NanoTracker

Zu den Vorteilen am freiberuflichen Schaffen gehört, dass man einige Kontakte hat. Von Baader Planetarium hatte ich daher schon vor einiger Zeit ein Exemplar des Nano.Trackers zum Testen erhalten. Der kurze Testbericht steht schon länger auf Celestron-Deutschland, jetzt wird es Zeit, ihn auch hier zu veröffentlichen.

Der NanoTracker ist eine kleine Nachführeinheit für Kameras bis 50 oder 70mm Brennweite. Nachdem wir auf der Heilbronner Sternwarte schon lange den AstroTrac im Einsatz haben (eine der besten Investitionen – ich habe kaum eine Chance ihn nutzen, da er ständig ausgeliehen ist), war das Interesse am kompakteren und billigeren Nano natürlich groß.

Der Nano.Tracker macht eine guten und soliden Eindruck, und vor allem: Er ist wesentlich kompakter als der Astrotrack, mit dem ich schon ein paar mal experimentieren konnte. Einen ersten, kurzen Test konnte ich im Mai von meinem Balkon aus machen, als der Große Wagen schön hoch am Himmel stand. Ich verwendete den Nano.Tracker mit einem Berlebach-Stativ, einem zusätzlichen Manfrotto-Kugelkopf und meiner Nikon D50.

Das Einnorden mit dem Peilloch ist nicht ganz trivial, da ein massiver Videoneiger ähnlich groß ist wie der sehr kompakte Nano.Tracker und das Peilloch leicht verdecken kann. Kleinere Stative dürften hier im Vorteil sein… Mit iPhone und der empfohlenen App PushTo war er jedoch sehr komfortabel einzunorden, und dann war der Polarstern auch schön im Peilloch zu sehen. Mit dieser Elektronikhilfe ist alles in weniger als fünf Minuten aufgebaut und die Kamera einsatzfähig.

Da ich den Nano.Tracker am Stadtrand aufgebaut hatte, war ich in der Belichtungszeit natürlich beschränkt und machte meine Versuche mit drei Minuten. Das erste Ergebnis kann sich schon sehen lassen; zum Vergleich habe ich mit den selben Einstellungen auch einmal ohne Nachführung fotografiert (Bild zum Vergrößern anklicken.)

UMa-NanoTrackerFazit: Der Nano.Tracker trägt die Kamera ohne Probleme, ich würde ihm auch schwerere Kameras zutrauen. Der begrenzende Faktor ist wohl eher der Kugelkopf. Für die Sternfeldfotografie ist er eine sehr reizvolle Alternative zu den teureren Nachführeinheiten: Wer im Urlaub ohnehin ein Fotostativ dabei hat, benötigt nur noch einen weiteren Kugelkopf, den Nano.Tracker und Batterien – also nichts, was in einer größeren Fototasche nicht problemlos unterzubringen wäre. Der einzige Wermutstropfen ist der Stromverbrauch; einen Satz Batterien pro Abend kann man einplanen – wie bei Goto-Montierungen auch.

Mit der Nikon D7100 hatte ich ihn auch im Urlaub im Mittelmeer dabei, um Perseiden zu jagen – nur war von dem Sternschnuppenstrom nichts zu sehen. Aber Fluggepäcktauglich ist der kleine Nano auf jeden Fall. Was jetzt fehlt, sind noch die klaren Nächte – auch mit Blick auf den Komet ISON, der langsam in die Gänge kommt. Infos dazu gibt’s regelmäßig unter anderem auf http://www.jahrhundertkomet.de/

Up and running

Knapp 200 Euro später – neue Festplatte, Windows 8, und nachdem das auf meinem MacBook Pro noch nicht läuft, während Windows XP nicht mehr läuft, auch noch Windows 7 – läuft mein Laptop wieder.
Jetzt bremst “Breaking Bad” meine Produktivität…
Damit auch andere in ihrem Schaffenswahn gehemmt werden, sei mal auf Ralph Ruthe von www.ruthe.de verwiesen. Vor zwei Jahren hab ich die Lesung dieses (nicht nur) Comic-Zeichners in München erlebt. Dieses Jahr ist München ausverkauft, aber es lohnt sich. Mein Souvenir von damals:

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Kostenloses Update

Diese Woche war es so weit: Apple hat das neue MacOS Mavericks veröffentlicht – und das Zauberwort verwendet: Gratis.

