Hurtigrute mit der Nordlys Tag 8: Hammerfest bis Tromsø

Besuch bei Melkøya

Besuch bei Melkøya

Heute könnte er sein, der Tag der Tage: Endlich ist klarer Himmel angesagt, und das auch noch für die Strecke zwischen Tromsø und Skjervøy. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn wir hier kein Polarlicht sehen – oder zumindest mit einem Troll oder einem Stallo, schließlich sind wir hier in der Finnmarken, im hohen Norden.

Zuerst ist es aber kalt und bedeckt, als wir auf Hammerfest zufahren. Die Gasflamme über der (mittlerweile gut profitablen) Erdgasverflüssigungsanlage Melkøya brennt hell und sehr groß, wahrscheinlich ist den Arbeitern dort auch etwas kühl. Auf den morgendlichen Energiekaffee verzichte ich, stattdessen ist Zeit für ein paar Gespräche und um Niri zuzuhören, der etwas über Melkøya und die Erdgasgewinnung hier erzählt. Diese Points of Interest sind eine sehr feine Sache, wenn man Englisch kann.

"Mein" Bänkle am Musikpavillon

“Mein” Bänkle am Musikpavillon

Wenig später erreichen wir auch schon wieder Hammerfest. Zeit für einen kleinen Spaziergang; ich schleppe Hans mit, um ein Foto von mir auf “meiner Bank” zu machen. Diesmal liegt kaum Schnee, also nichts mit Füße hochlegen.

Danach machen wir den Standard-Rundgang: Vorbei am Marktplatz mit den beiden Bären vor dem Rathaus und einem windgebeugten Weihnachtsbaum zu Zickzackweg, den wir bis zur zweiten Biegung in Angriff nehmen – höher muss nicht sein, es liegt doch schon einiges an Schnee. Dann weiter zu Grabkapelle und Kirche, am Wiederaufbaumuseum vorbei und zum Eisbärenclub. Die kleine Orientierungstour ist mit ausreichend Fotostopps problemlos während der Liegezeit im Winter zu machen; ich schaue dann noch in der Buchhandlung und bei der Gamle Mårøy vorbei, die nun einen neuen Liegeplatz hat.

Wikinger-Vortrag

Wikinger-Vortrag

Und dann verlassen wir Hammerfest auch schon wieder, zwei Stunden gehen furchtbar schnell vorüber. Langweilig wird es aber nicht, obwohl es schon recht früh dunkel wird. Um 14 Uhr hält Hans seinen zweiten Vortrag über das Planetensystem (ich will diesen Vortrag auch einmal in unter einer Stunde halten können, Respekt), um 15:15 Uhr kann man in der Bar Seemannsknoten lernen, und um 15:45 hält Magnus einen unterhaltsamen und informativen englischsprachigen Vortrag darüber, wie wenig wir über die Wikinger wissen. Das Expeditionsteam macht echt einen guten Job.

Øksfjord

Øksfjord

Für den hübschen Hafen Øksfjord bleibt da kaum Zeit. Nach Magnus’ Vortrag geht es auf die Loppa, aber heute ist diese offene Seestrecke lieb zu uns. Und der Himmel wird immer klarer…

Um 18 Uhr heißt es wieder “Gatherung with the Expedition Team”, mit dem Tagesrückblick auf Deutsch und Englisch. Polarlichter sind natürlich auch ein Thema. Gestern hieß es wegen der bescheidenen Aussichten (kp 3) noch “Don’t be so realistic, I’m trying to sell this”; heute klingt es schon optimistischer. Ich meine, wenn Tromsø nicht klappt, was dann? Und nachdem wir um 19:45 Skjervøy verlassen, wird auch das Licht auf dem Sonnendeck ausgemacht. Die Milchstraße ist zu sehen, aber noch kein Grün. Und das Polarlicht-Oval ist praktisch nicht-existent. Glaub ich’s denn?

MS Polarlys

MS Polarlys

Um die Zeit rumzukriegem höre ich dann Magnus beim Story-Telling zu, er erzählt sehr lebhaft die Geschichte, wie Askeladden einen Troll beim Wettessen besiegte. Dann nochmal nach draußen: Immer noch nichts. Nur die nordgehende Polarlys zieht an uns vorbei. MS Polarlys, MS Nordlys – das kann doch nicht alles an “Nordlicht” sein für heute? Frustiert hole ich mir ein Nordlys-Bier an der Bar. Vielleicht klappt es ja, dass wir jetzt Nordlicht kriegen. Dafür bin ich gerne bereit, ein kaltes Bier zu opfern, trotz der Preise.

Aber es hilft nichts – perfekter Himmel, klare See, kein Nordlicht.

Modenschau

Modenschau

Um 21:30 ist dann die Modenschau, bei der die Sachen aus dem Shop vorgestellt werden. Helly Hansen wurde durch Bergans of Norway ersetzt, und die Crew führt die Sachen vor – da Heidi Klum, Naomi Campbell und Claudia Schiffer nicht per Hubschrauber eingeflogen werden konnten, muss die Mannschaft einspringen. War trotzdem ein Spaß, und Norwegen hat bekanntlich die hübschesten Mädchen. Wer braucht da schon Top-Models?

Und draußen? Klarer Himmel… Hans und ich erklären ein paar Sternbilder, bis wir schließlich Tromsø erreichen. Der kp-Index ist mittlerweile bei 0. Ich glaube langsam, Tromsø ist kaputt.

Als wir Tromsø erreichen, bleibt nur eins zu tun: Eine Kneipentour. Wir kommen gerade einmal bis zum Rørbua direkt am Kai, der nur Mack-Bier hat. Ich komme wieder nicht zu meinem Guinness, nicht einmal das klappt. Als wir um halb zwei Tromsø verlassen, meint der ACE-Satellit, das langsam etwas kommen könnte – zumindest ist die Polung vom Erdmagnetfeld besser, dafür kommt noch weniger Materie als vorher.

Im Rørbua-Pub

Im Rørbua-Pub

Noch bis kurz nach zwei Uhr bleibe ich wach und gehe immer wieder an Deck, dann kapituliere ich – die Bewölkung nimmt wie vorhergesagt zu, und wenn es Polarlicht gibt, dann mittlerweile westlich von Grönland. Hier ist die Lage besäufniserregend, aber das kann sich in Norwegen ja keiner leisten. Also Feierabend und ab ins Bett.

Hurtigrute mit der Nordlys Tag 7: Kirkenes

Kirkenes

Kirkenes

Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät? Wir sind wirklich schon wieder in Kirkenes. (Vadsø am Morgen habe ich im Halbschlaf sogar mitgekriegt, aber auch nur zur Kenntnis genommen.) Kirkenes ist etwas kompliziert, da es südlich von Vardø liegt (und erst recht von Mehamn, unserem nördlichsten Hafen), wir aber trotzdem als nordgehende Hurtigrute ankommen. Vor allem aber ist es nur ein paar Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Der kleine Grenzverkehr zwischen Kirkenes und Murmansk (den letzten beiden eisfreien Häfen im Norden) funktioniert noch ganz gut.

Irgendwann mache ich wohl auch einmal den Ausflug zur russischen Grenze, bislang waren eigentlich alle Teilnehmer davon begeistert. Für mich steht heute stattdessen wieder ein Spaziergang durch die Stadt an, das Wissen der letzten Touren weitergeben. Bei bedecktem Himmel, Schnee und -4° ist das ganz angenehm, auch wenn die Spikes mitzunehmen eine weise Entscheidung war. Die Ziele: Eisenerzfabrik, Stadtzentrum, Andersgrotta und Russendenkmal, dann zurück zum Schiff. Eine Enttäuschung gibt es dabei: Das schöne alte Feuerwehrauto ist weg. Sehr schade.

20161130-11h-02m-p1270156Die Spuren der Kriegszeit sind noch offensichtlich; einige Häuser stehen auf alten Bunkern. Zurück am Schiff nutze ich die Leere, um ein paar Fotos vom Inneren der Nordlys zu machen, und anschließend noch ein paar Dinge vorzubereiten. Das Blog schreibt sich schließlich nicht von selbst.

Die Busse mit den Ausflüglern sind pünktlich wieder an Bord. Diesmal gab es nur zwei statt drei Hundeschlitten-Touren, sodass für jeden mehr Zeit war als bei meiner ersten Fahrt. Es hat seine Vorteile, wenn weniger als 100 Gäste an Bord sind. Dafür ist das Eishotel noch im Bau, in zwei Wochen soll es fertig sein.

Von Kirkenes bis Vardø fahren wir durch; Vadsø wird nur auf der nordgehenden Route angefahren. Die See ist ruhig genug, sodass Ralf vom Expeditionsteam einen deutschsprachigen Vortrag über den Nordland-Mythos halten kann. Wie wurde aus dem unwirtlichen Ultima Thule der mystische, starke Norden? Für mich ein ungewohntes Thema, aber interessant.

Das Expeditionsteam

Das Expeditionsteam

Pünktlich vor Vardø ist der Vortrag fertig, allerdings erreichen wir Vardø wieder einmal verspätet. Mangels Teilnehmern gibt es auch kein Eismeerbaden. Niri und Magnus vom Expeditionsteam bieten dafür einen flotten Spaziergang durch Vardø an, mit etwas Glück zum Steilneset Hexendenkmal, aber bis wir schließlich anlegen und die Gangway offen ist, vergeht einige Zeit. Letztlich bleibt nur noch eine gute halbe Stunde Zeit für eine Wanderung über die Hauptstraße bis zur Festung Vardøhus. Niri gibt noch ein paar Infos zur Festung (die in erster Linie zum Flagge-Zeigen dient, auch wenn sie wesentlich imposanter ist als Skansen in Tromsø) und den Radarkuppeln in der Nähe, bevor die Gruppe in die Festung geht. Ich seile mich ab und gehe ein paar Meter um die Vardøhus herum, um mal ein paar andere Bilder zu machen.

