Astro-Gadget Focus Dream – Motorfokussierer-Steuerung

Es war mal wieder Zeit für was Neues: Ich habe nicht nur meiner Montierungssteuerung ein Upgrade gegönnt, sondern auch meinem Sonnenteleskop. Insbesondere für H-alpha benutze ich einen alten Vixen 80/910 Mf, dessen originalen Okularauszug ich zügig gegen einen gebrauchten TS Monorail getauscht hatte.

Seit den Vorbereitungen für die Sonnenfinsternis 2017 habe ich außerdem einen (damals) billigen Motorfokussierer von TS, den ich 2016 mal am Kameraobjektiv getestet hatte und der seitdem in der Schublade lag. Die Adaption ans Objektiv ist hakelig, und mit der SoFi war es auch nichts geworden.

Zum Glück hatte ich mich noch an diesen Beinahe-Fehlkauf erinnert: Mit einem 3D-gedruckten Adapter und einer flexiblen Welle konnte ich ihn nun, sechs Jahre später, an den Okularauszug des Vixen anschließen und ab da zumindest per Handsteuerbox fokussieren. So ein Motorfokussierer ist sehr angenehm, wenn man fotografiert: Das Teleskop wackelt nicht mehr, wenn man es scharf stellt. Visuell ist mein Aufbau stabil genug, aber bei 910mm (oder gar 2730mm mit H-alpha) sieht man jedes Wackeln. Für visuell würde ich zwar von einem Motorfokus eher abraten, da finde ich die manuellen Fokussierrädchen wesentlich angenehmer, schneller und intuitiver (und mit Motorfokussierer kann nur noch per Motor fokussiert werden), aber fotografisch ist das wirklich sehr hilfreich.

Bei der Fotografie kommt noch dazu, dass man das Kamerabild ohnehin nur am Monitor sieht – da ist es hilfreich, wenn man den Fokus gleich direkt steuern kann.

Was mit dem TS-Set (das mit SkyWatcher wohl baugleich ist) nicht geht: Die Steuerung über den PC vornehmen. Das Anschlusskabel ist ein Telefonstecker. Nun gibt es Adapter: von Ertl oder Pierro Astro. Beide für über 100 Euro (Stand 2022) und beide mit eigener Stromversorgung.

Und dann gibt es noch den Focus Dream von Astro-Gadget – dem kleinen Hersteller in der Ukraine, von dem auch schon meine Montierungssteuerung kommt. Mit aktuell 79$ deutlich billiger, und benötigt keine eigene Stromversorgung (Übrigens gibt es auch fertige Sets mit Motor). Trotz des russischen Kriegs gegen die Ukraine gibt es Astro-Gadget noch, er ist rechtzeitig von Donezk in den Westen des Landes umgesiedelt und hat den Betrieb wieder aufgenommen. Nach knapp zwei Wochen war meine Bestellung dann angekommen – interessanterweise war doch Zoll fällig (obwohl die EU eigentlich gerade auf Zölle aus der Ukraine verzichtet?), und die Deutsche Post, die ihn eintreiben wollte, akzeptierte natürlich nur Bargeld, keine Karte. Willkommen im 21. Jahrhundert.

Der Focus Dream ist ein kleines Adapter-Kästchen, das das Spiralkabel des Fokussiermotors mit einem USB-Kabel verbindet. Damit das funktioniert, benötigt man noch einen USB-Treiber und entweder den ASCOM-Treiber oder die eigene Software von Astro-Gadget – alles steht zum Download auf der Webseite bereit und funktioniert soweit auch einwandfrei.

Aber: Wenn man den Fokussiermotor über USB mit Strom versorgen will, geht das nur, wenn er direkt an den Computer angeschlossen ist. Die Alternative wäre ein aktiver USB-Hub. Ich hatte es zuerst mit einem passiven Hub hatte ich nur Probleme und bin an den COM-Ports fast verzweifelt, nur wenn ein USB-Anschluss am Laptop genutzt wurde, hatte es problemlos geklappt.

Es ist aber auch möglich, optional eine Stromversorgung anzuschließen. Wer also weder einen freien Port direkt am Rechner hat noch einen aktiven USB-Hub verwendet, muss das Gehäuse aufschrauben und einen Jumper umsetzen – dann kann der Motorfokussierer auch über ein 9-12V-Netzteil mit Strom versorgt werden, und alles kann auch an einen passiven USB-Hub angeschlossen werden. Dank des hervorragenden Supports von Astro-Gadget war das dann schnell geklärt, nachdem der Hub als Problemquelle identifiziert war.

Es wird voll am Teleskop…

Seit die Sache mit der Stromversorgung geklärt ist, läuft er einwandfrei, und mit externer Stromversorgung auch wesentlich flotter als wenn er nur über den USB-Port mit Strom versorgt wird.

Die Software ist simpel, kann aber alles nötige: Den Fokussierer um eine beliebige Schrittzahl bewegen.

In der Praxis benutze ich die Astro-Gadget-Software aber nur, um den Fokussierer zu testen. In der Regel benutze ich Sharpcap zum Fotografieren. Über ASCOM kann ich so sowohl die Montierung als auch den Fokussierer steuern. So kann ich auch einstellen, ob er grob- oder fein Fokussieren soll, wie viel Getriebespiel oder Schlupf er hat oder ob er immer von einer Seite den Fokuspunkt anfahren soll. Prinzipiell geht damit sogar Autofokus, aber das muss ich noch testen.

Der größte Vorteil ist aber, dass ich mit dem Laptop jetzt im Schatten sitzen kann und ganz entspannt Sonnenfotografie machen kann. Der Nachteil ist, dass ich jetzt bald genug Kabel am Teleskop habe, dass sich eine fest aufgebaute Sternwarte lohnt…

Der Focus Dream ist jedenfalls eine gute Möglichkeit, um einen einfachen Fokussiermotor zum Laufen zu bringen und komfortabel über den PC zu steuern. Ein “vernünftiger” Motorfokussier hat im Idealfall noch Sensoren für den Anschlag bzw. zum Eichen, Temperatursensoren für die Fokusdrift in der Nacht und vielleicht sogar Encoder, damit eine Stellung immer reprozierbar ist, trotz Schlupf und Getriebespiel – das ist hier schon deshalb nicht möglich, weil nur ein simpler Motor am Fokussiertrieb sitzt. Dafür kostet er aber auch nur einen Bruchteil, vor allem wenn man schon einen Schrittmotor hat, den man am Fokustrieb montieren kann. Und im semi-mobilen Betrieb wie bei mir langt das – ich bin ja immer in Reichweite vom Teleskop.

Die nächste Baustelle ist jetzt, das Guiding zum Laufen zu bringen. So wie es aussieht, hat meine Montierung noch zu viel Backlash, vor allem in der Deklinations-Achse. Davon abgesehen hat sich auch das Upgrade auf die EQStarPro-Steuerung gelohnt (deutlich bessere Steuerung über das WLAN per Handy, und beide Achsen bewegen sich gleichzeitig). Aber dazu mehr, falls ich mal ein reproduzierbares Autoguiding mit der Montierung hinkriege…

Okularsonnenfilter – wirklich für die Tonne!

