Das war der Welttag des Buchs

So, gestern war er: Der Welttag des Buchs, und damit auch die Aktion Blogger schenken Lesefreude. Die Verlosung ist auch erledigt, wir haben einen Gewinner (Lena, schon benachrichtigt), und der Gewinn geht raus, sobald Amazon wieder druckt (ich habe gestern noch mit den Einstellungen gespielt, morgen dürften meine Bücher wieder lieferbar sein…)

Die Kollegen vom ClearSkyBlog und den AstroZwergen machen die Aktion noch bis zum 30., während ich mich mal auf den Tag des Buchs beschränkt habe. Sechs Rückmeldungen (inclusive den beiden Kollegen) klingt jetzt erst mal nicht viel, aber bei fast 1000 Teilnehmern an der Aktion ist das schon mal nicht ganz schlecht – bei den verlosten Büchern (viele Romane) fällt meins schon ein wenig aus der Reihe und geht leicht unter. Immerhin war’s so leicht, die Gewinnerin auszuwürfeln:-) Nächstes Jahr, wenn ich mehr Vorlaufzeit habe (meine Teilnahme war ja doch recht spontan), mache ich das vielleicht auch länger.

Wie sieht’s mit den Zugriffszahlen aus? Die Anzahl der Besucher liegt etwas höher als normal, das geht fast im Rauschen unter. Was aber auffällt: Wer da war, hat deutlich mehr Seiten angeschaut als üblich – Interesse war also da. Von daher schon mal nicht schlecht, vielleicht habe ich ja dem ein oder anderen Lust auf’s Sternegucken gemacht (oder übers Blog auf Polarlichter).

Viel Spaß noch bei den anderen Teilnehmern, die bis zum 30. Bücher verlosen – ich muss jetzt mal am nächsten Buch weiterschreiben. Zwei sollten dieses Jahr noch fertig werden…

Blogger schenken Lesefreude

Herzlich willkommen zum Tag des Buchs!

Blogger_Lesefreude_2014_LogoZum zweiten mal findet nun die Aktion Blogger schenken Lesefreude statt, und diesmal bin ich auch dabei. Unter allen, die am 23.4.2014 diesen Beitrag kommentieren, verlose ich nach dem Zufallsprinzip ein Exemplar meines Buchs Astronomie mit dem Fernglas – Edition Schwarz-Weiß. Wer es vorher kennenlernen will und noch nicht weiß: Das ganze Buch ist auch auf freebook.fernglasastronomie.de/ zu lesen (als Webseite)

Die Teilnahmebedingungen:

  • Teilnehmen darf jeder ab 18 Jahren (Sorry, aber in Deutschland ist das reiner Selbstschutz – aber wer jünger ist, kann ja seine Eltern bitten)
  • Um am Gewinnspiel teilzunehmen, müsst Ihr nur einen netten Kommentar zu diesem Beitrag hinterlassen – und zwar am Tag des Buchs, also dem 23.4.2014, zwischen 0:00 und 23:59 MESZ. Wichtig ist, dass Ihr dabei eine gültige EMail-Adresse angebt – ansonsten kann ich den Gewinner nicht kontaktieren und nach den Adressdaten fragen. Die Auslosung erfolgt dann am 24. April. Der Gewinner wird mit dem Name, den er im Kommentar abgebt, veröffentlicht. Der Name ist bei den Kommentaren natürlich sichtbar, die EMail-Adresse nicht. Wie bei allen Kommentaren wird die EMail-Adresse gespeichert, aber nicht für Werbung oder anderes weiterverwendet – sie wird nur für diese Verlosung genutzt.
  • Blogkommentare werden von mir in der Regel manuell freigeschaltet – das gilt dem Schutz vor Spam, aber auch um nicht für irgendwelche illegalen Beiträge haftbar gemacht zu werden. Wer Beiträge verfasst, die mir Probleme machen können, hat keinen Anspruch auf die Veröffentlichung oder die Teilnahme am Gewinnspiel. Aber das sollte eigentlich selbstververständlich sein.
  • Das Buch verschicke ich dann als Geschenk per Amazon.de an eine deutsche Lieferadresse – ich muss die Adresse also an Amazon weitergeben.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ach ja, und wer noch mehr Lust auf Astro hat: ClearSkyBlog und Astrozwerge machen auch mit.