Und dann gehe ich noch weiter bis zum Zaun, wo es einen Querfeldein-Durchgang zum Hexendenkmal gibt. Mit dieser Route wäre der Weg auch in einer Dreiviertelstunde machbar; der offizielle Weg ist länger. Vielleicht wage ich es nächstes Mal doch; aber da ich diesmal dem Expeditionsteam zugehört habe, langt es definitiv nicht mehr. Allenfalls ein Touch-and-Go wäre möglich gewesen…

Übrigens sind in Vardø ja einige Wandbilder zu sehen. Vor einigen Jahren gab es ein Graffity-Festivl, bei Abbruchhäuser mit Graffity verziert werden durften. Ein paar dieser Kunstwerke waren so schön, dass die Häuser dann doch nicht abgebrochen wurden. Einmal Zeit in Vardø verbringen…

Zurück auf dem Schiff kann ich mich dann entspannen: Heute ist Hans mit seinem Vortrag dran, um 17 Uhr, kurz nachdem wir ablegen. Um 18 Uhr heißt es dann wieder Meet the Expedition Team im Panoramasalon mit Tagesrückblick und Infos zu den Polarexpeditionen, die einst mit Zeppelinen in Vadsø starteten, dann um 19 Uhr Abendessen, und um 20:45 erzählt Magnus in der Bar sehr lebhaft eine kleine Sage. Volles Programm, aber immerhin bleibt noch Zeit für ein paar Gespräche. Das Wetter wechselt zwischen mäßig bedeckt und Schnee, die Stockfisch-Präsentation um 21:30 ignoriere ich. Dafür gibt es ein paar Mal den Verdacht auf Nordlicht, aber das Schimmern ist sogar mit der Kamera kaum erahnbar.

MS Nordkapp

MS Nordkapp

Um 22:20 muss ich dann trotzdem nochmal raus. Die Durchsage “Auf der rechten Seite sehen wir gleich das Nordkap” ist für mich eindeutig: “Mein Schiffchen” kommt, wir treffen die Nordkapp. Kein Vergleich mit der Schiffsbegegnung auf der Finnmarken, aber trotzdem schön, und diesmal funktioniert meine Kamera auch.

Das war es dann auch für diesen Tag: Mit Polarlicht ist nichts mehr. Aber für morgen ist besseres Wetter angesagt. Mal sehen, ob Tromsø wirklich immer geht.

Hurtigrute mit der Nordlys Tag 6: Honningsvåg

Kurz vor Havøysund

Kurz vor Havøysund

Es geht wieder ruckzuck: Wir sind jetzt im hohen Norden. In gewisser Weise ist es gar nicht schlecht, dass wir schon Halbzeit haben: Die Küche auf der Nordlys ist ausgezeichnet, und Eskild hat unsere Vollpension so schön norwegisch als “Füllpension” ausgesprochen. Das trifft es ganz gut. Um Kalorien los zu werden, muss man öfter mal raus gehen.

Heute früh lohnt es sich, da wir durch die karge, arktische  Landschaft rund um den Magerøya-Sund fahren. Das bisschen Sonnenlicht, das wir haben, ist hinter den Wolken zu erahnen und taucht die Landschaft in ein unwirkliches Licht.

Die Lofoten

Die Lofoten

Das Highlight des Tages: Wir treffen die Lofoten. Na gut, es steht noch mehr auf dem Plan, aber die Begegnung mit dem letzten klassischen Postschiff, das noch auf der Route unterwegs ist, hat schon seinen Reiz. Außer mir sind aber nur wenige an Deck, um ihr zuzuwinken.

Auf Havøysund verzichte ich dagegen, auch wenn Eskild kurz vor dem Anlegen erzählt, dass es hier einen Gedenkstein für die 1931 in einem schweren Sturm gesunkene MS Hera gibt. Wieder etwas gelernt – vielleicht besuche ich sie auf einer späteren Reise einmal. Bei einer halben Stunde Liegezeit sollte das ausreichen.

Heute ist der harte Tag, an dem es eine halbe Stunde lang kein Essen gibt, daher widme ich mich kurz dem Frühstück, bevor es um 10:15 wieder einen Point of Interest gibt: Niri erzählt etwas über den Magerøya-Sund, den Tunnel, der die Insel Magerøya mit dem Festland verbindet, und über die Rentierherden, die den Sund durchschwimmen und wegen denen die Hurtigrute immer wieder langsamer fahren muss.

Honningsvåg

Honningsvåg

Und dann kommt auch schon Honningsvåg in Sicht: Unter einer dichten Wolkendecke schimmern die Lichter Stadt. Mit Schnee ist sie hübsch; letzten November sah das noch wesentlich trostloser aus.

Die meisten Passagiere verlassen hier das Schiff, um zum Nordkap oder zum nördlichsten Fischerdorf in Skarsvåg zu fahren, einige schließen sich dem Expeditionsteam an, das auf einen Berg hochsteigen will. Ich mache mich alleine auf den Weg zum Aussichtspunkt am Friedhof über der Stadt und kann einige Zeit später dem Expeditionsteam zuwinken, das den selben Weg nimmt. Die kleine Gruppe geht aber weiter und macht die Tour, die ich mit Volker vor drei Wochen unternommen hatte.

Ich schließe mich ihnen nicht an (aber Danke für die Einladung), sondern mache kurz eine Fototour durch Honningsvåg. Mit Schnee und Weihnachtsbeleuchtung kann sich das Örtchen sehen lassen. Am Hafen stehen weiterhin die Statuen und das Haus mit der Trash Art aus angeschwemmten Gummistiefeln an der Fassade. Das Museum, das früher beim Souvenirshop ein Stück links vom Kai war, wird ab nächstem Jahr in dem Gebäude gleich rechts vom Hurtigrutenkai sein, hat aber noch geschlossen. Vor dem Souvenirshop erinnert ein Denkmal an den Seemannshund Bamse, der sein Herrchen im Krieg auf ein Schiff begleitet hatte und von der Mannschaft adoptiert wurde, als sein Herrchen Kapitän eines anderen Schiffs wurde.

Nach dem kurzen Rundgang bleibt genug Zeit, um rechtzeitig vor 13 Uhr zum Mittagessen zu kommen. Für 13:30 ist eine Sicherheitsübung angesetzt, von der ich außer dem Generalalarm aber nichts mitbekomme – in der Bar auf Deck 7 war ich wohl sicher.

Um 14:45 legen wir pünktlich aus Honningsvag ab, nachdem die Ausflügler wieder an Bord sind und mit Apfelkuchen und Kakao begrüßt wurden. Das Wetter am Nordkap war gut genug: Bedeckt, aber kein Niederschlag, und es war zu sehen. Jetzt geht es raus auf die recht ruhige Barentssee: Bis Kirkenes morgen früh haben wir immer wieder kurze offene Seestrecken, zwischen denen wir Häfen in kleinen Fjorden anlaufen. Damit einem nicht langweilig wird (wie auch, auf der Tour?), bietet Magnus vom Expeditionsteam auf Englisch einen Vortrag über die Sami history & culture an. Sehr gut und informativ, hat sich gelohnt. Für mich neu war die Info, dass die Region hier Finnmark heißt, weil die Norweger die Samen früher für Finnen hielten – aber auch nicht nachgefragt hatten, sondern eher daran gearbeitet hatten, ihnen ihre eigene Kultur überzustülpen. Erst in den letzten 70 Jahren ist es allmählich besser geworden, aber es gibt noch genug Vorbehalte zwischen beiden Bevölkerungsgruppen.

Die Finnkirke

Die Finnkirke

Und um 16:25 heißt es schon wieder raus auf’s Deck, wo der Koch eine samische Suppe serviert und Niri anschließend Infos zur Finnkirke gibt. Bevor sie von den Norwegern vertrieben wurden, lebten die Samen noch als Fischer an der Küste und opferten hier Fisch und anderes, um das Fangglück zu beschwören. Heute ist diese alte Opferstätte mit ihrer markanten Felsformation farbenprächtig illuminiert. Davon kann man natürlich halten, was man will.

Der Krabbenfischer kommt

Der Krabbenfischer kommt

Kaum dass wir die Finnkirke passiert haben, kommt auch schon der Krabbenfischer aus Kjøllefjord an Bord und präsentiert seinen Fang, bis wir den hübschen Hafen erreichen. Hier hatte ich auch schon ein paar sehr schöne Polarlichter gesehen, aber jetzt ist kein einziger Stern am Himmel zu sehen, geschweige denn grünes Licht. Also steht dem Treffen mit dem Expeditionsteam im Panoramasalon nichts im Wege, das wieder einen Tagesrückblick in zwei Sprachen macht und eine halbe Stunde gut mit Programm füllt.

Zum Abendessen gibt es das Nordkap-Buffet mit der reichen Auswahl an Speisen von Land und Meer, anschließend steht eine kleine Geburtstagsfeier in der Bar an (Danke für die Einladung!). Zwischendrin bin ich noch mal kurz weg und begegne der chinesischen Reiseleiterin, die in Tromsø mit ihrer Gruppe zugestiegen war (bis Kirkenes), die an den Kabinen klopft: Nordlicht! Die Info kommt gerade, als ich anderen Gästen erzähle, dass die Chancen heute gleich 0 sind. Irgendwann gebe ich das mit den Prognosen wirklich auf.