Nachdem ich in knapp zwei Wochen einen kleinen Vortrag über Sonnenbeobachtung für die FasziAstroOnline vom Haus der Astronomie halte, habe ich mir spaßeshalber einmal einen Okularsonnenfilter besorgt. Immerhin wird seit Jahrzehnten vor den Dingern gewarnt, da kann man auch mal zeigen, warum. Eigentlich habe ich nur eine Filterfassung benötigt, aber warum nicht gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen?

Was dann ankam, war beeindruckend:

Der Filter war so locker in der Fassung, dass nach oben ein paar Millimeter Luft waren. Also erst mal den Filter richtig in der Fassung positionieren.

Dann hatte ich schnell mal ein Teleskop (80/910) mit Astrosolarfolie vor dem Objektiv auf die Sonne gerichtet, scharf gestellt und nur den Filter in der 1,25″-Steckhülse im Okularauszug gelassen. Dann den Objektivfilter ab und warten.

Mit einem einfachen IR-Thermometer hatte ich die Filtertemperatur überprüft: Nach zwei Minuten war er bereits bei 60-70°.

Nach fünf Minuten zeigte sich ein heller Reflex auf meiner Hand, als ich mit dem Thermometer kam.

Also Deckel auf Teleskop, von der Sonne wegschwenken und den Filter anschauen:

Schöner Riss einmal quer durch. Damit habe ich meine leere Filterfassung.

Klar: Ich hätte das Teleskop auch etwas abblenden können (dafür ist das Loch im Staubschutzdeckel einiger Teleskope ja ursprünglich gedacht), dann hätte er vielleicht zwei, drei Minuten länger durchgehalten. Aber ein mit f/11 eher lichtschwacher 80mm-Refraktor ist kein so ungewöhnliches Einsteigerteleskop, Sicherheitshinweise gibt’s auch keine, und wie flott der Filter in die ewigen Jagdgründe ging, war dann doch beeindruckend. 

Ist mir völlig unverständlich, dass die Teile immer noch verkauft werden dürfen. Wer damit beobachtet, hat keine Chance.

Ich hätte nicht gedacht, dass sich der alte Anwendungshinweis so schnell bewahrheitet: Wer einen Okularsonnenfilter hat, nimmt einen Hammer, haut damit drauf und entsorgt die Reste in der Tonne. Für den Blick auf die Sonne sind diese Filter absolut ungeeignet.

Hurtigrute Tag 12: Back to Bergen

Alles muss raus – wir auch

Der letzte Tag zieht sich – bis um 10 Uhr müssen die Kabinen geräumt sein, damit schon jetzt mit dem Putzen begonnen werden kann (schließlich liegt das Schiff in Bergen deutlich kürzer als in Ålesund, bereits um 20:30 heute Abend heißt es wieder: “Leinen los!”), und das Gepäck muss laut Aushang schon eine Stunde früher um 9 Uhr an den Aufzügen stehen, damit es in Bergen an Land gebracht wird. Der Tagesplan gibt dagegen 10 Uhr an, und tatsächlich hätten wir solange Zeit gehabt.

Wie dem auch sei: Der Wecker klingelt viel zu früh, damit der Kofferinhalt noch an das maximal zulässige Gesamtgewicht angepasst werden kann. Drei Tafeln Schokolade als Tariergewicht müssen raus, immerhin kann ich so in 220-Gramm-Schritten arbeiten… Einen Vorteil hat das frühe Aufstehen: Ich bekomme einmal Florø um 8:15 mit, passend zum Frühstück. Das ist kein besonders schöner Hafen (zumindest ist außer Containern nicht viel zu sehen), aber immerhin in einer hübschen Landschaft.

Dass wir jetzt endlich strahlendblauen Himmel haben, ist eigentlich eine Unverschämtheit. Gestern Nacht wurde nach Molde noch ein Schimmer von Polarlicht gesehen – das gefürchtete flache graue Band am Horizont, das kaum begeistert, aber die Nordlichtgarantie ebenfalls erfüllen würde. Für eine normale Reise war das Wetter sehr angenehm, aber es hätte ruhig ein paar klare Nächte mehr auch im Norden geben dürfen, um die Polarlichtaktivität nutzen zu können. So blieb es nur bei einer schönen Nordlichtsichtung. Immerhin – es gab schon Touren ganz ohne Polarlicht, ich hatte zum Glück noch keine. Die Zeit des stabilen Skandinavienhochs scheinen vorbei zu sein, willkommen im Klimawandel.

Da wir aus den Kabinen raus müssen, ist das Schiff nun gut gefüllt, und man merkt erst recht, wie viel doch gehustet wird. Auf den routinemäßigen Coronatest zuhause bin ich gespannt. Um dauernd draußen zu sein, ist es aber doch noch zu frisch. Das Expeditionsteam lädt um 10:45 noch einmal zu einer Veranstaltung an: Norwegische Musik. Um 11 Uhr treffen wir uns dagegen alle auf Deck 9 im windgeschützten Bereich, um noch einmal auf die Reise anzustoßen, anschließend ist Mittagessen angesagt. Ich glaube, das ist die erste Reise, auf der ich jedes Mittagessen ausfallen lasse. 12 Uhr ist mir einfach zu früh. Dann lieber auf das Handgepäck aufpassen, das wir im Vortragsraum deponieren konnten, und den Steinsund durch die Fenster vorbeiziehen zu sehen. Immer wieder wechseln sich etwas offenere Seestrecken mit schmalen Sünden ab. (Ist Sünde die korrekte Pluralform von Sund? Sunde klingt irgendwie besser… ich glaube, das muss Sunde heißen. Sowas haben wir in Süddeutschland nicht, da gibt’s nur Seelen, um die Leute zu verwirren. Also falls der Teufel mit mir um eine Seele feilschen will, da lässt sich was einrichten. Sogar belegt. Aber ich schweife ab.)

Aber letztlich zieht sich die Strecke, wobei das bei schlechtem Wetter natürlich noch eine andere Nummer ist. So kann man immer wieder die Landschaft genießen und doch noch mit den Gästen ins Gespräch kommen. Auf dieser Tour habe ich mich eher zurückgehalten – Norwegen hat die Coronaregeln aufgehoben und die Pandemie beendet; ich hatte versucht, zumindest dann Maske zu tragen, wenn Menschenansammlungen da waren, und ansonsten Abstand zu halten. Also entweder an Deck oder in der Kabine, wenn keine Reiseleitersprechstunde war. So oft war ich wirklich noch nie in der Kabine. Günter hatte dafür ja ein außergewöhnlich umfangreiches Rahmenprogramm, da konnte ich mich etwas zurückhalten, solange das Wetter nicht mitspielte.

In Bergen kamen wir fast pünktlich an. Bereits um 15:30 saßen wir im Bus und erreichten nach einer halben Stunde Fahrt als erste am Flughafen. Bei unserer kleinen Gruppe mit 21 Teilnehmern (von denen zwei noch eine Nacht in Bergen blieben) ging die Gepäckabgabe dann auch schnell und reibungslos, sodass wir eine Stunde Zeit hatten bis zum Boarding. Genug für Tax Free, Shopping und Co. Im internationalen Bereich galt dann auch wieder Maskenpflicht…

Auch der Anschlussflug in Amsterdam klappte, wobei Schiphol wirklich mal in Anzeigetafeln investieren sollte. Bis man den Anschlussflug findet, dauert. Und damit endet meine letzte Tour für die Saison – hoffen wir, dass alle gesund heim kommen!