Klar, auf einem Produktivsystem sollte man nicht gleich upgraden, aber ich hab’s doch gemacht. Gibt ja BackUps, und der Schritt von Snow Leopard auf Mavericks sah lohnenswert aus. Vom OS her habe ich ihn auch nicht bereut (abgesehen davon, dass der Power-Knopf kein Powerknopf mehr ist und ich nicht mehr mit Zwei-Finger-Wischen im Finder navigieren kann). Aber langsam habe ich eine Ahnung davon, wie teuer “gratis” ist. (Und damit meine ich nicht die iCloud-Bindung, auf die Apple verstärkt drängt).

Jedenfalls war ich ab Mittwoch früh erstmal offline – nach dem Reboot war zwei Stunden lang der Wir-fahren-jetzt-hoch-Screen zu sehen, Apple-üblich ohne Infos. Irgendwann entschied ich mich dann für den erzwungenen Neustart mit Apfel-V, um die Boot-Meldungen zu sehen: Irgendwann, nachdem das halbe OS geladen war, kam Mavericks zu dem Schluss, dass da keine Platte vorhanden wäre. Toll.

Okay: Die Platte hatte ich vor längerer Zeit gegen eine Samsung getauscht, und die hatte Apple mal durch ein EFI-Update lahmgelegt – erst durch das Downgrade auf ein älteres EFI-ROM hatte ich sie damals weiterhin auch als interne und nicht nur als externe Platte betreiben können. Da wurde beim Update wohl auch das EFI runderneuert.

Datenverlust gab’s keinen, als externe Platte läuft sie an USB einwandfrei, wenn auch langsam.

Also losgezogen, neue Festplatte gekauft (1 TB als klassische Festplatte (wieder Samsung), nachdem die SSD-Preise immer noch zu hoch sind und eine 500 Gig Platte gleich randvoll gewesen wäre) – 70 Euro. Ein lächerlicher Preis eigentlich, aber für das kostenlose Update nötig. Grmpf.

6 Stunden später, nachdem ein halbes TB über USB kopiert war, lief beinahe alles wieder (bis auf den Ethernet-Anschluss. Ich hoffe, dass das Reparieren der Rechte was gebracht hat – in einem anderen Netzwerk tut er derzeit). Alles? Naja, Parallels 4 ist nun endgültig veraltet und startet gar nicht mehr. Kein Problem, da ich eh schon längst auf BootCamp umgestiegen bin, Win XP läuft da einwandfrei. Oder besser: Lief. Tja, nur ist die Partition natürlich nicht mit geklont worden, und Mavericks unterstützt kein XP mehr.

Also losgezogen, um Win 8 zu kaufen – nochmal 52 Euro. Den Bootcamp-Assistent gestartet und: Win8 wird auf meinem 2009er MacBook Pro nicht unterstützt. Nur Win 7.

Danke, Apple.

Mein Plan fürs Wochenende: Snow Leopard nochmal neu auf der Festplatte installieren, BootCamp mit XP installieren, dann nochmal auf Mavericks upgraden. Und das Win 8 kommt auf meinen Desktop-Windows-PC. Hoffe ich… Oder ich kann XP auf 8 upgraden, aber vielleicht shgaue ich mir vorher mal die Mindestvoraussetzungen an. Ich hab durch Apple ganz vergessen, dass es sowas gibt. Die technischen Daten sind mir mittlerweile sowas von egal, Hauptsache es läuft alles.

Mit anderen Worten: Ich bin morgen auch noch mal offline.