Es ist nicht viel Licht am Himmel zu sehen, aber ein schwacher Streifen schimmert durch die Wolken. Also ab zur Rezeption für Licht aus und Durchsage, dann mit der Kamera auf Deck. Da alle mit ihren Kameras zurechtzukommen scheinen, wieder ab zur Reiseleitung, damit auch die Lichterkette ausgemacht wird, und ein kurzes Gespräch mit Ralf vom Expeditionsteam, der das dunkle Deck beim Kapitän durchsetzt. Danach sind die Bedingungen vom Schiff her fast optimal, und etwa 20 Minuten können wir das Band beobachten, das sich zwischen zwischendrin auch einmal aufteilt und einen Hauch von geisterhaftem Grün zeigt. Die Aurora hält sich bedeckt, aber hey: Sie ist noch da!

Meine Kamera war wieder an der Heckreling beschäftigt, das Ergebnis gibt’s schon mal auf Twitter:

Gar nicht schlecht dafür, dass praktisch keine Aktivität und 100% Wolken angesagt wurden.

Vor Berlevåg fängt es dann an zu schneien, und den Rest der Nacht gibt es nichts mehr zu sehen. Sogar die Spitsbergen, der wir vor Berlevåg begegnen, ist kein überwältigender Anblick, sondern fährt recht dunkel an uns vorbei. Da hatte ich schon bessere Schiffsbegegnungen – aber was soll’s, endlich wieder etwas Nordlicht!

Hurtigrute mit der Nordlys Tag 5: Tromsø

Mit der Trollfjord in Harstad

Mit der Trollfjord in Harstad

Der Tag fängt mal wieder viel zu früh an, zumindest für mich als Sternfreund: Bis 8 Uhr liegen wir in Harstad, und ich bin sogar früh genug auf den Beinen, um mitten in der (Polar)Nacht noch die Trollfjord zu sehen, die hinter uns am Kai liegt. Ein paar Minuten später legen wir auch schon ab und passieren die Trondenes-Kirche, Norwegens älteste Steinkirche und damit den Ort, an dem es mit den christlichen Taufen los ging.

Wasserfontaine im Hafen

Wasserfontaine im Hafen

Das Expeditionsteam hat in Harstad eine Stadtwanderung angeboten, aber Aufbruch um 6:45 ist sowas von nicht meine Zeit, selbst wenn es kostenlos ist, dass ich darauf dankend verzichtet habe. In Harstad setze ich nur einen Fuß auf den Boden, wenn ich die Vesterålen-Rundfahrt mache. Für Wanderungen finde ich humanere Zeiten…

Niri vom Expeditionsteam macht nach dem Ablegen den Point of Interest auf Deck 7 (auf Englisch) und erzählt etwas über Harstad und die Kirche. Vorher gibt es noch eine Neuheit zu bestaunen: Irgendwann im November wurde eine beleuchtete Wasserfontäne am Hafen eingeweiht. Wenn ein Schiff vorbei fährt, geht sie an und soll an ein Segel erinnern, das im Wind flattert. Außerdem wird sie in wechselnden Farben angestrahlt. Immerhin werden wir nicht nass dadurch.

Trondenes Kirke

Trondenes Kirke

Die Trondenes-Kirche passieren wir in einigem Abstand, aber sie ist hübsch beleuchtet. Als Besonderheit steht der Kirchturm neben ihr – angeblich wurde der Troll, der die Kirche einst baute nicht rechtzeitig fertig.

Heute steht ein ruhiger Tag an: Wir haben keinen Vortrag, und den Vortrag vom Expeditionsteam über die Reise der Fram um 11 Uhr schwänze ich. Stattdessen nutze ich die halbe Stunde in Finnsnes, um einmal von Bord zu gehen und den Hügel zu umrunden, an dem wir anlegen. Premiere für mich: Ein Norweger spricht mich an, der nur Norwegisch kann, und ich kann sogar ein paar Brocken Norwegisch zusammen kratzen, um etwas Smalltalk zu machen (Jeg er fra Tyskland og arbeider på Hurtigruten som Tourguide på nordlys og stjerne). Es ist ein Anfang.

Einmal rund um den Hafen sehe ich das Schiff wieder und davor eine Statue, die an Ottar erinnert – dieser Wikinger war der erste, der das Nordkap umrundete und dem englischen König davon berichtete, der es in einer Chronik für die Ewigkeit fest hielt. Die Statue wird fleißig für Erinnerungsfotos genutzt, bevor wir unsere Reise weiter fortsetzen. Das Ziel: Tromsø! Endlich mal wieder. So ein bisschen Heimatgefühl kommt da ja doch jedes Mal wieder auf.

Point of Interest: Rystraumen

Point of Interest: Rystraumen

Bevor wir Tromsø erreichen, gibt es noch einmal einen Point of Interest. Diese kleinen Info-Veranstaltungen sind leider immer auf Englisch, aber durchaus interessant. Diesmal ist wieder Niri dran, der über den Rystraumen erzählt, den zweitstärksten Gezeitenstrom. Für uns macht er sich aber in erster Linie durch den höheren Spritverbrauch bemerkbar. Es gibt hier zwar eine Insel mit Moschusochsen, die der Uni Tromsø gehört (die die Insel zum Verkauf anbietet), aber von einem Strudel sehe ich nichts. Dafür, sobald wir um die Ecke biegen: Die Lichter der Stadt!

Erster Blick zur Eismeerkathedrale

Erster Blick zur Eismeerkathedrale

Als wir endlich in Tromsø anlegen, führt mich mein erster Weg ins Hotel – in einem Jahr ist da ein Urlaub egplant, aber noch können keine Zimmer gebucht werden. Wie sich zeigt, werden gerade noch Zimmerpreise kalkuliert, aber das Hotel ist noch nicht ausgebucht. Beruhigend.

Für die Gäste gibt es das übliche Bündel aus Ausflügen, und sogar die Husky-Tour findet statt – vor zwei Tagen stand das noch auf der Kippe, weil es zu wenig Schnee gab. Für mich (immerhin müssen wir Lektoren die Ausflüge selber zahlen) stehen stattdessen die üblichen Sightseeing-Punkte und Läden an (Libris, Ark, Nerstranda, Coop, …), und diesmal finde ich auch die Festung Skansen, die sich hinter dem Polaria versteckt. Wie niedlich, ein paar Holzhäuser auf einem Hügel. Kein Wunder, dass ich die immer übersehen habe. Dagegen ist Vardø ja gigantisch.

1743 wurde Skansen wohl das erste Mal urkundlich erwähnt und hatte einst eine Palisade; die heutigen Gebäude stammen aus den Jahren 1789-1793. Ich bin nur mäßig beeindruckt. Burgen haben wir in Baden-Württemberg doch deutlich imposantere.

Dann schaue ich lieber noch einmal bei Tromsøs Greatest Souvenir Shop vorbei und schlendere ein wenig durch die Stadt. Die Hauptstraße ist mittlerweile weihnachtlich geschmückt, und mit dem Schnee ein schöner Anblick.

Souvenirs nehme ich diesmal aber keine mit; die meisten Einkäufe habe ich schon vor vier Wochen in Trondheim erledigt. Und neue Bücher, die ich noch nicht lesen kann, brauche ich gerade auch nicht. Da der Himmel weiterhin bedeckt ist, brauche ich auch nicht in der Stadt zu essen, sondern kann das Abendessen auf dem Schiff zu mir nehmen. Mal eine nette Abwechslung, auch wenn ich auf der Strecke nach Skjervøy lieber klaren Himmel statt Schnee gehabt hätte. Wer hat denn das organisiert?

Volkstanz

Volkstanz mit dem Expeditionsteam

Nach dem Abendessen steht um 21 Uhr noch eine Veranstaltung an: Norwegischer Volkstanz. Angelika drängt uns alle zu der Veranstaltung, und als wir in den Konferenzraum reinschauen, ist allen klar: Die erste Reihe muss mitspielen. Und es gibt nur eine Reihe mit Stühlen. War ja klar.

Als erfahrener Wikingerfest-Besucher habe ich mit dem ersten Tanz keine Probleme (nur der Met fehlt), danach wird es schon anspruchsvoller. Hier können einige Kalorien abtrainiert werden, aber irgendwo macht es schon Spaß – auch wenn oder vielleicht gerade weil am Ende Kinderlieder stehen. Aber wer hat gefehlt? Angelika.

Immerhin können wir so ein wenig davon ablenken, dass es heute wieder Wolken statt Polarlicht gibt (auch wenn die Ablenkung nur mäßig gelingt). Immerhin kann der Abend gemütlich in der Bar ausklingen – ein schöner Tag war es trotzdem.

Hurtigrute mit der Nordlys Tag 4: Polarkreis und Bodø

Es gibt Tage, an denen man das Telefon, über das Schiffsdurchsagen übertragen werden, am besten abschaltet. Tag 4 mit der Polarkreisüberquerung ist so einer – in der Polarnacht ist halt nicht viel von der Kugel auf der Insel Vikingen zu sehen, die den Polarkreis markiert, aber sie wird angeleuchtet, dazu gibt es meist Sekt an Deck, und es ist ein nettes Ereignis, wenn man zum ersten Mal die 66°33′ überquert und somit je nach Definition die Arktis erreicht – auf jeden Fall sind wir nun in dem Bereich, in dem es je nach Jahreszeit Mitternachtssonne bzw. Polarnacht gibt.