Zum Abschluss noch mein bislang kürzestes, aber nicht unbedingt schlechtestes Polarlichtvideo – erstmals sogar mit einer Echtzeit-Sequenz!

Hurtigrute Tag 11: Von Trondheim nach Molde

Trondheim

Der letzte volle Reisetag ist ein Seetag. Nur morgens in Trondheim gibt es einen längeren Aufenthalt, aber ich gebe es offen zu: Zwischen 6:30 und 9:30 bin ich nicht für einen Gang in die Stadt oder eine Stadtrundfahrt zu motivieren. Dann lieber noch einmal ausschlafen und vom Schiff einen Blick auf den Hafen werfen. Zum späten Frühstück fahren wir dann sehr dicht an Munkholmen vorbei, mir bleibt gerade genug Zeit für ein schnelles Handy-Foto durch das Fenster.

In den letzten Tagen hat das Gehuste auf dem Schiff schon deutlich zugenommen, sodass ich den Panoramasalon wieder meide und die eher langweilige Fahrt durch den Trondheimfjord nutze, um schon einmal zu packen. Je nach Quelle müssen die Koffer morgen früh bis 9 oder 10 Uhr bei den Aufzügen stehen, wenn man den Gepäckservice nutzen will und nicht den ganzen morgigen Tag auf sein Gepäck aufpassen will.

Munkholmen

An Bord tut sich heute nicht viel: Um 14:45 gibt es ein Treffen mit der Crew und der Möglichkeit, Fragen zu stellen, um 15 Uhr geben wir die Informationen zur Ausschiffung (Günter hat vorher schon alle eingecheckt, die sich noch nicht selbst eingecheckt haben), und kurz vor Kristiansund gibt Svenja einen Interessepunkt auf Deck 9 zu Kristiansund. Der ist auch für mich neu, unter anderem kapiere ich endlich, warum Klippfisk Klippfisk heißt: Weil er gesalzen und auf den Klippen getrocknet wurde. Früher war Kristiansund daher für seine salzweißen Klippen bekannt; seit der Fisch in Hallen getrocknet wird, sind die Felsen hier wieder naturfarben.

Sehr praktisch: Es ist mittlerweile wieder hell genug, dass man die schöne Einfahrt nach Kristiansund miterlebt, und durch den Interessepunkt verpasst es auch niemand. Der Ort ist auf einigen Inseln erbaut, sodass wir durch Kristiansund fahren und mitten im Ort anlegen. Mit Günter geht es kurz zur Statue der Klippfischfrau am Hafen; bei leichter Verspätung haben wir immerhin etwa eine halbe Stunde, um uns die Beine zu vertreten.

Anschließend führt uns der Kurs auf die Hustavika. Es langt gerade noch, um einen Burger im Bistro zu essen, bevor wir auf die unruhige See kommen. Die Alternative für Essen ohne Geschaukel wäre der Ausflug ins Marmorbergwerg Bergtatt über die Atlanterhavsstraße. Den Ausflug hatte ich mal im November gemacht, jetzt hat man mehr davon, weil es auch Landschaft zu sehen gibt.

Nach der bewegten, aber noch recht harmlosen Hustavika erreichen wir Molde, das bereits im dunklen liegt. Sternklarer Himmel, aber so weit im Süden ist kein nennenswertes Polarlicht mehr zu sehen. Am nächsten Morgen höre ich sogar noch von einer Sichtung – der berühmte “schöne grüne Bogen” am Horizont, der nur für die Kamera grün ist und für das Auge eher an grauen Nebel erinnert. Das war aber erst nach Molde, da hatte ich keine Ausschau mehr gehalten. Auch auf die Schiffsbegegnung mit der Polarlys hatte ich verzichtet – sie war erst später in Ålesund losgefahren, sodass unklar war, wann wir ihr begegnen würden

Hurtigrute Tag 10: Helgelandküste

Die Nordlys am düsteren Horizont

Es ist wieder soweit: Wi überqueren den Polarkreis, diesmal in südgehender Richtung. Dabei sind wir später dran als nordgehend, sodass es heller ist und man die Insel Vikingen samt Globus besser sehen kann. Trotzdem verpasse ich die nordgehende MS Nordlys knapp und sehe sie nur noch als kleinen Punkt im Norden in dunklen Wolken verschwinden.

Im Süden kommt derweil die Insel Vikingen in Sicht. Nur irgendwie scheint unser Kurs nicht zu stimmen: Wir fahren zu Abwechslung rechts an der Insel vor statt links. Mal was Neues… Dafür wird auch nicht gehupt, als wir den Polarkreis überqueren. Wir schleichen uns also quasi im Tarnmodus nach Süden.

Aber Schleichfahrt hin oder her: Auf Deck 9 steht die jetzt die zweite Polarkreistaufe an. Es gibt Lebertran, und zum ersten Mal seit ich auf der Hurtigrute bin probiere ich das auch aus. Ich hatte Schlimmeres erwartet, es schmeckt eher nach einer gut geölten Ölsardine als nach Igittigitt. Also gibt es doch einen original Hurtigruten Lebertranlöffel für die Sammlung. Wenn es wegen dem verkorksten Aufenthalt in Hammerfest schon kein Bild von mir auf der Bank im Musikpavillon gibt, dann halt eins mit Löffel.

Nesna

Anschließend machen wir noch ein Gruppenfoto und passen dafür exakt den Moment ab, an dem der nächste Schneeregenschauer kommt, und dann beginnt der ruhige Teil des Tages. Wir fahren die Helgelandküste entlang und können sie je nach aktuellem Wetter genießen. Nesna ist gut zu sehen, während Sandnessjøen erst spät aus dem Grau auftaucht. Dort machen wir wieder nur einen zu kurzen Halt, um sinnvoll von Bord zu gehen (und legen mit Verspätung ab, weil doch Passagiere fehlen); der Interessenspunkt Sieben Schwestern entfällt dann, weil diese berühmte Bergkette hinter Sandnessjøen nicht zu erkennen ist.

Die Sieben Schwestern (in den Wolken)

Um 15 Uhr steht dann Brønnøsund auf dem Plan – am Sonntag, daher scheitert mein üblicher Plan, den Aufenthalt im Amfi-Einkaufszentrum zu verbringen. Stattdessen gehe ich mit Günter einmal Richtung Kirche und um den See, da war ich bislang auch noch nie. Jetzt dürfte ich alle Sehenswürdigkeiten durch haben, die man in dem Ort zu Fuß erreichen kann, inklusive wilder Tiere in den Gärten. Immerhin hat die Eisdiele am Anleger offen. Das muss sein.

Den Torghatten sehen wir nur aus der Ferne, obwohl es hell genug wäre für einen Besuch – als wir ihn passieren, steht bereits das Captains Dinner an, und wir lassen den Berg mit Loch rechts liegen – kein Abstecher, um das Loch zu sehen. Das Captains Dinner ist ein bescheidenes Ereignis: Die Offiziere begrüßen die Passagiere mit einem Glas Sekt, aber es gibt keine Ansprache – zumindest nicht, soweit ich das mitkriege. Die Lautsprecher sind auf der Trollfjord ziemlich leise, sodass man auch Durchsagen im Restaurant kaum mitkriegt.

