiltour nach Mehamn wegen Sturm gecancelt wurde – es war unklar, ob wir den Hafen anlaufen und die Teilnehmer wieder an Bord nehmen könnten. Tatsächlich fiel Mehamn dann auch aus.

Nach Kjøllefjord stand dann das Nordkap-Buffet als Abendessen auf dem Programm – feste Sitzplätze, aber freie Essensauswahl. Das ist gar nicht schlecht, da es so schneller geht und alle, die Interesse hatten, pünktlich um 20:00 in unserem Abendvortrag über das Sonnensystem saßen. Immerhin gut die Hälfte unserer Gäste war anwesend, die See forderte ihren Tribut. Der Konferenzraum ist ganz vorne im Schiff und schwankt somit maximal, aber alle Anwesenden hielten sich auf ihren Stühlen, während wir auf einer eigenen Hurtigrute acht Planeten sowie die kleineren Mitglieder des Sonnensystems abhandelten und die Bilder der letzten Nacht präsentierten.

Die Polarlichtprognose war mäßig – schade, da das wohl bis auf weiteres die letzte wirklich klare Nacht im Polarlichtoval sein würde. Aber gestern gab es ja schon ein beeindruckendes Schauspiel über dem gesamten Himmel, und so gab es eine Premiere: Zum ersten Mal konnte ich den Vortrag vollständig halten, ohne vom Polarlicht unterbrochen werden. Also auf zu einem ruhigen Abend in der Bar.

Habe ich schon erwähnt, dass das Polarlicht unberechenbar ist? Es war schon einiges zu sehen, als wir zum Kontrollblick auf den hell erleuchteten 7. Stock standen. Da um 21:45, also in der nächsten Viertelstunde, der Hafen Berlevåg angelaufen werden sollte, gaben wir noch keinen Alarm. Etwas später kam dann die Durchsage, dass wir auf der rechten Seite die MS Nordlys passieren und außerdem Nordlys am Himmel sehen. Ähm – und der Hafen in Berlevåg? Wurde wegen schlechtem Wetter ausgelassen. Also mit der Rezeption geredet, dass doch bitte, bitte die Beleuchtung ausgeschaltet werden sollte, und dann ging eine Show los, die den gestrigen Abend sogar noch übertraf.

Eine wunderhübsche Corona über uns. Ich habe sie nicht ganz geknipst, da ich die Kamera an der Reling hatte und mich zwischendurch verabschiedete, um an der Rezeption um eine erneute Durchsage zu bitten. Die erfolgte etwas zögerlich, da schon so viele Durchsagen gemacht worden waren und es immer wieder Polarlicht gibt, aber als wir dann die Bilder präsentierten, glaubte uns der Kollege an der Rezeption dann doch, dass sich die Meldung gelohnt hat, und setzte sie auch bei Facebook rein.

Nach der größten Show schraubte ich die Kamera noch für Timelapse-Aufnahmen bis Mitternacht an die Reling, auch wenn so natürlich nicht alles im Bild festgehalten wurde. Aber es waren ja genug mobile Kameras an Bord, um das Spektakel zu dokumentieren.

Gegen ein Uhr gab dann auch der Käptn eine Polarlichtwarnung durch, allerdings war es dieses Mal deutlich schwächer als vor Mitternacht. Ein paar nette Bilder haben trotzdem geklappt:

Gegen vier Uhr gab es wohl noch ein starkes Polarlicht samt Meldung über den Info-Kanal vom Schiff, aber die ging völlig an mir vorbei – ich hörte erst die Meldungen für Kirkenes wieder…

Tag 5 – Tromsø geht immer

Sonnenaufgang, heiter bis wolkig

Sonnenaufgang, heiter bis wolkig

Der fünfte Reisetag beginnt mit einigen Häfen in der Nacht, die ich nach der Polarlichtaktivität der letzten Nacht erst einmal ignoriere. Der Sonnenaufgang verspricht zumindest für Ausflüge einen schönen Tag: Es ist heiter bis wolkig und nicht besonders kalt.

Zur Einstimmung auf den heutigen Tag gibt es diesmal einen kurzen Film über Tromsø, der die Entwicklung der Stadt beschreibt. Die deutsche Version um 10:20 liegt günstig und ist gut besucht.

Unser erster Termin ist Finnsnes, wo zur Abfahrt um 11:45 alle zum Gruppenfoto antreten durften. Im Hintergrund gibt es zwar keinen strahlend-blauen Himmel, aber immerhin die Insel Senja samt Brücke. Immer wieder eine schöne Kulisse und eine angenehme Einstimmung auf die Fahrt nach Tromsø.

