Mal wieder eine hübsche Sonne, fotografiert (natürlich) auf der Heilbronner Sternwarte. Der große Sonnenfleck hatte diese Woche ja schon für Aufsehen gesorgt.
Apps unter iOS manuell übertragen
Ich leg das mal hier ab, damit ich es bei Bedarf wiederfinde…
Alle reden über das Wetter, ich auch: Die App von Wetter.com war mal sehr gut, bevor sie von den Programmierern ein Update erhalten hatte. Dummerweise war das kein Update, sondern eine völlig neue App, die mit der Version eigentlich nichts mehr zu tun hatte, die ich mal gekauft hatte. Die neue Version ist extrem unübersichtlich und bietet nur noch eine Vier-Tage-Übersicht – dafür mehr Videos (Klasse im Land der Volumen-Tarife) und fette Facebook-Buttons (die immerhin jetzt verschwunden sind – aber mit dem Design, für das ich gezahlt hatte, hat sie trotzdem nichts mehr zu tun. Und warum sollte ich auf Facebook posten, wie das Wetter laut Prognose gerade ist? Wenn ich das will, stelle ich ein Foto ins Netz). Das hat Wetter.com nicht nur jede Menge schlechte Bewertungen gebracht, sondern auch mich dazu, mich etwas näher mit iOS zu beschäftigen – um die alte Version wieder auf das Handy zu kriegen.
Die gute Nachricht: Es geht, auch wenn ich immer wieder vergesse, wie:-)
Wichtig ist, dass man die Original-Version noch hat. Die Apps sind wohl an den iTunes-Account gebunden, aber das ist in diesem Fall kein Problem – bevor sie von Wetter.com verhunzt wurde, habe ich ja für die App bezahlt, die ich nutzen will. Nach der Synchronisierung mit dem iPhone ist die alte Version der App im Mülleimer vom Mac zu finden. Also: Auf keinen Fall den Mülleimer leeren! Wenn die Datei noch vorhanden ist, geht alles ganz einfach. Im Fall von Wetter.com heißt die Datei Weather XXL 1.5.1.ipa. Also: Diese Datei irgendwo sichern, und sei es auf dem Schreibtisch vom Mac.
Für das Downgrade am besten zuerst einmal die App vom iPhone löschen (Icon lange gedrückt halten, bis das x am Icon erscheint. Darauf tippen, und man ist die neue Version los.) Jetzt vielleicht kurz mit iTunes synchronisieren, damit auch iTunes weiß, dass sie weg ist.
Und jetzt der Trick, den ich immer vergesse: Die Apps sind in der Mediathek von iTunes versteckt. Also erst einmal in den Reiter Apps der Mediathek gehen und auch hier die ungewünschte neue Version der App löschen. Dann muss nur noch die alte Version der App in diesen Ordner kopiert werden und von dort auf das iPhone gezogen werden. Direkt vom Schreibtisch auf das iPhone ziehen geht nicht.
Schön: Jailbreak oder ähnliche Krücken sind dafür nicht nötig.
Blöd: Der AppStore jammert immer rum, dass es nun eine neue Version gibt. Also unbedingt die automatischen Updates von iOS abschalten und den AppStore vom HomeScreen auf einen Screen weiter hinten verschieben, damit das Update-Symbol nicht so nervt. Vielleicht lässt Apple es ja irgendwann zu, einzelne Apps vom Update auszuschließen.
Gutes Neues Jahr
Auch gut reingefeiert?
Und rein geht’s in ein arbeitsreiches Jahr: Ein bis zwei Buchprojekte (eigentlich drei, aber ob das klappt…), einmal Polarlichtjagen mit Hurtigruten (mit der MS Nordkapp, wie es jetzt aussieht: GRP101, vom 21.02.- 04.03.2014), 100 Jahre Sternwarte, der übliche Verwaltungskram und mal sehen, was noch alles überraschend dazu kommt.
In diesem Sinne: Viel Spaß, und auf ein gutes 2014!
Lichtsäule
Sonne – 30.12.2013, 14:15
Jetzt ist es zum Jahresende doch glatt nochmal schön geworden: Hier die Sonne vom 30.12.2013 um 14:15, mit Nikon D7100, Glasfilter und dem 6″-Coudé-Refraktor der Heilbronner Sternwarte.