Die Richard With am Polarkreis

Die Richard With am Polarkreis

Aber wie dem auch sei: Der Schiffs-Typhon weckt einen so oder so, selbst wenn das Telefon aus ist. Als wir den Polarkreis um 7:40 überqueren, bin ich trotzdem nicht an Deck. Ich werde das Polarkreismonument wohl erst südgehend fotografieren. Stattdessen bin ich zur Schiffsbegegnung mit der Richard With an Deck und erwische sie gerade noch. Die Dämmerung ist nicht gerade fotografenfreundlich.

In Ørnes ist es dann schon heller, auch wenn dunkle Wolken einen dramatischen Himmel erzeugen. Mit seinen roten Häuschen kann es eine echte Postkartenidylle sein, heute begrüßt es uns mit einem kleinen Schneeschauer und einem Hauch von Arktis.

Warten auf Njørd

Warten auf Njørd

Wir verlassen Ørnes wenig später mit etwas Verspätung kurz nach zehn Uhr und fangen gleich mit der Polarkreiszeremonie an. Vorher gibt es noch ein paar Infos zum Sturm der letzten Nacht: Offiziell war es jetzt nur noch Windstärke 9 bis knapp 10 statt der gefüglten 11. Dann werden alle Passagiere werden an Deck versammelt und rufen nach Njørd. Nett – auf den anderen Schiffen wird nach Neptun gerufen; der nordische Njørd unterschreibt dann nur die Urkunden. Daher kommt Neptun Njørd diesmal auch nicht die Treppe hoch und versteckt sich unter einer Gummi-Maske, sondern erscheint auf dem Arbeitsdeck oberhalb des Sonnendecks. Und sprechen kann er auch!

Diesmal begrüßt uns Njørd also ohne Dolmetscher (und somit nur auf Englisch), etwas affektiert und mit seiner Tröte (und kräftiger Unterstützung durch das Schiffshorn). Anschließen kommt er auf unser Deck, und der Gewinner des Polarkreisüberquerungsschätzwettbewerbs wird verkündet. Zur Belohnung gibt es die signierte Hurtigrutenflagge und den ersten Platz bei der Polarkreistaufe.

Bis zum Ende der Zeremonie bleibe ich nicht (ich weiß ja, wie es ausgeht), sondern geselle mich zu Angelika und Sabine, die ihre Reiseleiter-Sprechstunde anbieten. Danach bleibt nicht viel Zeit, schließlich ist für 12:30 die Ankunft in Bodø geplant, und Mittagessen steht auch noch an.

Die Nordlys in Bodø

Die Nordlys in Bodø

Bodø erreichen wir zwar erst etwas später, aber es bleibt ausreichend Zeit für einen kleinen Rundgang. Da die Stadt im Krieg zerstört wurde, bietet sie wenige typische Sehenswürdigkeiten, aber mittlerweile weiß ich sie zu schätzen. Mein typischer Rundgang führt zum Lachsmuseum (diesmal ist das nette Mädchen nicht da, das sonst so schöne Führungen macht, aber immerhin ist Sonntag), dann am Denkmal für die Erling Jarl vorbei (die im Hafen von Bodø ausbrannte) zum Scandic und der Gamle Salten, bevor es nach einem Schlenker am Yachthafen vorbei zurück geht.

Bodø zeigt sich erst einmal nicht von seiner schönsten Seite: Es zwar ausnahmsweise nicht sehr windig, aber auf den Straßen liegt allenfalls etwas Eis, und alles ist recht schmuddelig. Zeit für einen Blick von oben: Wir steuern die Bar Top 13 auf dem Radisson Blu Hotel an, aber sie hat geschlossen (wie der Blick auf die Webseite auch so verraten hätte). Als wir aus dem Hotel wieder auf die Straße kommen, hat es begonnen zu schneien, und Bodø wirkt gleich ganz anders.

Chic! Jetzt macht der Weihnachtsbaum aus Leuchtkugeln gleich viel mehr her. Dahinter parkt die Pepperkakebyen von Bodø, die in einem alten Bus untergebracht ist. Mit Sabine und Hans mache ich noch einen Abstecher zur Kirche, hinter das sehenswerte Museum von Bodø ist. Ein paar Meter weiter entdecken wir ein hübsches Wandgemälde zum Polarlicht, und dann geht es auch schon wieder zurück zum Schiff – schließlich legen wir um 15:15 ab, und um 15:30 ist mein nächster Vortrag (Sternenhimmel und griechische Sagen).

Mein Vortrag muss pünktlich beginnen, da der Raum bereits um 16:30 wieder für einen Vortrag über die Bedeutung von Essen und Trinken auf Expeditionsreisen gebraucht wird. Ich war nicht drin, aber er soll gut gewesen sein – Ralf vom Expeditionsteam hat ihn gehalten.

Svolvær halt sich bedeckt.

Svolvær halt sich bedeckt.

Stattdessen gönne ich mir eine Pause für Gespräche, während das Wetter draußen wieder nordlichtfeindlich wird. Um 18 Uhr steht dann ein Treffen mit dem Expeditionsteam im Panoramasalon an. Sie geben einen launischen und unterhaltsamen Tagesrückblick, stellen die nächsten Ausflüge vor und geben ein paar Einblicke in Norwegen. Schön gemacht, wenn auch fast etwas lang mit einer halben Stunde. Danach muss man aufpassen, dass man sich nicht festschwätzt und das Abendessen verpasst (oder die Abfahrt zum Wikingerfest). Wer das Schiff nicht in Stamsund um 19 Uhr zum Wikingerfest verlässt, kann in Ruhe nach Svolvær schippern.

Neuschnee in Svolvær

Neuschnee in Svolvær

Die “Haupstadt des Lichts” liegt unter Wolken begraben. Wir haben eine Stunde Aufenthalt, was für einen kurzen Rundgang durch den frischen Schnee langt. Schön. Wir sind die ersten, die hier ihre Spuren hinterlassen.

Es bleibt noch etwas Zeit, um vor der Webcam des Hafens zu posieren, dann legen wir um 22 Uhr auch schon wieder ab. Mittlerweile schneit es schon wieder – keine Chance für Nordlicht im Raftsund.

Fridtjof Nansen

Fridtjof Nansen

Aufbleiben lohnt sich trotzdem: Magnus vom Expeditionsteam gibt in der Bar auf Deck 7 auf Englisch ein Schauspiel und verkörpert Fridtjof Nansen, den norwegischen Entdecker, Abenteurer und Polarforscher. Sein größter Feind war wohl sein Schnurrbart… Ich weiß nicht, ob Nansen im echten Leben auch so großspurig war, aber es ist eine unterhaltsame Darbietung, die auch einiges an Wissen vermittelt. Hurtigruten entfernt sich langsam von dem Konzept, dass nur die Landschaft die Unterhaltung ist, aber davon ist gerade eh nichts zu sehen. Die kleine Show kommt gut an und tröstet darüber hinweg, dass wir mangels Sicht nicht am Trollfjord anhalten.

Trolltrunk

Trolltrunk

An Deck gibt es trotzdem die berühmten Fiskekake (umsonst) und den magischen Trolltrunk (zum Kaufen, aber man kann die Tasse behalten). Serviert wird er von zwei bezaubernden Mädels aus der Crew, die sich in Trolle verwandelt haben.

Mit Schnee und etwas Wind verschwindet leider die Chance auf Polarlicht, und vom Raftsund ist nicht allzuviel zu sehen. Die beleuchteten Häuser und Straßen geben immerhin einen Eindruck davon, wie eng er ist. Dafür kommen wir leider früh ins Bett.

Hurtigrute mit der Nordlys Tag 3: Trondheim

Das Wetter hat sich über Nacht nicht wesentlich gebessert, sondern war weiterhin nass und windig. Trondheim haben wir trotzdem pünktlich erreicht. Nach dem Zwangsaufenthalt mit der Finnmarken kenne ich den Ort ja schon einigermaßen – aber der Blick aus dem Fenster ist trotzdem ungewohnt. Wegen schlechtem Wetter haben wir am Ila-Kai angelegt (ILA, nicht 2A), westlich vom Stadtzentrum. So viel zum morgendlichen Besuch auf der Polarlys… Ein wenig mache ich mir nun doch Sorgen um unser Schiffchen. Gibt das hier Finnmarken reloaded?

Trondheim vom Hafen Ila aus.

Trondheim vom Hafen Ila aus.

Auf alle Fälle ist das Wetter schlechter als bei der letzten Fahrt, es gießt immer noch wie aus Kübeln. Vor dem Frühstück bin ich immer noch unentschlossen, ob ich in die Stadt gehen soll. Aber die Entscheidung wird mir abgenommen: Frühstück gibt es nur bis 8:30. In Trondheim? Was zum Geier… manchmal sollte man doch in das Tagesprogramm schauen.

Der Grund: Es wird Weihnachten, und für die Einheimischen wird Frühstück auf der Hurtigrute angeboten. Da müssen die Passagiere weichen. Das hatte ich jetzt auch noch nicht, und es hätte ruhig etwas deutlicher bekannt gemacht werden können. Damit bleiben mir zehn Minuten, um ein Speed-Frühstück zu machen. In Trondheim im Starbucks zu frühstücken ist gar keine so dumme Idee…

Kein Grund zu bleiben ist ein Grund zu gehen, also mache ich mich kurz nach halb acht auf den Weg in die Stadt, diesmal mit der Island-Hose statt der normalen Jeans – schließlich ist das Wetter keinen Deut besser geworden. Der Weg ins Stadtzentrum ist ähnlich weit wie vom normalen Anleger aus (knapp eine halbe Stunde), aber hübscher: Jede Menge kleiner Holzhäuser säumen den Weg, ebenso eine nette Kirche. Über die Kongensgate komme ich schließlich beim Torg-Einkaufszentrum heraus.