By the way: Es gibt weiterhin ein Drei-Gänge-Menü, das man sich aus drei Komponenten (Vegetarisch, meistens Fisch und meistens Fleisch) zusammenstellen kann. Und die Trollfjord wird ihrem Ruf gerecht, das Schiff mit der besten Küche zu sein.

Nach dem Captains Dinner steht nicht mehr viel auf dem Programm: Noch ein Halt in Rørvik, wo der Regen einen wieder ins Schiff drängt, bis wir direkt nach dem Ablegen der nordgehenden Nordkapp begegnen. Noch einmal Winken, dann ist für mich Feierabend: Der Himmel ist weiterhin bedeckt.

Hurtigrute Tag 9: Vesterålen

Die Inselwelt der Vesterålen steht heute auf dem Programm; im Lauf des Nachmittags werden wir den Raftsund durchqueren und damit zu den Lofoten wechseln. Harstad erreichen wir ziemlich pünktlich mit der geplanten Verspätung von einer Stunde, sodass die Busfahrt durch die Vesterålen nach Sortland stattfinden kann – der Hike mit dem Expedition Team auf einen Berg fällt dagegen aus Zeitmangel aus.

Harstad
Trondenes Kirche von der Trollfjord aus

Der Hafen von Harstad ist weiterhin Baustelle, und wir legen nur relativ kurz an. Immerhin drei Busse nehmen an dem Ausflug teil, bei etwas über 300 Passagieren an Bord also gut ein Drittel. Einer davon ist Günter, sodass ich ein paar Bilder der Busfahrt zeigen kann. Von der Trondenes-Kirche gab es einen hübschen Blick auf unser Schiff, für mich neu in dem Museum ist ein Freilichtmuseum mit einem rekonstruierten Bauernhof. Von da führt die Bustour unter anderem mit einer Fähre bis nach Sortland, wo wir die Teilnehmer wieder an Bord nehmen.

Ich verbrachte die Fahrt wie üblich an Bord – eine zweigeteilte Fahrt: Während der ersten Hälfte schönes Wetter, dann zunehmend Wolken und Regen. Aber ideal, um den Tag entspannt zu genießen. Highlights gibt es natürlich auch auf dem Schiff: Da ist zuerst die Fahrt durch die Risøyrinne, dann Risøyhamn mit Ladetätigkeit und einem Blick auf den Königsstein, der an die Einweihung der Risøyrinne erinnert, und zuletzt, kurz vor Sortland, werden alle aufgerufen, nach vorne auf Deck 6 zu kommen, um den Bussen zuzuwinken, denen wir an der Brücke bei Sortland begegnen. Immer wieder ein netter Spaß, und ich behalte die Flagge noch ein wenig, um beim Anlegen am Kai weiter zu winken.

Von Sortland ging es bei zunehmend schlechterem Wetter gemütlich weiter nach Stokmarknes, wo das neue Hurtigrutenmuseum wartet. Wir hatten allerdings wieder genug Verspätung eingefahren, dass es nur für einen Rundgang um die neue Halle langt, in der die alte Finnmarken nun vor den Elementen geschützt ist – und bei Tag auch vor interessierten Blicken; nur bei Nacht ist sie durch die Glasfassade gut zu sehen.

Das Hurtigrutenmuseum

Ein Besuch lohnt sich in der knappen halben Stunde, die wir diesmal Aufenthalt haben, leider nicht – allerdings ist der neue Eintrittspreis von 220 NOK auch zu viel für den kurzen Aufenthalt. Er mag noch gerechtfertigt sein, wenn man zwei Stunden Zeit hat, aber so dürfte er die meisten Besucher abschrecken. Sehr schade, auch wenn der Neubau und der Erhalt des Schiffs natürlich viel Geld verschlingt. Es gibt aber auch einen Ausflug mit Busfahrt zum Hurtigrutenmuseum, bei dem man mehr Zeit für Schiff und Museum hat.

Nach Stokmarknes kommt der Raftsund: Bei gutem Wetter ist es faszinierend, bei Mistwetter eher mystisch anzuschauen, wenn die hohen Berge am Schiff vorbei ziehen. Im Raftsund sind auch ein paar Seeadler zu sehen, während Niri auf Deck 9 einen Point of Interest veranstaltet; den Trollfjord lassen wir aber wegen des schlechten Wetters aus. Im Winter könnten wir ohnehin nur bis zu seiner Mündung fahren, so setzen wir unsere Fahrt fort und sind sogar zehn Minuten vor der geplanten Ankunftszeit in Svolvær.

Fischersfrau in Svolvær

Die Einfahrt in Svolvær verpasse ich: Es gibt schon ab 17:30 Buffet – in erster Linie wegen den Ausflüglern, die z.B. die Lofoten bei Nacht und drohendem Regen auf dem Pferderücken erleben wollen, aber das gibt auch mir die Chance, einmal in Ruhe durch Svolvær zu gehen und mein Leergut zu entsorgen.

Hinter der Kirche ist ein großes Einkaufszentrum; der Kiwi hat auch nach 19 Uhr noch offen. Ansonsten gibt es hier wenige Möglichkeiten zum Geld ausgeben: Die meisten Läden schließen am Samstag um 19 Uhr. Ein kurzer Besuch bei den Rørbua-Fischerhäuschen nachempfundenen Ferienwohnungen des Scandic-Hotels, und dann der Gedanke, dem Magic Ice doch noch mal eine Chance zu geben. Die Eisgalerie hat einiges an Kunstwerken aus Eis, und normalerweise sage ich: Wer das Eishotel gesehen hat, kann sich das Magic Ice (ein weiteres gibt es in Tromsø, zumindest letztes Jahr noch) sparen. Und heute, wo ich es einmal probiere, hat es wegen Krankheit an Samstag und Sonntag geschlossen. Tja dann…

Dafür macht Svolvær seinem Name als Hauptstadt des Lichts alle (Un-) Ehre: Ein großer Skybeamer beleuchtet die tiefhängenden Wolken. Lichtverschmutzung gibt es auch in Norwegen. An Deck 9 der Trollfjord sind die Unverzagten auf der Suche nach Wolkenlücken – ein bisschen schimmert das Polarlicht durch, aber die Wolken sind meist stärker.

Die anschließende Überfahrt nach Stamsund ist ereignislos, wir kommen pünktlich an und legen deutlich verspätet ab – vielleicht hat der Reitausflug länger gedauert?

Das Wetter ist mies, es schneit/regnet immer wieder, und zwischendrin blitzt ganz kurz ein bisschen Polarlicht auf – als ob es uns verhöhnen wollte.

Bevor es auf den Westfjord geht, schaue ich noch einmal raus, aber keine Chance auf klaren Himmel. Mist.