Und wer keine Lust auf Astronomie hat, da hätte ich noch ein paar Lesetipps aus der Comic-Ecke:

  • Das Leben ist kein Ponyhof ist was für alle aus der “Geek-Ecke”: Die Kölner Zeichnerin berichtet fast aus ihrem WG-Leben (mit einem Elefant, einem psychopathischen Pony und einem Pilz). Reinschauen lohnt sich, es gibt einige interessante Storylines. Sprache: Deutsch.
  • Codename Hunter hat nicht nur großartige Zeichnungen, sondern auch eine interessante Story (leider nur auf Englisch): In England wurde die Magie seit der Zeit Wilhelms des Eroberers unterdrückt, aber seit dem Zweiten Weltkrieg kommt sie wieder – eine lange Story, also von Anfang an lesen. Ist auf Englisch, und alle bisherigen Ausgaben sind sowohl online als auch als .cbz erhältlich.
  • Today-I-Blog ist was für zwischendurch: Das Skizzenbuch von ein paar Zeichnern. Keine Story, aber als ganz hübsche Sachen dabei.

Viel Spaß!

Taubensuhler Astronächte (mit Polarlichtern und 10Micron Leonardo)

Am ersten Maiwochenende, vom 1. bis zum 4. Mai, veranstalten die Kollegen der Bellheimer Sternwarte wieder ihr Teleskoptreffen, die Taubensuhler Astronächte. Am Samstag, dem 3. Mai werde ich auch da sein: Irgendwann am Nachmittag halte ich meinen Vortrag über die Hurtigrutenreise; die genaue Uhrzeit gibts auf der Bellheimer Webseite. Hier sind ein paar Impressionen von 2010:

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1.Taubensuhler Astronächte(2010) from Refek on Vimeo.

Die Leonardo mit einem ED80/600 und Herschelkeil.

Die Leonardo mit einem ED80/600 und Herschelkeil.

Das ganze ist ein Teleskoptreffen, aber ich werde wohl trotzdem ohne Teleskop da aufkreuzen (oder vielleicht den kleinen 60er Lunt der Heilbronner Sternwarte mitnehmen, mal schauen). Was aber da sein wird: Die 10Micron Leonardo Großfernglas-Montierung, die wir grad in Heilbonn zum Testen haben.

So eine Parallelogramm-Montierung ist eine feine Sache, da ein Objekt immer im Gesichtsfeld bleibt, auch wenn man die Höhe verstellt – aber wenn sie richtig tragfähig sein soll (ein 100mm-Großfernglas liegt locker mal bei 11 kg), wird’s teuer. Es gibt jetzt eine süße Orion Monster Montierung, die für so große Ferngläser beworben wird und lediglich 6,5kg trägt, aber wenn das ein Monster ist, weiß ich nicht, was die Leonardo dann ist – Leviathan? Midgard-Schlange? Imposant ist sie auf alle Fälle, tragfähig auch, und sie läuft butterweich. Den ED80-Refraktor mit Herschelkeil trägt sie auf jeden Fall problemlos, und bei ca. 13kg Taglast würde sogar ein C8 gehen.

Ob sie mal eine neue Heimat in Heilbronn finden wird, wird sich zeigen – am nächsten Samstag wird sie (wenn das Wetter mitspielt) erstmal bei unserem Stand bei Kinder Kinder in der Heilbronner Innenstadt zu sehen sein, danach auf dem TAN und dann natürlich auf dem ATT in Essen.