Vertrautes Terrain: Von der Kongensgate auf den Marktplatz

Vertrautes Terrain: Von der Kongensgate auf den Marktplatz

Besonders beeindruckend finde ich ja die Verwaltung vom Krankenhaus, die eher als Kirche durch geht. Leider kann sich Trondheim bei diesem Wetter nicht von seiner besten Seite zeigen. Sogar meine Schuhe, mit denen ich in Island schon in Wasserfällen stand, geben langsam nach… Auch wenn Trondheim meiner Meinung nach nicht mit dem (winterlichen) Tromsø mithalten kann, lohnt sich der Besuch normalerweise. Viele kleine Holzhäuser und unzählige Elektroautos (die mit dem EL auf dem Kennzeichen) bieten ein hübsches Stadtbild – aber natürlich nur, wenn man sich die Kapuze nicht bis ins Gesicht ziehen muss.

Burger King & Stiftsgården

Burger King & Stiftsgården

Bei dem ungemütlichen Wetter beschränke ich mich darauf, die üblichen Sehenswürdigkeiten abzuklappern – ich habe weder auf ein zweites Frühstück Lust noch auf Shopping. Am Marktplatz liegt Stiftsgården, der königliche Wohnsitz in Trondheim, direkt gegenüber vom Burger King. Von hinten ist er mit seinem kleinen, tagsüber frei zugänglichen Park hübscher als von vorne. Die Tauben im Park scheinen aber schon lange nichts mehr zu futtern erhalten zu haben: Eine kleine Armada erwartet mich am Eingang zum Park. Also nichts wie weg und den Rundgang zum Fluss, kurz rüber nach Bakklandet (das Hafenviertel Nedre Elvehavn schenke ich mir) und dann zum Dom. An der Gamle Bru gibt es eine kurze Schrecksekunde: Das vertraute Hupen der Hurtigrute kurz vor der Abfahrt. Zum Glück gehört es zur südgehenden Polarlys und nicht zur Nordlys. Also bleibt genug Zeit, um zum Dom und anschließend durch das Einkaufszentrum zu gehen. Das überdachte Gebäude bietet eine willkommene Pause, und über die Dächer der eingebauten Häuschen blubbert der Regen munter in das Trondheim Torg hinein.

Regen im Trondheim Torg

Regen im Trondheim Torg

Allmählich habe ich dann die Schnauze voll von Trondheim bei Starkregen und mache mich gegen halb elf auf den Rückweg. Wenn ich eine Stunde früher auf dem Schiff bin, ist das auch okay.

Ein Fotostopp in der Nähe der Ila-Kirke muss aber noch sein: Dort zieht eine interessante Klappbrücken-Konstruktion die Blicke auf sich, und die Nordlys ist von der Umgebung ebenfalls zu sehen (verborgen hinter unzähligen Yachten).

Skansen-Brücke

Skansen-Brücke

Zurück auf dem Schiff steht dann erst einmal abtrocknen an; die Jacke ist zwar wasserdicht, aber die Taschen sind vollgelaufen.

Pünktlich um 12 legen wir von Trondheim ab, und ich habe Zeit, um einen Point of Interest mitzuerleben. Das Expeditionsteam gibt hier etwas ausführlichere Erklärungen zu sehenswerten Punkten auf der Route. Das Ganze dauert etwa zehn bis fünfzehn Minuten und ist leider nur auf Englisch. Diesmal erklärt Magnus mit theatralischer Stimmer einiges zur Insel Munkholmen, den Wikingern, die die Gegend vor Trondheims Stadtgründer Olav Trygvasson beherrschten, und den Mönchen, die einst auf der Insel lebten und dem selbstgebrauten Bier wohl so stark zusprachen, dass sich die Einwohner Trondheims über den Lärm beschwerten.

Kurvenlage bei Munkholmen

Kurvenlage bei Munkholmen

Währenddessen legt sich die Nordlys kräftig in die Kurve, um Wind und Wetter zu trotzen. Kräftiger Wind und Regen vertreiben mich vom Deck; als Ausgleich für das magere Frühstück steht erst einmal ein Restaurant-Besuch an – Mittagessen. Gegen 14:20 gibt es den nächsten Point of Interest: Miesmuschel-Verköstigung an Deck, und Infos zu Kjeungskjær fyr, dem berühmten achteckigen, roten Leuchtturm. Zum Fotografieren gehe ich an den windigen Bug, als wir ihn etwa um 14:50 passieren. Schließlich ist für 15:00 mein erster Vortrag angesetzt.

Kjeungskjær fyr

Kjeungskjær fyr

Ich gebe im Konferenzraum einen Überblick über Himmelsphänomene, natürlich mit Schwerpunkt Polarlicht und ergänzt durch Fototipps. Dabei kann ich mal wieder zeigen, wie viel mehr die Kamera im Vergleich zum Auge sieht, und was das Auge manchmal mehr sieht.

Da das Wetter unschön bleibt, fahren wir heute nicht durch den Stokksund, sondern außen vorbei. Die englische Präsentation “Who were the Vikings” wird wegen Wellengang gestrichen, und wir stürzen uns in die Folda. Wer nicht seefest ist, hat schlechte Karten: Wir werden ganz schön durchgerüttelt. Das Essen wurde vorsorglich auf 21 Uhr verlegt, nach der Folde. Die Wetterprognose murmelt was von Windstärke 7 und 4 Meter hohen Wellen, wir schätzen eher Windstärke 11 und 7 Meter Wellengang. Es ist schon eindrucksvoll, wenn die Gischt bis in den 7. Stock reicht, die Scheiben immer wieder mit Salzwasser gespült werden und die Stühle durch den Raum rutschen – gerne auch mit jemandem auf dem Stuhl. In der Bar geht einiges an Glas kaputt – wie es in der Küche aussieht, will ich gar nicht wissen. Eigentlich bin ich bei Sturm ja gerne draußen, aber das ist etwas zu heftig (auch wenn keine Durchsage kam, dass man nicht raus soll – die Norweger vertrauen doch gerne auf den gesunden Menschenverstand). Zum Glück habe ich mit Seegang bislang keine Probleme und genieße das sogar – und zum Glück können die Schiffe einiges ab.

Rørvik

Rørvik

Nach 22 Uhr, als wir langsam in ruhigeres Gewässer kommen, habe ich den Eindruck, der “Last Man Standing” zu sein – im Panoramasalon hat kaum jemand ausgehalten, und in der Bar laufen die Aufräumarbeiten. (In meiner Kabine hat sich das meiste gut gehalten – ich weiß, warum ich aus meiner Reisetasche lebe und die Regale kaum nutze.

Höchsten Respekt verdient die Küche: Die schaffen es tatsächlich, gegen halb zehn – noch auf offener, aber ruhigerer See – das Abendessen zuzubereiten und zu servieren. Ebenso überraschend ist, wie viele Passagiere es doch noch in das Restaurant geschafft haben.

Die Schiffsbegegnung mit der Vesterålen wird auch zur Überraschung – wir begegnen ihr wie geplant in Rørvik, sie hat vergeblich versucht, in Brønnøysund anzulegen, sodass wir ihr um 22:20 in Rørvik begegnen – statt wie geplant um 20:45.

In Rørvik gehe ich nach dem Essen kurz an Deck: Windstärke 7, und das im geschützten Hafen. Danach wird es wieder ungemütlich. Und doch: Es gibt ein paar kleine klare Flecken am Himmel. Gegen 23 Uhr schauen Hans und ich mal raus und trauen uns an den Bug: Da ist tatsächlich ein schwaches Polarlicht zwischen den Wolken. Allerdings trauen wir uns nicht, eine Durchsage zu machen – einerseits es schwach (für das bloße Auge nur eine hellere graue Wolke), und andererseits ist der Wind heftig. Am Bug ist es kaum auszuhalten, an fotografieren ist kaum zu denken, nicht einmal mit an die Reling geschraubter Kamera.

Ein wenig erstes Licht.

Ein wenig erstes Licht.

Der Kp-Index dümpelt zwischen 3 und 4, während der Wind die Beaufort-Skala ausreizt – es wäre Wahnsinn, jetzt andere Leute auf Deck zu locken, und auf dem Achterdeck ist es zu hell, um das schwache Licht zu sehen. Die seitliche Reling wird oft genug von Gischt überspült, da will ich nicht mal meine Kamera alleine lassen.

Die Vernunft siegt: Nach ein paar Beweisfotos machen wir Feierabend und gehen ins Bett.

Hurtigrute mit der Nordlys Tag 2: Måløy, Måløy und Ålesund

Måløy, morgens um halb neun

Måløy, morgens um halb neun

In der Nacht hat es etwas geschaukelt, aber zum Glück gleichmäßig: Es gibt allmählich die ersten Herbststürme, die mich irgendwann in der Nacht einmal geweckt haben, aber davon abgesehen war die erste Nacht an Bord entspannt. Gegen acht Uhr wache ich dann endgültig auf, und obwohl es draußen noch dunkel ist, entscheide ich mich fürs Aufstehen. Wir sind Måløy, haben die Stunde Verspätung aus Bergen also noch nicht wieder eingeholt. Auch recht: Dann wird halt ohne das Geschaukel vom Westkap gefrühstückt.