Hurtigrute Tag 8: Hammerfest (mehr oder weniger)

Mein Tag beginnt gegen 8 Uhr – allerdings in Honningsvåg und nicht wie geplant in Havøysund. Irgendwie haben wir es geschafft, in der Nacht ordentlich Verspätung einzufahren. Zugegeben: Die Barentssee hatte einiges an Wellen, aber vor allem waren wir deutlich länger als geplant in Båtsfjord und Berlevåg gelegen. Theorie: Der eine Arbeiter, der in Oslo immer eine Ewigkeit braucht, um die Flugzeuge zu entladen, hat auf die Trollfjord gewechselt. Zumindest ist von der üblichen betriebsamen Entladetätigkeit in den Häfen nichts zu merken, schon auf der nordgehenden Route gab es statt des üblichen Gabelstapler-Ballets eher einen langsamen Gabelstapler-Blues.

In Honningsvåg schaffe ich es nicht an Deck, und der Magerøyasund präsentiert sich wieder kontrastarm und bietet eher wenig Fotomotive. Um halb neun lege ich dann einen Spurt an Deck hin: Eine Schiffsbegegnung wird durchgesagt, die Havila Capella – das erste Schiff von Havila Kystruten, das seit Dezember im Dienst ist und sich den Fährbetrieb mit der Hurtigrute teilt. Wenn die Reederei Hurtigruten AS nicht die Namensrechte an der Bezeichnung Hurtigruten für den norwegischen Riksvei Nr. 1 (die „Reichsstraße Nr. 1“) von Bergen nach Kirkenes übernommen hätte, würden sie gemeinsam mit Hurtigruten die Hurtigrute befahren – der Fahrplan ist der selbe, nur der Name ist anders. Schade, dass der Fahrplan vor einigen Jahren so geändert wurde, dass es keine Schiffsbegegnungen mehr in den Häfen gibt. Früher konnte man so einen Blick in das andere Schiff werfen – jetzt müsste ich bei Havila buchen, um mal einen Blick ins Schiff zu werfen…

Mit zwei Stunden Verspätung erreichen wir Havøysund – mittlerweile sehe ich für den Aufenthalt in Hammerfest ziemlich schwarz. Irgendwie muss die Zeit ja reingeholt werden. Nun, so bleibt noch einmal die Zeit, einen letzten Blick auf Norwegens höchsten Norden zu werfen. Mit etwas Geschaukel geht es dann südwärts.

Um 12:45 gibt es endlich den Interessepunkt Melkøya. Die Insel liegt direkt vor Hammerfest und beherbergt eine große Industrieanlage zur Flüssiggasgewinnung. Von hier führen 140 km lange Pipelines zu unterseeischen Bohrplattformen in 300 Meter Tiefe; das dort geförderte Gas wird hier tiefgekühlt und mit Tankern in alle Welt verschifft. Norwegen gewinnt seine Energie aus Wind- und Wasserkraft und verkauft die fossilen Brennstoffe lieber. Niri, der in den letzten Tagen krank war, ist nun wieder fit und moderiert den Point of Interest, zusammen mit dem französischen Reiseleiter (den jeder mittlerweile kennt: Nach den Schiffsdurchsagen kommt eine weitere von ihm auf Französich. Kontakt zu den Französischen Passagieren habe ich aber keinen: Ich kann Deutsch, Englisch und ein paar Brocken Norwegisch anbieten, aber kein Französisch, und die Franzosen nur Französisch).

Für Hammerfst ist nur ein “Short Stay” angekündigt, von 13:05 bis 13:45. Bis wir angelegt haben, vergeht eine weitere Viertelstunde. Damit bleiben vielleicht 20-25 Minuten für einen Landgang – ich verzichte. Sehr schade, denn wir haben einen neuen Anleger an der anderen Seite des Hafens. Damit haben wir leider maximalen Abstand zum Stadtzentrum mit Eisbärenclub, Wiederaufbaumuseum, Kirche und Rathausplatz – es wird immer wieder diskutiert, ob es einen Shuttlebus ins Zentrum gibt und ob er etwas kostet, aber das hat sich für uns bei dieser Liegezeit eh erledigt. Der Grund für den Ortswechsel ist, dass der Anleger umgebaut wird.

Hammerfest Skansen auf Fuglenesodden

Das wäre die Gelegenheit gewesen, einmal die Meridiansäule zu besuchen, die an Struves Landvermessung erinnert und normalerweise außer Reichweite ist. So wäre es ein Ausflug von etwa 40 Minuten Gehzeit zu Meridiansäule, der Fuglenesodden-Landspitze mit dem kleinen Leuchtturm und Resten einer Befestigung aus den napoleonischen Kriegen (der “Schanze” – Hammerfest Skansen) und zurück zum Schiff gewesen. Günter wagt den Spurt und ist in knapp 10 Minuten an der Säule – Touch-and-Go, er ist gerade rechtzeitig zur Abfahrtszeit wieder im Schiff. Ich mache nur ein paar Fotos von Deck 6 und Deck 9 aus.

Die Meridiansäule ist links neben dem kuppelüberdachten Gebäude zu finden, leider führt kein direkter Weg dorthin. Und wie es sich für einen Industriehafen gehört, gibt es hier auch sonst nicht viel zu sehen.

Um 14:30 gibt es auf dem Schiff einen englischen Vortrag, und um 15 Uhr beginne ich meinen über Sternbilder und ihre Mythen – und diesmal stört kein Wellengang. Wir liegen nämlich immer noch im Hafen, der Unmut wächst. Das ist kein Short Stay, sondern wäre die Gelegenheit gewesen, doch noch etwas von Hammerfest zu sehen. Stattdessen liegen wir ohne jegliche Info im Hafen. Erst um 15:45 heißt es “Leinen los”.

Dementsprechend gut besucht ist auch das Gathering mit dem Expedition Team um 17:15, man will wissen, was los ist. Anscheinend war ein Elektriker an Bord, um auf der Brücke eine Reparatur durchzuführen. Das ist ja schön – aber hat wirklich jemand geglaubt, dass das in einer halben Stunde erledigt ist? Etwas mehr offizielle Liegezeit, und alles wäre gut gewesen…

Skjervøy

Die Wettervorhersage für heute besteht aus Wolken und etwas Schnee. Ich schaue sporadisch raus, kann das aber nur bestätign: Keine Chance auf Sicht auf Polarlicht. Immerhin haben wir mittlerweile so viel Verspätung, dass wir Øksfjord zum Abendessen erreichen. Damit sieht man zwar nichts von dem Örtchen, das von eindrucksvollen Bergen umrahmt ist, aber es schaukelt nicht beim Abendessen. Kurz vor 19 Uhr verlassen wir Øksford, sodass es erst zum Dessert auf die unruhige Loppa geht.

Skjervøy erreichen wir um 22 Uhr statt um 19:30, und damit ist der Tag dann auch gelaufen. Noch vier Stunden aufbleiben, bis wir Tromsø erreichen, bringt es nicht – und für einen Kneipenbummel wird die Zeit eh nicht reichen.

Die Kong Harald

Also noch kurz die Hafenabfahrt mitnehmen und der Kong Harald zuwinken, die darauf wartet, dass wir den Kai freimachen, und dann Feierabend. Unsere Ankunft für Harstad morgen früh wird auf 9 Uhr geschätzt, der Vesterålen-Busausflug wird wohl etwas kürzer werden als geplant.