Also, wer Lust hat, in Ruhe in die Sterne zu sehen oder meine Polarlicht-Reise nochmal nachzuvollziehen, einfach Anfang Mai zum TAN kommen – hoffen wir, dass das Wetter mitspielt.

ISS über Heilbronn

Es ist mal wieder soweit – zurzeit ist die Internationale Raumstation ISS am Himmel zu sehen. Zeit, es mal wieder mit Fotos zu versuchen…

Im Prinzip ist es ganz einfach: Man nehme ein gutes Teleskop mit viel Brennweite – in meinem Fall kann ich ja auf der C14 der Heilbronner Sternwarte zugreifen – , eine gute Kamera (meine Nikon D7100 – wobei Vollformat wegen des größeren Sensors noch besser wäre, das erhöht die Chancen, die flinke Raumstation auf’s Bild zu bekommen) und die passenden Adapter, um die Kamera ans Teleskop anzuschließen. Tja, und dann noch den Sucher justieren, dass er möglichst gut passt (wir haben zum Glück einen Telrad und einen optischen Sucher montiert), dann mal an Jupiter scharfgestellt und den Fernauslöser montiert.

Jupiter war auch eine gute Möglichkeit um die Belichtungszeit grob abzuschätzen. Ich bin dann bei 800 ISO und 1/640 Sekunde Belichtungszeit gelandet – Öffnung (14 Zoll/35cm) und Brennweite (3900mm), also f/11, sind ja durch das Teleskop vorgegeben.

ISS über Heilbronn

ISS über Heilbronn

Die schöne Webseite http://www.heavens-above.com/ gibt für jeden Standort die Sichtbarkeitsdaten aus, und diesen Abend um 22:03 war es soweit: Als heller Stern (bis zu -3,3 mag, sogar noch heller als Jupiter) tauchte die Station am Nordwesthorizont auf, um fast im Zenit über Heilbronn hinwegzuziehen. Also: Alle Achsklemmen der Montierung gelöst, die Kamera auf Dauerfeuer gestellt (ist genau wie Liveview eine tolle Sache für so was), und ab dafür. Dank GPS-Empfänger, der den Fernauslöser durchschleift, habe ich auch bei dem Bild die korrekte Uhrzeit.

Knapp 300 Bilder später konnte ich mich dann an die Auswertung machen: Immerhin auf zehn Bildern war sie drauf, gar nicht so schlecht. Schön war sie aber erst fast im Zenit, als der Abstand am geringsten war – irgendwo um die 400km, vielleicht auch etwas weniger. Damit war sie am hellsten, aber auch am schwersten zu treffen, da dann langsam die Montierung dem Teleskop im Weg war, und es auch direkt nach oben gerichtet war.

Aber die Ergebnisse sind für meinen zweiten Versuch gar nicht so mies. Ich hab auch zum Größenvergleich noch ein Foto von Jupiter eingefügt, aus der Serie zum scharf stellen. Ja, die Bilder könnten etwas schärfer sein (nächstes Mal vielleicht doch etwas kürzer belichten), aber soweit schon mal nicht ganz schlecht. Nachbearbeitet ist noch nichts. Endlich lohnt sich auch mal die Pixeldichte der Nikon D7100: So füllt die Raumstation ein paar Pixel mehr, und man kann etwas mehr erkennen. Das Bild einfach anklicken, um zur vollen Auflösung gelangen.

Blogger schenken Lesefreude

Blogger_Lesefreude_2014_LogoDer Stefan vom ClearSkyBlog bewirbt es ja schon sehr motiviert: Am 23. April ist Welttag des Buchs, und passend dazu läuft die Aktion Blogger schenken Lesefreude. Tja, und wenn Stefan dabei ist und die Astrozwerge auch, kann ich wohl schlecht zurückstehen. (Nein, im Ernst: Ist eine schöne Aktion. Das hat mit Gruppenzwang gar nichts zu tun. Echt nicht.) Also: Am 23. April erscheint von mir (wenn WordPress das automatisch macht, eingestellt ist es schon mal) ein kleiner Beitrag mit den Teilnahmebedingungen, den Ihr dann am 23.4. kommentieren könnt. Aus den Kommentaren aus diesem Tag wähle ich dann per Zufallsprinzip einen aus, und der Kommentator eine gültige EMail-Adresse angegeben hat, kriegt er von mir eine Mail. Sobald ich seine Adresse habe, schicke ich per Amazon ein Exemplar von Astronomie mit dem Fernglas – Edition Schwarz-Weiß an ihn raus.