Und dann kommt die Durchsage, dass wir wegen kleiner technischer Probleme erst um 10 Uhr weiter fahren… Sowas hatte ich doch neulich erst auf der Finnmarken? Dabei hat die Nordlys doch gar keinen Grund für Probleme, sondern war in der Vergangenheit eher zuverlässig? Hoffentlich ist es nichts ernstes – ich würde doch gerne etwas weiter kommen als nur bis Måløy… Wer will, hat die Chance, den Ort zu besichtigen, aber bei Nebel und ein wenig Organisatorischem, das noch ansteht, bleibe ich an Bord. Auf 11 Uhr haben wir unsere Begrüßungsveranstaltung angesetzt, und ein bisschen Zeit muss dafür auch investiert werden.

Um 10 Uhr dann das nächste Déjà vu: Wir werden versuchen, um 11:30 abzufahren. Ah ja. Damit gehören wir zu den wenigen Winterfahrern, die Måløy im Hellen sehen… Immerhin schaukelt um 11 Uhr nichts, als wir unsere Gruppe im A la Carte Restaurant versammeln, uns vorstellen und die ersten Reiseinfos geben. Eigentlich hätte wir ja Zeitdruck, da es wegen der geplanten Ankunft in Ålesund um 12 Uhr bereits ab 11:30 Mittagessen gibt, aber noch liegen wir fest im Hafen, ohne dass sich etwas bewegt.

Und dann, neue Durchsage: Passagiere für Torvik und Ålesund bitte an der Rezeption melden. Etwas später folgt die Meldung, dass es demnächst eine Infoveranstaltung zu kommenden Ausflügen gibt. Die Crew glaubt also noch, dass wir weiterfahren, beruhigend. Wenig später, die nächste Durchsage: Geplante Abfahrtszeit 12:30, nur ein kurzer Halt in Torvik, und Ålesund von 16:15-17:30. Ich bin gespannt.

15 Uhr: Der Nebel lichtet sich

15 Uhr: Der Nebel lichtet sich

Und wirklich: Etwa um 12:30 legen wir doch noch ab, auch wenn wegen des Nebels nicht viel zu sehen ist. Erst gegen 15 Uhr bessert sich das Wetter, und endlich ist ein wenig von Norwegen zu sehen. Torvik erreichen wir schließlich kurz nach 15 Uhr. Eigentlich wäre jetzt Zeit für das Frühstück, das ist doch immer nach Torvik… Aber heute natürlich nicht. Etwa um diese Zeit machen wir auch Reiseleiter-Sprechstunde. Ich bin dabei und stelle die ersten Kameras für das Nordlicht ein.

Torvik

Torvik

Nach Torvik steht die Stad mit dem Westkap an, und mit etwas Geschaukel bringen wir auch diese offene Seestrecke hinter uns. Die Stad ist ein “Point of Interest” für das Expeditionsteam, einer der vier gibt an Deck ein paar Infos dazu. Ich muss aber zugeben, dass ich mir das nicht anhöre… aber am Abend werden Fotos gezeigt, es hat wirklich statt gefunden.

Viel interessanter ist, dass wir demnächst Ålesund erreichen. Das Wetter ist suboptimal, es regnet, und die Lichter der Stadt wirken fast so, als ob Ålesund wieder brennt – aber es ist zum Glück keine Wiederholung des Brands, dem die Stadt ihr Jugendstil-Stadtbild verdankt, sondern nur die Straßenbeleuchtung. Am Bug lässt sich gut ansehen, wie wir anlegen.

Aber das Wetter in Norwegen ändert sich schnell: Als wir an Land gehen, regnet es in Strömen. Das ist, wie Terry Pratchett es einst so schön formulierte, schon eher Wasser mit Schlitzen drin.

Und zwar horizontalen Schlitzen. Junge, Junge, an einen Aufstieg auf den Aksla ist nicht zu denken. Stattdessen spurte ich einmal quer durch die Stadt etwa bis zur Apotheke und dann wieder zurück. Das ist vielleicht schon mal eine gute Übung für den nächsten Island-Urlaub… die wasserdichten Schuhe und die Helly-Hansen-Jacke halten ganz gut, nur die Jeans war ein Fehler. Zurück auf dem Schiff wird die erst einmal an den Haken gehängt. Heute Nacht brauche ich kein Handtuch als Luftbefeuchter…

Immerhin: Bei dem Wetter langen eineinviertel Stunden für Ålesund. Sogar auf das Einkaufen verzichte ich da gerne. Blubb…

Statt dessen geht es zurück aufs Schiff, raus aus den nassen Klamotten und die Kamera trocken legen. Dann heißt es: Meet the Expedition-Team im Panoramasalon. Drei der vier stellen sich vor (Nummer vier ist malad, und morgen wird eh gewechselt) und erklären das Konzept: Sie machen, was motiviertere Reiseleiter oft gemacht haben, nur noch mehr davon. Wenn es etwas interessantes zu sehen gibt, wird zehn bis fünfzehn Minuten an Deck etwas dazu erklärt (und das ist keine Verkaufsveranstaltung), außerdem gibt es zu den üblichen Ausflügen auch ein paar Hikes – Wanderungen oder ähnliches für alle, die es gerne etwas aktiver haben. Das Konzept klingt nicht schlecht. Bei der Gelegenheit wird auch die erste “Geschmacksprobe” nachgeholt, und wir dürfen getrocknetes Lamm kosten.

Molde

Molde

Um 19 Uhr ist dann Abendessen angesagt, anscheinend mit neuer Speisekarte. Abends gibt es wieder ein Drei-Gänge-Menü mit Lamm, das geschmacklich überzeugt: Auf der Nordlys wird gewürzt, fein.

Nach dem Essen gibt es in der Bar auf Deck 7 kostenlosen Kaffee, und um 20:20 verlassen wir Molde und segeln am Scandic-Hotel vorbei. Es ist wie ein Segel geformt und bei Nacht auch ein interessanter Anblick – bei Tag wirkt es aber dennoch imposanter.

In der Bar gibt es ab 20 Uhr Live-Musik, aber was für mich viel interessanter ist: Wir begegen kurz nach Molde der Finnmarken. Ob wir wieder von einer Vinkekonkuransje überrascht werden? Big Party auf der Finnmarken?

Hallo, Finnmarken!

Hallo, Finnmarken!

Klare Antwort: Nein. Es bleibt bei der Lichthupe der beiden Schiffe, und ich winke ihr alleine von unserem Bug aus zu. Auch diesmal sind auf der Finnmarken wohl viele Passagiere schon in Trondheim ausgestiegen.

Da der Himmel immer noch bedeckt und regnerisch ist, bleibt Zeit für Gespräche (auf den kleinen Schiffen kommt man wirklich leichter ins Gespräch), bis wir um halb zwölf Kristiansund erreichen.

Kristiansund

Kristiansund

Hier gibt es sogar eine Hauch von Weihnachtsbeleuchtung, während des kurzen Halts steige ich aber nicht aus. Stattdessen ist dann doch mal Feierabend angesagt, schließlich wollen wir Trondheim morgen früh gegen 6:30 erreichen.

Hurtigrute mit der Nordlys Tag 1: Bergen und Pepperkakebyen

Irgendwie wird die Hurtigrute ja zur (guten) Gewohnheit: Ich darf schon wieder eine Nordlicht und Sterne Tour für Astronomie.de und Hurtigruten Deutschland begleiten. Diesmal mit der Nordlys – einem Schiff der so genannten neuen Generation, also einem der älteren Schiffe aus den 90er Jahre, und vor allem einem, das noch nicht umgebaut wurde, sondern noch den alten Charme hat. Sehr schön. Vom 24.11. bis zum 4.12. geht die Reise diesmal, Bergen-Kirkenes-Trondheim.

Es gibt nur ein Problem: Ich fliege um 10 Uhr in Stuttgart ab, dank Security soll man zwei Stunden vorher am Flughafen sein, dazu kommt eine halbe Stunde für den Shuttle vom FlyAway Parkservice, bei dem ich mein Auto wieder unterstelle, und zwischen Heilbronn und Stuttgart liegt die A8. Für die 100km plane ich mal lieber zwei Stunden ein, wegen Berufsverkehr, Baustellen und viel zu klein geplanter Autobahn. Wichtige Erkenntnis: Wenn ich um 5:30 losfahre, ist die Strecke sogar in einer guten Dreiviertelstunde machbar. Ich bin also viel zu früh und viel zu müde in Stuttgart. Na, was soll’s. Eine Stunde später im Berufsverkehr hätte es nicht geklappt.

Das kleine SAS-Maschinchen in Stuttgart.

Das kleine SAS-Maschinchen in Stuttgart.

Immerhin ist der Flieger weitestgehend pünktlich, und am Flughafen bleibt genug Zeit für Frühstück und das alter Ratespiel “Wer gehört zur Gruppe, wer hat Gepäckanhänger von Hurtigruten?” Die ersten “Verdachtsfälle” habe ich bereits…

Bis Kopenhagen wird das Wetter besser, und es bleibt bei rund zwei Stunden genug Zeit für Mittagessen und Kontakte knüpfen: Die ersten Vermutungen bewahrheiten sich, ich habe die ersten Gäste identifiziert und komme ins Gespräch, bis das Boarding beginnt. Gegen 15:30 landen wir, und irgendwie bringe ich das Kunststück fertig, als letzter die Maschine zu verlassen und als erster mit Gepäck in die Wartehalle zu kommen, wo Sabine schon auf uns wartet. Mittlerweile werden die Reise zu Familientreffen: Mit ihr und Ekkehard (mit dem ich letzten Monat auf der Finnmarken war) war ich vor rund einem Jahr unterwegs, und auf dem Schiff wartet Angelika, die schon bei meiner ersten Tour Reiseleiterin war. Neu sind mein Ko-Lektor Hans und eben das Schiff, die Nordlys.