Hurtigrute Tag 7: Kirkenes & Nordlicht!

Der sonnige Hafen von Kirkenes

Das war’s: Kirkenes. Halbzeit. Ab heute werden wir zur südgehenden Hurtigrute und haben immer noch kein Polarlicht gesehen, bis auf den Hauch bei Skjervøy, und der zählt nicht. Genauer gesagt: Für die Polarlichtgarantie von Hurtigruten zählen die Einträge im Captains Log, nicht die in Alex’ Blog.

Aber fairerweise: Als Urlaubsreise war das bislang gar nicht so schlecht: Keine schwere See, keine ausgelassenen Häfen (anders als die Nordnorge hinter uns), keine Katastrophen, kein verlorenes Gepäck, und durchaus schöne Tage für Ausflüge. Aber wir sind ja nicht zum Vergnügen hier, sondern um Nordlicht zu sehen. Heute gibt es aber erst einmal Kirkenes zu sehen. Am Schneehotel mit der Huskyfarm und den Rentieren war ich letztes Mal, und die russische Grenze hat prinzipiell auch ihren Reiz, aber stattdessen geht es wieder einmal nach Kirkenes. Das tief verschneite Städtchen ist wie gewohnt sehr ruhig, und die Uhr der Kirche scheint noch kaputter zu sein als normal – waren die Zeiger schon immer so kurz?

Neu ist ein großes Fragezeichen mitten im Ort – das Fremdenverkehrsbüro ruft zur Suche verschollenen Baby-Fragezeichen auf, entweder per App oder per Zettel, der an der Touri-Info erhältlich ist. Mein Verdacht: Die stecken im Schnee… Das Russendenkmal und das für die Kriegsmütter fallen mehr auf.

Besonders viele Sehenswürdigkeiten hat der Ort sonst nicht zu bieten, daher lande ich bald recht im Amfi Einkaufzentrum. Beim Einkaufen zeigt sich: Das Tax Free System wird auf App umgestellt, jetzt muss man seine Kredikartendaten – samt Sicherheitscode – in einer App eingeben. Mal was neues… aber nur mäßig vertrauenserweckend.

Auf dem Rückweg steht noch Proviant einkaufen auf dem Plan: das Rema am Anleger existiert nicht mehr; ein Stück weiter weg gibt es einen Europris (der von allem etwas hat) und ein Spareland, in dem ich nicht war. Zu beiden ist es ein etwas weiterer Weg, aber sie sind nicht zu weit abseits. Die Schokoladenpreise sind aber nicht besonders günstig.

Langsam wird es zur Gewohnheit, dass wir tagsüber schönes Wetter haben und abends Wolken: Der Vormittag war für die Ausflüge wie die Hundeschlittentour optimal, aber als wir über den Varangerfjord nach Norden fahren, nehmen die Wolken immer mehr zu.

In Vardø ist der Himmel dann 50/50 mit strahlendem blau und drohendem Grau. Wir kommen sogar fast pünktlich an, aber bis die Gangway offen ist, vergeht wieder einmal eine Viertelstunde. (Ja, ich weiß – wäre man jetzt auf der alten Lofoten, wo einfach nur die Gangway an die Reling gelehnt wurde… aber wir sind ja in der Zukunft.) Also langt es doch nur für die Festung Vardøhus und nicht für das Hexendenkmal. Eine neue Baustelle sorgt für eine zusätzliche Verzögerung, sodass es bei einem Blick auf das Steilneset bleibt, und einem kurzen Gang durch die Festung.

Nach dem Ablegen habe ich um 17:15 meinen nächsten Vortrag, über den Mond. Krater, Schluchten, Wälle sind das Thema, und passend dazu ist die Barentssee sehr unruhig. Ich hatte hier schon ruhigere Fahrten, auch bei mehr als den aktuellen zwei Metern Wellenhöhe. Aber fast alle halten bis zur Polarlichtprognose durch. Polarlicht: Mau. Wolken: Nur eines von drei Wettermodellen ist halbwegs optmistisch und prophezeit Wolkenlücken. Ich bin skeptisch, aber bereit, und lasse das Abendessen ausfallen. Andere genießen mit Günter ein Königskrabben-Essen um 19 Uhr.

Alle halbe Stunde schaue ich raus: Sternklarer Himmel ohne Grün, dann Wolken, dann sternklarer Himmel, dann Graupelschauer, bei dem ich die Augen nicht aufkriege. Als wir Båtsfjord erreichen, gönne ich mir einen Burger im Bordbistro. Auf der Nordkapp gab es im Bistro Rabatt, wenn man Vollpension hat, hier nicht.

Es kommt, wie es kommen muss: Kurz vor dem letzten Bissen, mitten in Båtsfjord, kommt die Durchsage: Nordlicht! Erspäht hat es jemand aus meiner Gruppe – da habe ich wohl alles richtig gemacht:-) Also rasch auf Deck 9, meine Nikon an die Reling klemmen, so gut das geht. Die Trollfjord hat eine dickere Reling als die älteren Schiffe, da gibt es nicht so viele Optionen. Was aber immer funktioniert: Keine 10 Sekunden später steht ein Engländer vor dem Objektiv, das über das Deck gerichtet ist. Auf meine Bitte, zur Seite zu gehen, erklärt er mir, dass das Polarlicht auf Deck 6 viel schöner zu sehen ist, weil es da dunkler ist. Und was machst du dann vor meiner Kamera???

Zeitraffer

Da ich mit der Kamera beschäftigt bin, verpasse ich etwas Show, aber das ist okay: Über uns leuchtet ein schön strukturierter Bogen, in dem es auch Bewegung gibt. Dann kommen Wolken, und immer wieder größere Wolkenlücken. Båtsfjord verlassen wir mit deutlicher Verspätung und nehmen noch einen Schneesturm mit, der in Minutenschnelle den klaren Himmel ersetzt. Das Spiel zieht sich dann den ganzen Abend, mindestens bis Berlevåg: Schneegestöber und Wolkenlücken mit Polarlicht, das teils so hell ist, dass ich es sogar mit dem Handy filmen kann. Eigentlich eine Unverschämtheit, was so ein Smartphone heute leistet.

Zeitraffer

Von dem Wellengang auf der Barentssee und dem glatten Deck ist das eigentlich fast ein perfekter Abend: Das Polarlicht ist lange genug sichtbar, dass jeder eine Chance hat, es zu erspähen; es ist nicht nur ein langweiliger Bogen, den ich dann als etwas tolles verkaufen muss, sondern hell und zeigt deutliche Aktivität, mit etwas Tanz und Rot – was will man mehr? Na klar – man will mehr! Aber immerhin kann jetzt jeder sagen, dass er Polarlicht gesehen hat.

Zeitraffer

Dabei geht die Schiffsbegegnung mit der nordgehenden Nordnorge fast unter – ich sehe sie nur an uns vorbeiziehen, als ich eine Polarlichtpause nutze, um bei dem Seegang einmal nicht mittschiffs am Pool zu stehen. Gegen halb elf mache ich das letzte Bild, wenig später kommen auch die ersten Crew-Mitglieder, die den Pool, zur abendlichen Entspannung nutzen – es sei ihnen gegönnt! Ich füttere lieber den Rechner mit Bildern, damit es wieder ein hübsches Filmchen gibt.