Also: Wer hat noch was zu verschenken?

Relaunch

Man nehme einen schönen, sonnigen Tag… und zerschieße seine Homepage im Zuge der Produktpflege. Das ist die perfekte Möglichkeit, um einen Sonntag zu verbringen. Grmpf. Immerhin: http://freebook.fernglasastronomie.de/ hat jetzt ein für Mobilgeräte taugliches Layout und einen modernen Unterbau erhalten. Nur die alten Links gehen alle nicht mehr.

Das hatte ich zwar schon länger vor, aber noch nicht gleich für heute. Wie gefällt’s euch? Ich muss noch sehen, wie ich die Links zu dieser Seite und zu meinem großen Buch auffälliger kriege, und werde wohl irgendwann noch etwas am Layout feilen. Immerhin geht das jetzt einfacher.

Dann muss ich irgendwann noch http://www.fernglasastronomie.de/ aufhübschen.

Und wie war euer Wochenende?

Tabs to close

Drei Wochen nach den Hurtigruten habe ich endlich mal wieder so was ähnliches wie ein freies Wochenende und komme vielleicht dazu, ein paar Baustellen zu schließen. Browser-Tabs gehören dazu:-)

Wer viel Lesestoff sucht, wird bei Stefan Gotthold fündig: Er hat in seinem Clear Sky Blog mittlerweile 72 Astro-Blogs vorgestellt. Darunter auch meins, so dass ich wirklich mal dazu kommen sollte, hier wieder Beobachtungstipps einzustellen. Wobei ich sie wohl nicht mehr in meinem Tumblr-Blog posten würde, sondern gleich hier.

Kostenloses Schulbuch von der DLR

Kostenloses Schulbuch von der DLR

Noch mehr Lesestoff ging neulich durch Twitter und den Rest vom Web: Die DLR hat mit Klett MINT ein Buch zum Sonnensystem herausgebracht. Als Lehrbuch für Grund- und weiterführende Schulen (Klasse 3-6) gibt es allen schöne Tipps, die mit Kindern arbeiten. Sehr cool: Es gibt auch viele kleine Experimente!

Das Buch gibt’s nicht nur gedruckt, sondern auch als PDF-Download unter http://www.dlr.de/next/desktopdefault.aspx/tabid-9383/16083_read-39594/ Mit Kopiervorlagen und mehr ist es nicht nur für Lehrer interessant, sondern für alle die astronomische Jugendarbeit machen.

Bitte mehr davon!

Und wenn ich schon beim Links weitergeben bin: Die DLR sucht noch neue Follower auf Twitter, und zwar für @DLR_Next, den Bereich für junge Leute. Denen zu folgen lohnt sich auch ohne den Leuchtkuli, mit dem grad Leute bestochen werden. Das oben erwähnte Buch ist übrigens auch von der DLR-Next-Sparte. Der Hintergrund für das #SpaßkämpfchenmitAlex ist eine Wette: Schafft es DLR_Next auf 10.000 Follower, bevor Alexander Gerst ins All fliegt? Ich hoffe doch:-)

A propos 10.000: Die Astrozwerge haben die 10.000 Blogaufrufe geknackt. Auf zur 100.000er-Marke! Dürfte jetzt ja schneller gehen:-)

Hab ich wen vergessen? Klar. Aber für’s erste muss das reichen. Obwohl…

Aus dem Today-I-Blog

Aus dem Today-I-Blog

Bunte Bilder: http://the-to-day-i-blog.tumblr.com Ich kenne die Künstlerin (naja, kennen ist vielleicht übertrieben), und mag sein, dass da mal ein neues Projekt bei raus kommt. Es ist immer wieder faszinierend, was dabei rauskommt, wenn man mal mit anderen Leuten spricht, und wie lange es manchmal dauert, bis aus einer Idee was völlig anderes wird. Und was heute prinzipiell möglich ist. Ohne das Hashtag tauchen übrigens auch die anderen Künstler auf, die in da ihre Werke zeigen.