Davon will ich nächstes Jahr mehr sehen als in den letzten beiden Jahren!
Ach ja, und falls wir uns nicht mehr sehen: Guten Rutsch!
Schöne Feiertage
Zum Jahresausklang gibt’s wie immer das Weihnachtschaos, bevor Silvester vorbereitet wird. Und ich habe noch einen Haufen Projekte vor mir, die ich schon im Sommer abschließen wollte, zum Glück nur wenige mit fester Deadline. Ein neues Buch wird es im nächsten Jahr auf alle Fälle von mir geben. Versprochen. Ich weiß nur noch nicht, welches…
Bis dahin mal für alle angenehme Feiertage mit einem der schöneren und ungewöhnlicheren Weihnachtslieder, nicht nur für alle, die keine Lust auf Kommerz haben:
Celestron Ultima 80 Spektiv und Baader Classic Orthos
Das kleine Ultima-80-Spektiv gehört zu den optischen Spielzeugen in meiner Sammlung, die ihr Geld absolut wert waren: Der Achromat zeigt weniger Farbe, als ich gedacht hatte, und das Spektiv ist robust und günstig genug, um es ohne Bedenken auf Reisen mitnehmen zu können. Das mitgelieferte Zoomokular ist nicht der Brüller, aber durchaus brauchbar.
Nun haben eigentlich alle (Refraktor-) Spektive das selbe Problem: Ein Okular muss ziemlich tief im Gehäuse versenkt werden, um ein scharfes Bild liefern zu können. Normale astronomische Okulare passen eigentlich nie – sogar an den wenigen Refraktorspektiven mit 1,25″-Okularanschluss passt nicht jedes Okular, und vor allem die kurzen Brennweiten machen gerne Schwierigkeiten. Mit dem Hyperion Zoom 8-24mm von Baader Planetarium steht immerhin ein Zoom-Okular zur Verfügung, das ein deutlich größeres Bildfeld liefert, auch wenn der Vergrößerungsbereich gleich bleibt: 20-60x, was für den normalen Gebrauch bei terrestrischer Beobachtung aber auch vollkommen ausreicht. Aber das klappt auch nur, weil die normale Steckhülse abgeschraubt werden kann. Trotzdem ist es schade, dass so wenige Okulare passen, vom Teleskop her ist man doch mehr Auswahl gewohnt.
Tja, und dann hatte ich die Erkenntnis, dass Celestron ja ein M35-Gewinde verbaut hat, genau wie an den ETX- und NexStar-4SE-Teleskopen. Ob ein NX4/ETX-auf-T2-Adapter passen würde? Die Antwort ist: Jein. Der Adapter passt, und eine 1,25″-Okularklemme lässt sich auch anschrauben, nur ein scharfes Bild lässt sich damit nicht erreichen – das ganze baut viel zu hoch.
Aber wie es der Zufall will, habe ich gerade den Classic-Ortho-Satz von Baader zum Testen bei mir. Und wenn da ein Gewinde ist, wird es natürlich aufgeschraubt… (Kids, don’t try this at home – zumindest nicht mit allen Okularen. Im Netz gibt es einige Berichte, wo bei Weitwinkelokularen dem putzwütigen Besitzer die Einzelteile entgegengekullert sind und verzweifelt nach einer Anleitung gesucht wird, wie man den Linsensalat wieder richtig zusammenbaut. Aber wenn die Steckhülse nur eine mechanische Adaption ist wie bei den Orthos, ist das kein Problem.) Die Steckhülsen der Orthos lassen sich abschrauben, und ein Außengewinde kommt zum Vorschein (leider geht das nicht beim 32mm-Plössl: hier ist die Feldblende in die Steckhülse integriert, und um das maximale Bildfeld zu nutzen, gibt es hier ein Innengewinde). Und wie es ein weiterer Zufall will, hatte ich den ETX-Adapter von Baader ausprobiert, und nicht den von Celestron. Das Baader-Teil hat nämlich auch ein Filtergewinde, und siehe da: Der Okularkörper lässt sich direkt in den ETX-Erweiterungsring #295 8500A einschrauben. Und so sieht das aus:

Links: Das 10mm Classic Ortho, unmodifiziert.