Die gute Nachricht ist: Die Probleme hätte ich (bis auf die Ethernet-Sache, die aber gelöst sein könnte) auch gehabt, wenn ich auf OS X 10.9.1 gewartet hätte. Und ich bin froh, weiterhin DVDs zu kaufen; die iTunes Library ist durch ein paar Serien schon mehr als groß… Und ich hab genug Lesestoff, um was zu tun zu haben, wenn die Daten hin- und hergeschaufelt werden. Nur zum Schreiben am nächsten Buch komme ich wohl wieder nicht. Ich habe ein paar Rezensionen zu schreiben, mit Deadline:-)

Außerdem ist der neue Asterix draußen, mal sehen, was er taugt.

Polarlichtjagd mit Hurtigruten

Jetzt ist es offiziell: Vom 21.2.-4.3. 2014 bin ich an Bord der MS Nordlys und betreue für die Hurtigruten und Astronomie.de eine Polarlichtreise. Wer Lust hat, mitzukommen: Es sind noch Plätze frei:-)

MS NordlysBislang hab ich nur ein Wikipedia-Bild der Nordlys, aber das wird sich dann bald ändern:-)

Auf der Reise wird es nicht nur Chancen zum Polarlicht-Gucken geben (wenn das Wetter hoffentlich mitspielt), wobei es Ende Februar ja noch schön lang dunkel ist, sondern auch eine Reihe von Vorträgen. Ein Vortragsthema passt auch zum nächsten Buch, das ich in Arbeit habe.

Und wer mich vorher erleben will: Am 13. Oktober hat die Sternwarte Heilbronn Tag der offenen Tür.

Keep the Work on the Market

Langsam arbeite ich meine ToDo-Listen auf, der Berg wird etwas kleiner. Ein Punkt, der endlich erledigt ist: Dieses Buch kaufen:

Blick-in-den-Himmel

Vor drei Jahren hatte ich es für die Heilbronner Sternwarte rezensiert – schönes, gut bebildertes Buch mit Praxisbezug. Ihm verdanke ich unter anderem die Idee, mal den Erdschatten zu fotografieren. Was ich krass finde: Es ist im April 2010 erschienen, und jetzt nur noch gebraucht zu erhalten. Nach gerade mal dreieinhalb Jahren kriegt man es im Prinzip nur noch über das Antiquariat, bzw. über Händler, die noch einen Restposten haben.

Kein Wunder, dass so viele Bücher in der Versenkung verschwinden. Eine zweite Auflage gibt es selten, und wenn sie schon nach drei Jahren verramscht werden, haben sie kaum eine Chance, bekannt zu werden…

Robert A. Heinlein hat vor langer Zeit fünf Regeln für erfolgreiches Schreiben veröffentlicht, unter anderem hier zitiert.

  1. You must write
  2. Finish what you start
  3. You Must Refrain From Rewriting, Except to Editorial Order
  4. You Must Put Your Story on the Market
  5. You Must Keep it on the Market until it has Sold

1-3 sind die klassischen Autoren-Probleme, Nummer vier galt mal den Verlagen – mittlerweile kann man den Schritt überspringen, wenn man sich um Lektor und Marketing selbst kümmern kann. Tja, und Schritt 5? Wenn ein Buch bei einem Verlag nach recht kurzer Zeit vom Markt verschwindet, komme ich schon ins Grübeln. Da ist mir das Book-on-Demand und vor allem das EBook doch sehr lieb – da kann ein Buch auf dem Markt verfügbar bleiben, auch wenn die Erstauflage abverkauft ist.

Und es müssen auch keine Bücher aus Steuergründen vernichtet werden.

Neues Seitendesign ist in Arbeit

Ich habe ein neues Seitendesign in Arbeit.

Sieht soweit schon ganz gut aus, das meiste funktioniert.

Der Plan ist, auf der Hauptseite in Zukunft die zeitloseren Beiträge zu sammeln, im Tumblr die Beobachtungstipps und was mir sonst so über den Weg läuft, und Twitter wird sowieso gepflegt…

Die Seiten zu meinen Büchern Astronomie mit dem Fernglas und Astronomie mit Fernglas und Richfield-Teleskopen sowie das Tumblr-Blog gehen weiterhin.