Und Dog-Content hab ich auch noch gefunden. Erst dieser Tweet:


Und dann das hier. Ist schon gemein, sowas. Einfach arme Hunde ärgern.

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Das wars jetzt aber vorerst.

Und jetzt: Back to work.

Hurtigruten Tag 12 – Trondheim und der Rückflug

So stellt man sich ein Postschiff vor: Die MS Lofoten.

So stellt man sich ein Postschiff vor: Die MS Lofoten.

Das wars also: Ein letztes Frühstück, alles in den Koffer stopfen, wo man gestern wegen dem letzten Polarlicht nicht dazu gekommen war, und um 9:00 war Treffpunkt an der Rezeption ausgemacht. Aber als gute deutsch-schweizer Reisegruppe waren um 9 Uhr natürlich schon alle am Transferbus. Für einen Besuch auf der Lofoten, die mit der Nordkapp am Kai liegt, bleibt keine Zeit: Man ist ja auch Ansprechpartner und will ggf. beim Gepäck helfen, außerdem ist das die Chance, einige Leuten noch Adieu zu sagen.

Anstatt direkt zum Flughafen zu fahren und uns dort die Beine in den Bauch zu stehen, machen wir noch einen längeren Halt am Nidaros-Dom: Fast eineinhalb Stunden bleiben uns, um noch einmal Trondheim unsicher zu machen. Einkaufen, die Gassen bewundern… wir entscheiden uns für die Festung Kristiansten, die mit einem flotten Fußmarsch gut zu erreichen ist. Da oben bleibt nach gut 20 Minuten Fußweg zwar nicht viel Zeit, aber es langt, um einmal durch die alte Festungsanlage zu schlendern und bei herrlichem Wetter den Blick über Trondheim und zurück zur Nordkapp schweifen lassen, die noch im Hafen liegt. Als sie noch einmal tutet, damit alle Passagiere an Bord kommen, wird so richtig bewusst, dass die Reise nun zu Ende ist.

Hoch über Trondheim: Die Festung Kristiansten

Hoch über Trondheim: Die Festung Kristiansten.

Der berühmte Fahrrad-Lift

Der berühmte Fahrrad-Lift

Auf dem Rückweg stolpern wir noch über eine Sehenswürdigkeit, über die uns an Bord vorgeschwärmt wurde, die wir beim letzten Mal aber glatt übersehen hatten: Den Fahrradlift. Trotz des frühlingshaften Wetters ist er nicht in Betrieb, aber das Prinzip wird klar: Man setzt sich auf sein Rad, einen Fuß auf den Lift, und der katapultiert einen dann den Hügel hoch. Cool. Mit Einstellmöglichkeit für Anfänger und Profis. Sehr nett.

Aber es gibt kein Zurück: Wenig später sitzen wir im Bus, auf dem Weg zum Flughafen Trondheim, ein gutes Stück außerhalb der Stadt. Wie in Frankfurt heißt es auch hier, sein Gepäck selber einchecken – obwohl es hier wenigstens noch echte Mitarbeiter gibt, falls es Probleme gibt. Die Security ist diesmal kein Problem (zumindest für alle, die weder braunen Käse noch Marmelade [läuft als Flüssigkeit und somit als Terrorwaffe {ich frag mich grad, ob die skandinavischen Airlines Surströmming im Handgepäck zulassen würden – es ist schon was dran an der Erkenntnis, dass der einzige Beitrag der Schweden zur internationalen Küche die Edelstahlküche ist…}] oder die Sprudelflasche fürs Vesper dabei haben – der Käse darf durch, der Rest muss verzehrt oder entsorgt werden), und dann bleibt genug Zeit, um den Duty-Free-Bereich zu erkunden. Der Versuch, unsere letzten Kronen bei der Pizzeria loszuwerden, scheitert kläglich: Die Gruppe um Volker und mich wird als Trinkgeld für die Fahrt noch auf eine Runde Pizza eingeladen. Besten Dank nochmal Richtung Bodensee:-)