Mitte: Das 6mm Classic Ortho und die abgeschraubte 1,25″-Steckhülse.
Rechts: Das 18mm Classic Ortho in dem M35-Adapter; davor die Steckhülse.
Die Frage ist nun natürlich: Funktioniert es?
Die Antwort lautet: Ja. Die Kombination sieht nicht nur vielversprechend aus, sondern ist auch kompakt genug. Ein rund drei Kilometer weit entfernter Kirchturm lässt sich ebenso problemlos scharf stellen wie der Mond, der im 6mm-Okular bildfüllend ist, und das Fokussierrad hat auch noch etwas Spiel.
Das Bild ist so scharf, wie es am Achromat möglich ist; und dass die Okulare etwas taugen wusste ich ja bereits. Der Einblick ist deutlich besser als beim Original-Zoomokular, nur beim 6mm Ortho macht sich der kurze Augenabstand bemerkbar: Was am Teleskop problemlos geht, funktioniert am Spektiv immerhin noch ordentlich – der M35-Adapter umschließt das Okular doch sehr gut, sodass man nicht ganz so gut an das Okular rankommt. Der Schritt von den 60x des Zoom-Okulars auf 80x mit dem 6mm-Okular ist zwar nicht riesig, aber bringt doch noch etwas. Bei 1mm Austrittspupille wird die Auflösung der Optik ja bereits fast ideal ausgenutzt.

Das Ultima 80 mit den 18, 10 und 6mm Classic Orthos. Um das 6mm Okular wirklich bequem nutzen zu können, sollte der M35-Adapter etwas flacher sein, aber es funktioniert!
Die Okularkörper lassen sich auch ziemlich gut in den Adapter einschrauben. Der Vergrößerungswechsel ist natürlich nicht ganz so bequem wie mit einem Zoom-Okular, aber dafür kosten alle drei Okulare samt Adapter weniger als ein neues Hyperion Zoom.
Das Bildfeld ist natürlich kleiner als im Hyperion Zoom (immerhin haben die Classic Orthos nur 52° Gesichtsfeld, im Gegensatz zu den bis zu 68° des Hyperion Zoom), aber schön scharf und wird durch das Prisma auch vollständig ausgeleuchtet – beim Hyperion gibt es bei niedriger Vergrößerung schon eine leichte Vignettierung, die aber nicht wirklich stört.
Bei der aktuellen Wetterlage ist es leider knifflig, einen Vergleich zwischen den Okularen zu ziehen – entweder hat es Nebel oder Wolken. Für einen Bildfeldvergleich langt es aber: Orthos und das Celestron-Zoom haben gefühlt etwa das selbe Eigengesichtsfeld, wobei das 18mm Ortho (27fache Vergrößerung) sogar mehr von der Landschaft zeigt als das Celestron-Zoom bei 20x. Das 10mm-Ortho zeigt etwa den selben Bildausschnitt wie das Zoom bei ebenfalls ca. 37x. Bei den 80x des 6mm-Okulars schrumpft das Bildfeld natürlich deutlich unter das des Zooms – bei dem aber auch schon bei 60x Schluss ist; 80x ist mit dem Zoomokular nicht erreichbar. Das Bild ist bei 80x so klar und hell, wie es das Wetter zulässt; Randunschärfe oder Farbsäume fallen mir bei der Naturbeobachtung nicht störend auf. Am Stern konnte ich es noch nicht testen, aber der bildfüllende Mond am Taghimmel ist schon mal chic. Damit ist das Bildfeld mit dem 6mm-Okular auch bestimmt: Etwa ein halbes Grad.
Das Einblickverhalten ist deutlich besser als am Celestron-Zoom (ruhigerer Einblick und kein Kidney-Beaning), dafür ist der Augenabstand niedriger. Wer das 6mm regelmäßig benutzen will, sollte am ETX-Adapter das überstehende (und für diese Anwendung überflüssige) Gewinde abdrehen lassen. So kommt man näher an das Okular heran und kann bequemer beobachten.
Wer mehr aus seinem Spektiv herausholen will und keinen 1,25″-Okularanschluss zur Verfügung hat, hat mit dieser Kombination gute Chancen – das Gewinde gibt es auch an einigen anderen Spektiven.