Da wir immer wieder starken Schneefall haben, gibt es diesmal einige kleine Zeitrafferfilmchen. Viel Spaß damit!

Zeitraffer

Hurtigrute Tag 6: Nordkap

Mittlerweile sind wir ganz im Norden: Havøysund ist unser erster Hafen bei Tageslicht, oder Hawaiisund, wie das Fischerörtchen auch liebevoll genannt wird. Hier sollen wir der südwartsgehenden Hurtigrute Polarlys begegnen, mit der Gruppe von Margit und Tim. Da muss natürlich eine Winkekonkurransje gemacht werden, und ich hatte am Vorabend schon alle gebeten, um 8:20 an Deck zu sein.

Wer fehlte, war die Polarlys. Laut Marinetraffic hängt sie noch in Kirkenes rum, aber Marinetraffic hat (genau wie Flightradar) in letzter Zeit öfter mal Probleme. Aber wozu gibt es hierzulande fast überall Handy-Empfang? Die Polarlys ist unterwegs, hat Honningsvåg aber mit einer Dreiviertelstunde Verspätung verlassen. Ein Fehler, denn nun laufen wir zuerst Havøysund an, während die Polarlys erst hinter uns am Horizont auftaucht. Und sich auf eine längere Wartezeit gefasst machen darf. Zuerst einmal legen wir gewohnt behutsam an (mit Beschwerde vom Hafenarbeiter, dass das Schiff zurückfahren und am statt vor dem Kai halten soll), und dann haben wir viel Fracht, deren Verladung sich zieht. Derweil dreht die Polarlys ihre Runden.

Die Trollfjord

Mit einer Dreiviertelstunde Verspätung verlassen wir endlich Havøysund, winken einander zu und nehmen Kurs auf den Magerøyasund. Danach tauschen wir untereinander noch Bilder aus – wann hat man sonst die Gelegenheit, Bilder des eigenen fahrenden Schiffs zu kriegen?

Der Magerøyasund, der die Insel Magerøya mit Honningsvåg und dem Nordkapp vom Festland trennt, gibt sich diesmal betont kontrastarm, um nicht zu sagen monochrom.

Auch Honningsvåg, das wir mit Verspätung erreichen, versteckt sich in Schnee und Dunst. Wo die Berge in die Wolken übergehen, lässt sich kaum erahnen. Auch unser Schwesterschiff, die ehemalige Midnatsol (jetzt: Maud), ist im Hafen aus der Ferne kaum zu erkennen.

Midnatsol Maud in Honningsvåg

Wenn ich hier im Ort bleibe, mache ich meist einen Spaziergang hoch zum Friedhof über dem Ort; bei diesem Wetter lockt er aber nicht mit Aussicht auf Honningsvåg. Der Spaziergang in die andere Richtung, zur Shell-Tankstelle auf dem 71. Breitengrad, ist auch nur mäßig prickelnd. Dafür steht heute das Nordkap auf dem Plan. Bislang hatte es immer geklappt – ist heute das erste Mal, dass ich das Nordkap wegen Schnee oder Nebel nicht sehe?

Unterwegs zum Nordkap

Unsere Abfahrt verzögert sich etwas. Eigentlich hätten wir einen rein deutschsprachigen Bus, aber in Honningsvåg steigen die Corona-Zahlen, daher gibt es weniger Busfahrer, und die Midnatsol (an deren neuen Namen Maud ich mich noch gewöhnen muss) hat weitere Busse in Beschlag genommen. Also gibt es etwas Chaos, bis einige englischsprechenden Passagiere zusteigen und wir endlich abfahren können. Es gilt die starke Empfehlung, MAske zu tragen, auch wenn Norwegen alle Maßnahmen aufgehoben hat.

Die Fahrt auf das über 300 Meter hohe Nordkap-Plateau führt durch eine tief verschneite Landschaft, von der nicht so viel zu sehen ist. Aber die Straßen sind gut, und wir müssen nicht einmal im Konvoi dem Schneepflug hinterher fahren. Am Nordkap ist es dann für diese Jahreszeit voll: Vier Busse von der Trollfjord, noch mehr von der Midnatsol, und einige Privatfahrzeuge. Der Tourismus läuft eindeutig wieder an.

Als wir ankommen, ist die Sicht bestenfalls mäßig – also erst einmal in die Nordkaphalle und zum dritten Untergeschoss. Dort könnte man einen kurzen Film von einer Viertelstunde im Kino anschauen, oder man biegt in den Gang ab, in dem einige Dioramen die Geschichte des Nordkaps darstellen. Außerdem gibt es hier eine kleine Kapelle und einen Ausstellungsraum, der an den Besuch des thailiändischen Königs erinnert, und am Ende erwartet einen die Höhle des Lichts, in der ebenfalls ein (mit 6 Minuten deutlich kürzerer) Film läuft, der ebenfalls das Nordkap im Lauf der Jahreszeiten zeigt. Dafür langt die Zeit. Wenn man auf den Kinofilm verzichtet, ist unser verkürzter Aufenthalt zwar nicht üppig, aber lang genug. Wieder oben zeigt der Blick aus dem Fenster eine sehr schöne Lichtstimmung, und am Globus ist auch nicht viel los: Perfekt. Also nichts wie raus, erst einmal links abbiegen, um den Felsen mit dem Nordkap-Globus zu fotografieren, ebenso wie die benachbarte Landzunge Knivskjellodden, die sogar noch weiter nach Norden reicht.

Zehn Minuten später, auf dem Rückweg, wird die Sicht schon wieder schlechter, aber für die Erinnerungsbilder am Globus langt es. Alles richtig gemacht:-)

Kinder der Welt

Eineinhalb Stunden Aufenthalt haben wir insgesamt am Nordkapp, damit bleibt noch etwas Zeit für den Souvenirshop und die “Kinder der Welt” – die runden Steine, die ein Stück abseits vom Parkplatz stehen. Aber statt den Wag durch den Schnee dorthin zu suchen, begnüge ich mich mit einem Foto.

Und dann endet der Aufenthalt auch schon, es geht zurück in den Bus. Pünktlich zur Abfahrt um 14:30 sind wir wieder in Honningsvåg, zum Glück wartet das Schiff noch ein paar Minuten auf uns. Bei Hurtigrutenausflügen ist das aber nie ein Problem. Übrigens: Die ersten Nordkap-Taxis standen bei der Ankunft auch schon am Hafen und boten günstigere Fahrten zum Nordkap an. Auf die wartet das Schiff zwar nicht, aber die Fahrer wissen, was sie tun.

Anschließend gibt es Waffeln und heiße Schokolade zu kaufen, um die Zeit bis zum Nordkapbuffet und die Überfahrt nach Kjøllefjord zu überbrücken. Wer will, kann sich einen Vortrag über die Sami anhören. Derweil gibt es schlechte Nachrichten: Der Schneemobil-Ausflug von Kjøllefjord nach Mehamn wurde abgesagt, da unklar war, ob wir in Mehamn anlegen kommen. Dabei ist die Barentssee gar nicht einmal so unruhig…

Kjøllefjord erreichen wir ohne Probleme; die Felsformation der Finnkirche wird diesmal nicht angekündigt. Zwischen dem Sami-Vortrag und dem Treffen mit dem Expeditionsteam wäre das wohl zu viel. Kjøllefjord liegt tief verschneit in der Abenddämmerung und wirkt wie ein Weihnachtsdorf. Es ist die richtige Jahreszeit für den Ort.