Unwiederstehlich: Trollturen von Ivar Rødningen. Gab's auch auf Französich; die Wahl fiel leicht...

Unwiderstehlich: Trollturen von Ivar Rødningen. Gab’s auch auf Französisch; die Wahl fiel leicht…

In der Buchhandlung werde ich dann aber doch noch etwas Geld los: Nachdem das mit dem norwegisch lesen schon so gut klappt und die Fahrt nicht die letzte gewesen sein wird, schlage ich hier zu. Was gibt es besseres, um zuhause eine Sprache zu lernen, als Bücher in ihr zu lesen? Ich lande bei den Kinderbüchern. Der Verlag der Trollturen sitzt sogar in Trondheim. Beim Vergleichen der Beute hätte Kirsten dann beinahe verraten, wie die Geschichte ausgeht…

Und irgendwann ging dann die Abreise weiter, zuerst ins verschneite Oslo, wo wir am teuersten Burgerstand unsere letzten Kronen los wurden. Praktisch: Zahl mit Kronen und den Rest mit Kreditkarte. Blöd: Unsere Mitreisenden denken langsam, dass wir nur am Essen sind.

Vorher bot sich in einer Buchhandlung noch die Gelegenheit, weitere Kronen loszuwerden. Beim Angebot “Zwei Bücher zum Preis von einem” kann ich nicht wiederstehen, auch wenn’s englische Romane sind. Hier rächt sich meine Geizigkeit: Wenn ich mir das Datenroaming für eine weitere Woche gegönnt hätte, hätte ich gleich gesehen, dass Norwegen auch dann kein Schnäppchenland für Bücher ist, wenn eins umsonst ist. Was für Preise…

Bevor wir in die Maschine nach Frankfurt einsteigen, können wir der Gruppe noch Ade sagen, die weiter nach Süden fliegt, und und ab dafür. In Frankfurt kommt sogar alles Gepäck an, das Auto ist auch noch da, und dann sind wir fort. Das war’s mit Nordlicht und Sterne 2014 für uns.

Ich habd doch ganz schön viel fotografiert, wie die GPS-Daten verraten...

Ich hab doch ganz schön viel fotografiert, wie die GPS-Daten verraten…

Was bleibt? Die Idee, im Herbst mal nach Tromø zu fliegen, um Polarlichter von Land aus zu fotografieren. Die Überzeugung, die Reise nochmal machen zu wollen. Die Erkenntnis, dass dieses Pepsi Max gar nicht so schlecht ist (an Bord gab’s keine Coke). Über 6000 Fotos – alle 1,5 Kilometer eines, zum Glück fast alle mit GPS-Koordinaten. Und eindeutig dieser Hurtigrutenvirus. Ich bin jetzt auch im Ambassador-Programm und hoffe, dass sich dafür nicht Hurtigruten bei mir 5% Rabatt und 25% Frühbucherrabatt gönnt, wenn ich die nächste Tour begleite…

Am nächsten Tag kommt dann der Schock mit der Realität wieder, beim Blick in die Mailbox. Mit dem Schwanken an Land hab ich zum Glück keine Probleme, aber mir fehlen die å und ø. MÅ wäre doch ein viel passenderes Kennzeichen für “Monnem” als MA, oder?

Mit anderen Worten: Wann geht das nächste Schiff?