Kwimbi hat geliefert
Eigentlich will ich dieses Blog ja nicht benutzen, nur um stolz meine neuesten Erwerbungen zu präsentieren – aber es gibt Ausnahmen.
Kürzlich kam zum Beispiel ein Päckchen von Kwimbi an. Wer http://www.kwimbi.de/ noch nicht kennt: Das ist ein Webcomic-Shop, bei dem die ganzen Größen der deutschen Webcomics vetreten sind. Zumindest die, für die jeden Morgen einiges meiner Zeit drauf geht. Mit anderen Worten: Wer meinen Geschmack teilt, findet da viel lesenswertes.
Ganz wichtig natürlich die Info: Versand und Abwicklung liefen einwandfrei, der Laden ist also seriös. Klare Empfehlung, ihn zu nutzen. So sehr ich auch auf Amazon setze: Ruhig auch die kleineren Läden unterstützen. Dann gibt’s auch signierte Exemplare:-)
Und was gab’s feines in dem Päckchen? Da wäre zu allererst My Little Zombie – eine wunderschöne A5-Zeichnung von Sarah Burrini von Das Leben ist kein Ponyhof. Ich find’s cool, und das ergänzt meine Sammlung der signierten Bücher natürlich bestens. Nicht dass ich jetzt der große Zombie-Fan wäre, mir sind Drachen lieber als die Zombie-Apocalypse – aber Buttie hat was.
Dann wär da Schisslaweng 1.02 – die Hardcover-Sammlung von Marvin Cliffords Online-Comic Schisslaweng. Genau wie der Ponyhof ist auch Schisslaweng komplett online lesbar, und das Hardcover war’s mir wert. Auch wenn es vielleicht ein wenig großformatiger hätte ausfallen dürfen.
Tja, und dann hab ich natürlich beim Fuck Yeah 2014-Kalender zugeschlagen. Der ist mittlerweile ausverkauft (Ätsch:-) ), aber nett. Mir fehlt nur noch eine Idee, wie ich ihn aufhängen soll – wie beschrieben gibt’s keinen Aufhänger. Any idea?
Und so schaut das ganze aus:
Aber damit ist noch nicht genug. Ich hatte ja schon erwähnt, dass der neue Asterix (Asterix bei den Pikten) bei mir angekommen ist (so richtig klassisch im Kiosk gekauft, weil die Buchhandlungen ihn entweder nicht oder nur als Hardcover hatten): Er ist gutes Mittelmaß, und damit deutlich besser als die letzten Ausgaben. Nur das ständige Gesinge kapiere ich nicht, die Pointe ist mir entgangen. Und dass der Volkszähler keine Dresche kriegt… Egal, es gibt jedenfalls wieder Hoffnung für die Gallier.
Und zu guter Letzt wird demnächst noch der vierte Band von Bruno the Bandit bei mir eintreffen – als Book on Demand von Amazon, aber damit habe ich ja selber auch schon gute Erfahrungen gemacht, schließlich publiziere ich genau so. Der erste Band war über den Buchhandel praktisch unmöglich zu bestellen (so ca. in den 90ern), aber die (hoffentlich irgendwann vollständige) Neuauflage ist da einfacher – AIM-Comics sei dank, und Amazon machts möglich… Jetzt muss der gute Ian McDonald nur noch die Story zu Ende bringen, der Hiatus dauert schon viel zu lange. War regelmäßige Lektüre während meines Studiums, eine schöne Abwechslung zu den ganzen wissenschaftlichen Papern. Eine Mischung aus Fritz Leibers Lankhmar und der modernen Welt.
Achja, und wer wissen will, was mein nächstes Buchprojekt macht: Ich kämpfe mich gerade durch die Jungsteinzeit. Die Quellenlage ist doch sehr dünn…
Cometron 12×70 – erster Eindruck
Zugegeben: Es ist nicht mein erster Eindruck von diesem Fernglas. Ich hatte das Glück, im Sommer das erste Exemplar des Celestron Cometron 12×70 einmal mit in die Alpen nehmen zu können, um es ein wenig zu testen. Ich war damals schon begeistert: Das Fernglas ist sehr leicht und hat eine große Austrittspupille, sodass ich es bei Tag gut und bei Nacht zumindest kurzfristig freihand halten kann – und das bei einem 12×70, das bei der Naturbeobachtung (wo steckt unsere Wandergruppe?) ebenso schöne Bilder liefert wie bei Nacht (wie viele Sternhaufen stecken in einer Milchstraße?).