Der Rest des Abends ist ereignislos: Es gibt Nordkapbuffet (wunderbar für Liebhaber von Meeresfrüchten, ich halte mich wie immer an das Rentier – ich war hier auch schon nur beim Käsebrot gelandet), und wir legen ohne Probleme in Mehamn an. Danach noch ein paar Mal raus schauen: Anders als vorhergesagt regnet es immerhin nicht, aber es ist auch kein Stern in der Wolkendecke zu erkennen. Bei Berlevåg begegnen wir diesmal keinem Schiff (da Havila Kystruten eigentlich vier Abfahrten bedient, aber aktuell nur ein Schiff hat, gibt es Lücken im Fahrplan), das Meer ist ziemlich ruhig, und wir steuern den Hafen zwar an, drehen aber vorher ab. Es gibt wohl keine Fracht.

Und damit ist der Tag auch am Ende, ich kann bedenkenlos ins Bett. Wieder keine Nachtschicht, Mist.

Hurtigrute Tag 5: Tromsø

Der Tag beginnt recht früh: Um 10 Uhr habe ich meinen ersten Vortrag. Damit findet er statt, noch bevor wir Finnsnes erreichen. Wie Günter ihn so schön ankündigt: Es geht um das, was wir gerade nicht sehen können – die Sonne. Rechtzeitig vor dem Halt in Finnsnes bin ich fertig; bei der halben Stunde Aufenthalt lohnt es sich auch kaum, von Bord zu gehen. Das einzige erreichbare Ziel wäre das Denkmal für den Wikinger-Reisenden Othar, das auch vom Heck des Schiffs am Hafenbecken zu sehen ist. Heute begnüge ich mich mit dem Rundblick vom Schiff: Die Brücke nach Senja, das Haus mit der Schoko-Werbung und das Hafenbecken.

Die Nordlicht-Lieferung?

Hoffnung macht immerhin ein LKW, der am Hafen entlang fährt – bringt der die ersehnte Nordlicht-Lieferung? Langsam wird es Zeit. Allerdings hält er nicht am Schiff.

Mist.

Die Fahrt von Finnsnes nach Tromsø ist ruhig, und das Wetter ist prinzipiell gut, aber bewölkt. Ich hatte hier auch schon dichten Nebel. Die schneebedeckten Berge bieten daher eine immer wieder schöne Kulisse, und kurz vor Tromsø ruft das Expeditionsteam zum nächsten Point of Interest: Dem Rystraumen bei der Insel Ryøya. Wir merken davon nur wenig, das Wasser ist lediglich etwas aufgewühlter. Ein Projekt, hier Turbinen zur Stromgewinnung zu installieren, ist mittlerweile Geschichte, auch wenn es die Häuser in der Umgebung mit Strom versorgen konnte.

Ebenso Geschichte ist der Versuch der Uni Tromsø, 1981 auf der Insel wieder Moschusochsen anzusiedeln – das letzte Tier starb 2018.

Kurz darauf laufen wir in Tromsø ein, wo das Schwesterschiff der Trollfjord, die Midnatsol, bereits angelegt hat. Immerhin: Das neue Prostneset-Gebäude passt wenigstens zur Trollfjord. Bei den anderen Schiffen liegt die Gangway links von dem Treppenturm, sodass man einen kleinen Irrweg vor sich hat, um endlich zur Rolltreppe und in die Stadt zu gelangen. Von der Gangway der Trollfjord kommen wir direkt zur Rolltreppe.

In Tromsø steht Shopping an – es wäre zwar nett gewesen, mal wieder auf den Storsteinen zu fahren, aber das Wetter ist nicht optimal, und später erfahre ich, dass aktuell auch nur Gruppen hochgedurft hätten – warum auch immer. So sammel ich Kassenzettel für die Tax Free Mehrwertsteuerrückerstattung. Eine gute Regenjacke für die britischen Inseln ist fällig…

Danach geht es einmal durch die Stadt: Über den Hafen rauf auf den Aussichtspunkt bei der Marineschule, und dann zurück ins Stadtzentrum. Beim Abstieg kommt uns wohl eine Ausflugsgruppe der Midnatsol entgegen: Alle uniform in rot gekleidet. Da lobe ich mir doch unsere Gruppenreise, bei der wir nur Angebote machen, aber jeder ganz individuell unterwegs sein kann, wenn er will.

Tromsø selbst erholt sich langsam wieder von der Pandemie, es gibt weniger Leerstände als noch vor einem halben Jahr. In den Souvenirshops und Buchhandlungen werde ich trotzdem fast nicht fündig. Nur ein Elch muss mit, man hat ja noch nicht genug…

Ansonsten präsenstiert sich Tromsø bei Tauwetter nicht von seiner besten Seite.

Unsere Abendessensitzung um 18:30 ist theoretisch kurz nach der Abfahrt aus Tromsø, aber wir haben Verspätung. Anscheinend ist die Hundeschlittentour zu spät. Aber wir haben ja vorhin auch eine Viertelstunde beim Anlegen vertrödelt…

Die Überfahrt nach Skjervøy ist frustrierend: Es gibt tatsächlich ein paar Wolkenlücken, aber es nichts zu sehen außer etwas grauem Dunst, der auf der Kamera einen Hauch von Grün zeigt. Das könnte mal Polarlicht geben, wenn es sich etwas Mühe gibt. Nicht mal der alte Trick funktioniert, dass ich aufgebe und ins Schiff gehe, um dann von den Draußengebliebenen zu hören, dass ich die Show verpasst hätte. Ich wäre ja sogar zu Opfern bereit. Als wir Skjervøy erreichen, kommentiert das einer der Leute am Bug treffend: “Ein Gutes hat der Wind: Wir gehen jetzt rein.”

Über Skjervøy ist eine größere Wolkenlücke, und tatsächlich werden die grauen Wolken kurz heller – für etwa eine Minute gibt es tatsächlich einen kleinen hellen Streifen, den die Kamera deutlich grün sieht. Aber der Spuk ist fast sofort wieder vorbei. Zum Glück bin ich nicht gleich zur Rezeption gerannt, um Bescheid zu sagen. Es war nur ein kurzer Teaser, danach kann nur noch die Kamera Grün nachweisen, das bald hinter den Wolken verschwindet, während wir die offene Seestrecke der Loppa ansteuern.

Eigentlich mag ich meinen Job ja. Aber das ist frustrierend. Immerhin ist für Morgen Polarlys angesagt: Da treffen wir die südgehende Hurtigrute MS Polarlys, die in dieser Nacht in der Barentssee ihr erstes Erfolgserlebnis haben wird. Und ich? Mache Feierabend, als wir auf die Loppa einbiegen und die Wolkendecke sich schließt. Falls der Captain doch was sieht: Die Infotaste am Telefon ist an.