Bergen. Regen. Alles in Ordnung.

Bergen. Regen. Alles in Ordnung.

Bald wird es auch etwas voller in der Wartehalle, aber wir haben noch eine Stunde, bis die letzte Maschine aus Amsterdam landet und alle Gäste da sind. Soweit läuft alles glatt: Auch wenn die Lufthansa streikt, haben SAS und KLM alle sicher nach Bergen gebracht, und in der Stadt regnet es. Es ist ja doch einiges an Wind und Regen für den Süden Norwegens vorausgesagt…

Als es gegen 17:30 dann mit fast allen Gästen zum Schiff geht (zwei haben es geschafft, auf eigene Faust vor uns auf der Nordlys anzukommen, sodass wir sie am Flughafen vergeblich gesucht hatten), ist von Bergen natürlich nicht mehr so viel zu sehen. Die Orientierungsrundfahrt ist daher kurz, ohne dass man etwas verpasst. Auch Weihnachtsmärkte oder -beleuchtung sind rar: Ein paar Lichterketten, die über die Bäume geworfen wurden, und die beleuchteten Giebel von Bryggen sind eigentlich schon alles.

Bryggen im Weihnachtsschmuck

Bryggen im Weihnachtsschmuck

Nach etwa einer Stunde treffen wir dann am Hurtigrutenterminalen auf Angelika und Hans, und das Schiff ist auch fast vertraut: Genau wie die Nordkapp gehört sie zur mittleren Generation, und sie hat noch das klassische, maritime Design. Nicht ganz die Nordkapp, aber nah genug dran:-) Im Gedächtnis hatte ich sie aber wohl mit der Nordnorge verwechselt – zumindest gab es ein Schiff, dass der Nordkapp noch ähnlicher war. Aber die Nordnorge wird ja auch modernisiert, schade für die Freunde des klassischen Designs.

Aber die Dinge ändern sich, und auch auf der Nordlys gibt’s was Neues: Sie ist jetzt Expeditionsschiff. Damit kümmern sich jetzt gleich vier Leute statt des Bordreiseleiters um die Gäste und bieten jede Menge kleine Veranstaltungen und Präsentationen an. Das ist an sich gar nicht schlecht, aber die Suche nach einem Vortragsraum ist natürlich kniffliger. Aber das Expeditionsteam sind nette Leute, und wir finden gute Termine. Dabei ist natürlich auch hilfreich, dass die Nordlys mit rund 100 Passagieren alles andere als ausgelastet ist. Damit kann einer erfolgreichen Reise eigentlich nur noch das Wetter im Weg stehen.

Bis zur Abfahrt um 22:30 ist neben der Vortragsorganisation natürlich noch einiges zu tun: Kabine beziehen, um 20:30 die Vorstellung der Crew mit der Infoveranstaltung vom ReiseExpeditionsleiter, Abendessen (das Weihnachtsbuffet, das auch für Besucher aus der Stadt offen steht), und natürlich der Besuch Kiwi, dem Supermarkt um die Ecke. Und wie es sich so ergibt, ist die Pepperkakebyen direkt ums Eck, die Bergener Pfefferkuchenstadt. Wenn man weiß, wo man hin muss, ist das trotz strömenden Regens machbar. Also verkürze ich das Abendessen und mache mich auf zu einem kurzen Besuch. Was soll ich sagen: Eindrucksvoll. Die Bergenser haben ihr Hallenbad leer geräumt und Bergen in Pfefferkuchen nachgebaut. Ob das 90 NOK Eintritt wert ist, ist schwer zu sagen, aber gelohnt hat sich trotzdem, auch wenn ich nur ein paar Minuten da war – echtes Hurtigrutenfeeling halt.

Der Hafen von Bergen bis hin zu Fløyenbahn, Håkonshalle und Arienkirche sowie vieles mehr sind liebevoll bis fantasievoll nachgebildet. Hat was.

Die Crew wird vorgestellt.

Die Crew wird vorgestellt.

Trotzdem muss ich bald schon wieder auf dem Schiff sein, zur Info-Veranstaltung. Ich will doch wissen, was es mit dem Expeditionsschiff auf sich hat. Ralf und Eskild geben die üblichen Infos zum Leben auf dem Schiff, als Expeditionsschiff gibt es noch jede Menge Point of Interests, bei denen etwas erzählt wird. Das kann gut werden, ich bin gespannt. Außerdem werden zu den normalen Exkursionen noch “Hikes” angeboten – getreu der norwegischen Freiluftliebe gibt es also Wandertouren für aktiveres Publikum. Könnte interessant werden – abwechslungsreich, hoffentlich ohne zu viel zu sein. Und das Expeditionsteam ist auch auf Polarlichtjagd. Dann dürften die Durchsagen und die Schiffsbeleuchtung schon mal kein Problem sein. Fein.

Bye, bye, Bergen

Bye, bye, Bergen

Zur Abfahrt trifft man sich dann an Deck, die Nordlys hat ja auch die beiden windgeschützten Bereiche auf Deck 7. Der Raucherbereich ist überraschend voll… und was ich an den kleinen Schiffen mag: Es leichter, ins Gespräch zu kommen. Dürfte eine sehr angenehme Tour werden.

Bergen verlassen wir im strömenden Regen dann erst gegen 23:40 – es gab wohl ein paar Problemchen, die erst noch gelöst werden mussten. Das wird doch kein Finnmarken-Déjà-vu geben? Wie dem auch sei, nachdem wir die Brücke passiert haben, wird es langsam Zeit für Feierabend. Schließlich war es ein langer Tag.

In der Nacht schaukelt es ein wenig, aber immerhin gleichmäßig. Das Westkap morgen früh dürfte interessant werden – ich freu mich schon.

Sensorabstand bei der Digiskopie

Ich beschäftige mich ja schon einige Zeit mit der Digiskopie, also der Fotografie durch’s Okular. Mit dem Handy ist das mittlerweile unglaublich einfach geworden, und mit der Spiegelreflex ist so eine hohe “Vergrößerung” möglich – auch wenn in der Fotografie besser vom Bildmaßstab gesprochen werden sollte, die Vergrößerung hängt ja letztlich vom Bildschirm, Ausdruck oder Foto-Abzug ab. Dabei gilt: Je weiter ein Sensor vom Okular weg ist, desto höher ist die Vergrößerung bzw. desto kleiner ist der Bildausschnitt.

Die Äquivalenzbrennweite – also die Brennweite, die man einer alten Kleinbildkamera für den selben Bildausschnitt benötigt – berechnet sich wie folgt:

fÄquivalent = fObj × ((a/fOku)-1)

Das bezieht sich heute auf DSLRs mit Vollformat; bei APS-C-Kameras kommt für Vergleiche ggf. noch der Cropfaktor dazu: Die physikalische Brennweite eines Objektivs bleibt natürlich unverändert, aber da der Sensor kleiner ist, zeigt das Bild den selben Bildausschnitt wie eine Vollformat-Kamera mit der 1,5-fachen Brennweite (bzw. 1,6 bei Canon).

Der Vorteil des kleineren Sensors ist natürlich, dass er besser ausgeleuchtet wird – die T2-Adapter können den großen Vollformat-Sensor etwas abschatten. Außerdem werden durch den kleineren Sensor Abbildungsfehler der Optik am Bildrand abgeschnitten und stören nicht. Man bekommt sie aber auch weg, indem man den Abstand Okular-Kamera vergrößert.

Klingt zu kompliziert? Ist in der Praxis aber ganz einfach.

Einige Spektive bzw. deren Okulare haben ein Gewinde, sodass ein T-Ring (T2-Adapter) angeschraubt werden kann. Die T-Adapter haben wiederum ein Kamerabayonett und stellen einen Abstand von 55mm vom Auflagemaß zum Kamerasensor bereit. Früher gab es Objektive mit T-Anschluss, so war sicher gestellt, dass man an jeder Kamera ein scharfes Bild kriegt.

DSLR direkt am Trailseeker 65, zusätzlicher Abstand 0mm

DSLR direkt am Trailseeker 65, zusätzlicher Abstand 0mm

Ich habe mir mal den Spaß gemacht, meine Nikon D7100 (APS-C-Sensor) an ein Celestron TrailSeeker 65 Spektiv anzuschließen. Wenn man die Kamera nun mit dem T-Ring direkt an das Okular schraubt, sieht das so aus wie im Bild unten.

Die Kamera sieht dann ein Bild, das nicht ganz so überzeugend ist: Die Ecken sind unscharf, werden nicht ganz ausgeleuchtet und sind verzerrt. Kein Wunder, schließlich soll das Okular ja eigentlich auf unserer gewölbten, kleinen Netzhaut im Auge ein scharfes Bild abgeben und nicht auf einem großen, ebenen Kamerasensor.

APS-C-Kamera über T2 direkt am Okular angeschlossen.

APS-C-Kamera über T2 direkt am Okular angeschlossen.

An einer Vollformatkamera fällt das natürlich noch mehr auf. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man erhöht die Vergrößerung, indem man den Kameraabstand erhöht, oder man macht am PC einen Bildausschnitt.

Kameraanschluss mit Baader TQC Schnellwechsler, Baulänge 16mm

Kameraanschluss mit Baader TQC Schnellwechsler, Baulänge 16mm

Ein größerer Kameraabstand ist dabei natürlich wünschenswert, weil man weiterhin den ganzen Sensor der Kamera ausnutzen kann. Aus Kleinbild-Zeiten (Vollformat) gibt es den Tipp, eine 40mm-Verlängerungshülse zu nutzen. Was braucht man an APS-C?