Ich konnte es zusammen mit ein paar Kollegen mit einem älteren Fujinon 16×70 vergleichen, das mehr als zehnmal soviel gekostet hat.
Das Ergebnis war verblüffend und irgendwo deprimierend. Das Fujinon hat natürlich ein wesentlich robusteres Gehäuse (da merkt man, wo ein Teil vom Geld steckt), aber am Himmel waren die beiden etwa auf Augenhöhe: Einige Objekte waren im Fujinon besser, einige im Cometron. Und am Tag war das Cometron praktischer, da über den Mitteltrieb beide Okulare gleichzeitig fokussiert werden können. Das Fujinon hat Einzelokularfokussierung – bei der Astronomie kein Problem, bei der Naturbeobachtung schon eher.
Ob das Cometron in zehn oder fünfzehn Jahren noch genauso gut dastehen wird wie das Fujinon heute, ist natürlich schwer zu sagen – aber wenn es einigermaßen pfleglich behandelt wird, sollte das eigentlich passen. Und bei einem Preisunterschied von Faktor zehn…
Schon damals war mir klar: Haben will. Und jetzt sind die ersten regulären Exemplare endlich in Deutschland angekommen. Das ist jetzt meins:

Links: ein 7×50 von Photo Porst, Baujahr ca. Mitte der 90er
Rechts: Das Cometron 12×70, frisch in meiner Sammlung eingetroffen
Das ist schon eine Nummer größer als das 7×50, das ich normalerweise immer griffbereit im Regal habe (mein Astro-Favorit ist bislang ein Konus 12×50, das ich für vor gut 20 Jahren auf dem ATT in Essen für 50 DM gefunden hatte).
Viel Zeit zum Testen war noch nicht, aber optische Fehler hat mein Exemplar auf den ersten Blick nicht, und der Test am Sternenhimmel war beeindruckend: Der Orionnebel knapp über dem Horizont, ein Sternenmeer in den Hyaden und ein Gesichtsfeld voller Plejaden machen was her. Eindrucksvoll und überdeutlich zu erkennen waren natürlich die großen Sternhaufen im Fuhrmann. Am Sternenhimmel lohnt sich ein Stativ, freihand war das Bild dann doch schon etwas zittrig, aber es war durchaus brauchbar – um die Milchstraße abzugrasen, geht es gut. Nur bei M31 musste ich kapitulieren – die stand im Zenit, da war die Beobachtung dann doch gelinde gesagt sportlich.
Mit anderen Worten: Ich bin begeistert, vor allem für 85 Euro.
Natürlich ist nicht alles perfekt. Mein größter Kritikpunkt ist der Stativadapter, der nicht viel mehr ist als eine Dreingabe. Aber immerhin: Er langt, um das Fernglas auf ein Stativ zu bringen. Ein 7×50 dürfte er auch stabil tragen; beim 12×70 hilft er immerhin, es ruhig zu halten. Die Tasche ist trotz Polsterung sehr dünn, und ihr Tragegurt könnte länger sein. Ein stabiler Köcher wäre natürlich eine feine Sache… Andererseits: Celestron hat da gespart, wo es nicht stört. Das Fernglas ist klasse, und wenn der Stativadapter fehlen würde, hätte ich eigentlich gar nichts daran auszusetzen. Mit anderen Worten: Jammern auf hohem Niveau. Beim Fujinon war das Zubehör besser – zumindesst ist die Tasche stabiler, ein 90°-Stativadapter war im Preis nicht enthalten.
Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass der Jahrhundertkomet ISON seine Sonnenpassage überlebt und der Himmel mitspielt, damit das Cometron auch den Komet einmal sieht, für den es entworfen wurde.
Kleiner Nachtrag: Das 12×70 ist das erste Fernglas, bei dem ich freiwillig den Umhängegurt angebracht habe. Er ist angenehm breit und lang – deutlich sinnvoller als der Gurt der Tragetasche. Nett:-)