Senja

Senja

Da am Sonntag die Läden in Tromsø geschlossen sind, fuhren Sabine, Volker und ich zusammen mit zwei jüngeren Gästen zur Fjellheisen-Bahn auf den Storsteinen. Zumindest war das der Plan – die Seilbahn fährt alle halbe Stunde, und mit dem Bus hätte es gerade so nicht gelangt, daher stiegen wir in zwei Taxis ein. Das erste fuhr auch zur Seilbahn (mit Navi…), dem zweiten Taxifahrer, zu dem ich mit dem Pärchen eingestiegen waren, konnte ich nach etwas Mühe auch klarmachen, wo wir hinwollten. Dann durften wir wieder aussteigen, weil er einen lukrativeren Auftrag erhalten hatte. Immerhin: Nach ein paar Minuten kam das nächste Taxi, und 150 Kronen ärmer erreichten wir dann auch den Fjellheisen, just in time – und wegen des großen Andrangs fuhr die Bahn auch zweimal.

Hatte ich schon erwähnt, dass der Tag etwas windig war? Auf den letzten Metern vor dem Ziel merkten wir das dann auch: Der Wind blies schöne Schneefahnen vom Berg, und die Gondel schlug sanft gegen die Holzverkleidungen der Bergstation. Auf dem Plateau war es gelinde gesagt unangenehm – ein eisiger Wind und tiefer, lockerer Schnee, bei dem nicht einmal Stiefel etwas nutzen. Wenn ich es mal schaffe, die Videos vom Handy runterzukriegen, kann ich die Schneeverwehungen sogar im bewegten Bild zeigen – die Fotos geben nur einen vagen Eindruck davon.

Auch wenn es letztes Jahr deutlich angenehmer war: Der Sonnenuntergang war es wieder wert, sich durch den Schneesturm zu kämpfen. Auf einen verlängerten Aufenthalt hatte trotzdem keiner Lust, und mit der Gondel ging es dann wieder nach unten, wo die heimtückische Eisplatte vor der Talstation auf Opfer wartete. Nach einer kurzen Sightseeingtour (Eismeerkathedrale, Domkirke und Tromsøs größter Souvenirshop, der trotz Sonntag sogar offen hatte) waren wir wieder am Schiff. Die eineinhalb Stunden bis zum Ablegen wurden gut genutzt: Da die Wettervorsage gut war und wir Polarlicht erwarteten (nicht viel, aber doch brauchbar), nutzen wir die Chance zum Abendessen in der Pastafabrikken. Yonas’ Pizzeria direkt am Kai hatte zu lange Wartezeiten, und die Pizza war eine willkommene Abwechslung zum Schiffsbuffet.

Um 18:30 wurde zum Abendessen gerufen, etwa um 19:00 Uhr ging die Lightshow los, und gegen 20:00 Uhr riefen wir dann unsere Leute an Bord. Die Show war deutlich besser als erwartet, und in einem heroischen Akt wiederstand ich der Versuchung, mit der Kamera das Licht zu jagen, und ließ sie fast bis Mitternacht am selben Eck an der Reling. Das Ergebnis waren fast 1000 Fotos, die einen schönen Zeitrafferfilm der Aurora ergeben. Die Stockfischpräsentation von Johann, die für das Außendeck geplant war, fand zum Glück in der Bar statt. Er hatte wohl mitgekriegt, wie wenig beistert alle von der Idee waren, die Außenbeleuchtung anzuschalten, und dass auf dem Wikingerfest gestern erwähnt wurde, dass man einen guten Stockfisch auch als Prügel einsetzen kann… Der Aufenthalt in Skjervoy (22:30-22:45) sorgte dann doch für eine Unterbrechung: Im Hafen ging die Beleuchtung von Sonnendeck und Schornstein natürlich wieder an.

Im Hafen und nach der Abfahrt waren trotz der Schiffsbeleuchtung noch Polarlichter zu sehen, und irgendwann wurde sie auch wieder abgeschaltet: Wow. Von einem Moment auf den anderen war es dunkel, und das Polarlicht flammte auf, über den gesamten Himmel. Jetzt konnte jeder sehen, dass es wirklich Grün gibt, und die Aurora legte einen schönen Tanz über den Himmel hin – eher ein langsamer Walzer als Rock’n’Roll, aber sehr eindrucksvoll. Trotzdem gab es Gäste, die das trotz Durchsage verpassten, weil es zu spät war… Aber wer Polarlichter sehen will, muss immer wieder rausgehen. Auch wenn Bar und Bett noch so angenehm sind.

Was für eine Show!