Ich habe mal mit dem Baader TQC Schnellwechsler angefangen. Der ein oder andere hat so einen Schnellwechsler vielleicht vom Bino-Ansatz des Teleskops ohnehin da. Er hat eine Baulänge von 16mm und den großen Vorteil, dass man die Kamera ausrichten kann, wenn sich das Okular beim Zoomen mitdreht oder die Kamera sonst schief am Spektiv hängt.

Sieht doch gleich viel besser aus:

16mm zusätzlicher Abstand dank TQC-Schnellwechsler

16mm zusätzlicher Abstand dank TQC-Schnellwechsler

Die Ecken sind – vor allem rechts – schon fast so gut wie in der Bildmitte. Links ist es etwas verwaschen, aber das dürfte an der Luftunruhe liegen – auch beim Blick durch das Okular hat das Bild ganz gut gewabert, aber ich hatte keine Lust, für diese Tests auf perfekte Bedingungen zu warten. Das Ergebnis ist auch so zu erkennen. Alle Bilder sind übrigens mit den selben Kameraeinstellungen im manuellen Modus gemacht und unbearbeitet.

Mehr Vergrößerung mit ein (oder zwei) 15mm-Verlängerungen

Mehr Vergrößerung mit ein (oder zwei) 15mm-Verlängerungen

Der nächste Schritt: Mehr Abstand mit zusätzlichen 15mm-Verlängeurngshülsen zum Schnellwechsler. Mit einer Hülse bin ich bei 31mm und mit zwei schon bei 46mm. Die 7,5mm-Hülse hatte ich nicht zur Hand.

Das Ergebnis: 31mm sind auf jeden Fall randscharf, 46mm auch, aber das Bild ist schon ziemlich dunkel (Das Spektiv hat bei der kleinsten Vergrößerung von 16x eine Austrittspupille von 4mm).

31mm Abstand mit TQC und 15mm-Hülse

31mm Abstand mit TQC und 15mm-Hülse

46 mm Abstand mit Schnellwechsler und zwei 15mm-Hülsen

46 mm Abstand mit Schnellwechsler und zwei 15mm-Hülsen

Mein Favorit ist dabei eindeutig die Kombination 15mm-Ring plus Schnellwechsler, wobei der Schnellwechsler alleine auch schon ausreicht, wenn es nicht auf absolute Perfektion ankommt – also auch, wenn nicht alles im Bild gleich weit entfernt ist wie die Dachziegel, sondern ein Vogel irgendwo im Geäst sitzt und ich lieber mehr Bildfeld will.

Der Klassiker: 40mm Abstand mit einer einzelnen Verlängeurngshülse

Der Klassiker: 40mm Abstand mit einer einzelnen Verlängerungshülse

Und wie schaut es mit der klassischen Kombination aus, also nur der 40mm-Hülse? Klar – hohe Vergrößerung und ähnliches Bildfeld wie mit der 46mm-Kombination, also an APS-C perfekt.

Mangels Vollformat-Kamera kann ich das nicht an Vollformat testen… Egal, hier das Bild an APS-C. Wie erwartet ist es scharf bis zum Rand, aber auch sehr stark vergrößert. Mit dem großen Abstand der Kamera vom Spektiv muss man das auch erst einmal stabil montiert bekommen, und die Bildhelligkeit (Öffnungsverhältnis) ist recht gering.

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40mm Abstand mit einer einzelnen Verlängerungshülse

Und das ganze zusätzlich mit dem T2-Schnellwechsler:

56mm Abstand mit einer einzelnen Verlängerungshülse und Schnellwechsler

56mm Abstand mit einer einzelnen Verlängerungshülse und dem Schnellwechsler

Mein Fazit:

Für Vollformat würde ich wie gehabt zu einer 40mm-Verlängerungshülse oder zu 2x15mm plus Schnellwechsler raten.

Für APS-C fährt man mit ca. 30mm Abstand ganz gut – z.B. mit 1x15mm Verlängerungshülse + Schnellwechsler

Aus dem Bauch heraus sollte der Schnellwechsler alleiner (oder eine 15mm-Verlängerung) für Micro 4/3 gut ausreichen.

Tag 11: Trondheim, mal wieder

Lately it occurs to me, what a long strange trip it’s been…

Jede Reise ist anders, und für diese gilt das ganz besonders. Was mit einem für mich als “Winterfahrer” ungewohnten Abstecher in den Hjørunderfjord begann, wurde dann über eine Panne mit ungewissem Ausgang in Trondheim zu einer Highspeed-Kreuzfahrt in den Borden, bevor die Reise dann ab dem Nordkap doch noch zur klassischen Postschiffreise wurde. Eines ist sicher: Wer sich entscheidet, diese Tour noch einmal zu machen (und dann vielleicht noch im Winter, wenn Schnee liegt), wird eine ganz andere Reise erleben.

Und das Nordlicht? Anfangs hatte ich schon befürchtet, auf dieser Reise zwar viel Nordlicht zu sehen, aber keine schöne Show. In jeder Nacht etwas Licht mit Wolken ist blöd, und Dauerbewölkung in der Barentssee erst recht. Aber dann hat die Aurora entgegen allen Prognosen doch noch richtig Gas gegeben, und ich habe mehr Bilder zu Zeitraffern verarbeitet als auf jeder anderen Tour. Wow. Mit über 13.000 Bildern im Gepäck war erst einmal eine neue Festplatte fällig…

Trondheim aus der richtigen Perspektive

Trondheim aus der richtigen Perspektive

Aber alle Dinge enden einmal, und diese ungewöhnliche Tour endete schließlich wie geplant am 3. November 2016 in Trondheim. Diesmal legten wir am richtigen Kai an und hatten den vertrauten Ausblick auf Trondheim. Bereits um 8 Uhr mussten die Kabinen geräumt werden, in der Zwischenzeit konnten wir das Gepäck in einem Konferenzraum zwischenbunkern. Bis zur Abfahrt der Transferbusse um 10 Uhr blieb noch genug Zeit, um der Spitsbergen einen Besuch abzustatten – der neueste Zugang der Hurtigrutenflotte ist eine umgebaute Azorenfähre (Ex Atlantida) und bereits im neuen Arctic Design gestaltet.

Die Spitsbergen in Trondheim

Die Spitsbergen in Trondheim

Was soll ich sagen? Das Schiff ist einheitlich umgestaltet, hier passt die moderne Inneneinrichtung. Sieht gut aus, leider war der Umlauf um den Bug im Hafen gesperrt. Da sie keinen Vortragssaal hat, fällt sie für die Nordlicht-und-Sterne-Touren von Hurtigruten Deutschland und Astronomie.de allerdings aus. Schade.

Sehr cool ist der Fake-Kamin im Salon, bei dem LED-hintergrundbeleuchteter Wasserdampf ein flackerndes Kaminfeuer simuliert. Leider sind die Sessel sehr niedrig, das “Expeditionsschiff” ist wohl eher für die Zielgruppe bis Mitte 20 ausgelegt. Aber hübsch ist sie. Noch beeindruckender ist die Gangway: Sie federt wunderbar, fast wie ein Trampolin. So kommt man noch schneller an Land:-)

Erster Schnee

Erster Schnee

Nach dem Besuch auf der Spitsbergen ging es wieder auf die Finnmarken, Adieu sagen und das Gepäck abholen. Statt des vertrauten “Welcome” beim Scannen der Cruise Card hieß es nun “DRRRRR” – mit dem ersten Verlassen des Schiffs waren unsere Cruise Cards ungültig geworden, und wir durften nur noch mit einer Port Guest Karte an Bord. So schnell kann es gehen…

Kurz vor der Abfahrt hatte es zu schneien begonnen. Der erste Schnee der Saison puderte Schiff und Hafen ein, bis wir in den Bussen saßen. Da noch Zeit bis zum Rückflug war, hatten wir noch ein bzw. zwei Stunden Zeit für einen Aufenthalt in Trondheim. Mittlerweile kennt man sich da ja aus und konnte Fotoziele und Läden rasch abklappern.

Schneeschippen für Profis

Schneeschippen für Profis

Anschließend ging es zum Flughafen und – zumindest für mich – nach einem Mittagessen um 15:05 in den Flieger. Der Flughafen Trondheim hatte mit dem Schnee keine nennenswerten Probleme, sodass der Rückflug ereignislos verlief. Die Armada aus Schneeschiebern ist immer ein beeindruckender Anblick, von dem Deutschland noch was lernen kann.

Mittlerweile – ich schreibe diesen Beitrag am 6. November – sind die “Aufräumarbeiten” auch erledigt. Volkers Präsentation und meine Bilder liegen auf der Geheimseite für die Teilnehmer unserer Reise. Die gehört übrigens nicht zum Standardprogramm, das machen wir freiwillig.

Meine Nordlichtbilder habe ich nun auch schon zu einem Filmchen verarbeitet und bei Vimeo hochgeladen – viel Spaß damit!

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Nordlicht und Sterne GRP 107 – Oktober 2016 from Alex Kerste on Vimeo.

Für mich gibt es nur kurz Ruhe – jetzt heißt es zweieinhalb Wochen lang durcharbeiten, bevor ich am 24. November schon zur nächsten Reise durchstarte. Und kurz danach geht es in einen wohlverdienten Kurzurlaub nach Island, hoffentlich zu noch mehr Polarlichtern.