Sagenhafter Sternenhimmel – Online-Vortrag für das Haus der Astronomie

Alle Welt erzählt gerade, dass man wegen der Corona-Krise so viel Zeit hätte. Aber wenn man sowieso Home-Office macht, gibt’s da keinen großen Unterschied, und ich habe zum Glück auch so noch genug zu tun. Die Krise hat zwar zwei Nordlicht-und-Sterne-Touren gekostet, aber ich bin erst zum Jahresende wieder dran.

Alt: Der Sonnenwagen von Trundholm

Jedenfalls habe ich gerade auch wieder etwas Zeit, mich einem alten Projekt zu widmen: Einem Buch über den Sternenhimmel und seine Sagen auch abseits des alten Griechenlands. Dazu gibt es überraschend wenig Quellen, und noch weniger aus den letzten 50 Jahren. Die Recherchen dazu sind weitestgehend abgeschlossen, jetzt muss ich es „nur noch“ ins Reine schreiben. Aber zu dem Thema habe ich schon lange einen Vortrag, den ich regelmäßig auf der Hurtigrute halte und auch schon mal auf dem TAN der Sternwarte Bellheim gehalten hatte. Das TAN ist dieses Jahr ja genauso ausgefallen wie mein Irland-Trip, also habe ich Zeit – und das Haus der Astronomie in Heidelberg macht unter dem Titel „Faszination Astronomie Online“ eine Reihe von Vorträgen, die live auf Youtube gestreamt werden und dort dann auch archiviert werden. Nun, die Astro-Szene ist klein, und Caro vom HdA hat gemeint, dass das sogar mit dem DSL6000 von 1&1 gehen müsste (auch wenn das oft genug nicht für Internetradio langt), und Geld gibt’s auch keins, also habe ich mir flugs einen Termin gesichert: Am 12. Mai um 19 Uhr gebe ich einen kleinen Überblick über die Entstehung der Sternbilder von der Eiszeit bis zu dem, was in Europa bis hoch zum Nordkap überliefert ist:

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https://www.youtube.com/watch?v=wFeSCh1OwoE

Und da nur eine halbe Stunde angepeilt ist, ich aber noch mehr habe, gibt’s zwei Tage später gleich den zweiten Teil, mit einem Blick auf den Rest der Welt und die Geschichte vom alten Sumer bis heute.

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https://www.youtube.com/watch?v=cqIG-eGJRc0

Wie es sich gehört, ist das keine reine Wiederholung des selben Vortrags, sondern ändert sich immer wieder mal. Manches, was ich auf der Hurtigrute erzähle, fehlt, dafür ist Göbekli Tepe neu dazugekommen.

Lasst euch überraschen!

Taubensuhler Astronächte (mit Polarlichtern und 10Micron Leonardo)

Am ersten Maiwochenende, vom 1. bis zum 4. Mai, veranstalten die Kollegen der Bellheimer Sternwarte wieder ihr Teleskoptreffen, die Taubensuhler Astronächte. Am Samstag, dem 3. Mai werde ich auch da sein: Irgendwann am Nachmittag halte ich meinen Vortrag über die Hurtigrutenreise; die genaue Uhrzeit gibts auf der Bellheimer Webseite. Hier sind ein paar Impressionen von 2010:

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1.Taubensuhler Astronächte(2010) from Refek on Vimeo.

Die Leonardo mit einem ED80/600 und Herschelkeil.

Die Leonardo mit einem ED80/600 und Herschelkeil.

Das ganze ist ein Teleskoptreffen, aber ich werde wohl trotzdem ohne Teleskop da aufkreuzen (oder vielleicht den kleinen 60er Lunt der Heilbronner Sternwarte mitnehmen, mal schauen). Was aber da sein wird: Die 10Micron Leonardo Großfernglas-Montierung, die wir grad in Heilbonn zum Testen haben.

So eine Parallelogramm-Montierung ist eine feine Sache, da ein Objekt immer im Gesichtsfeld bleibt, auch wenn man die Höhe verstellt – aber wenn sie richtig tragfähig sein soll (ein 100mm-Großfernglas liegt locker mal bei 11 kg), wird’s teuer. Es gibt jetzt eine süße Orion Monster Montierung, die für so große Ferngläser beworben wird und lediglich 6,5kg trägt, aber wenn das ein Monster ist, weiß ich nicht, was die Leonardo dann ist – Leviathan? Midgard-Schlange? Imposant ist sie auf alle Fälle, tragfähig auch, und sie läuft butterweich. Den ED80-Refraktor mit Herschelkeil trägt sie auf jeden Fall problemlos, und bei ca. 13kg Taglast würde sogar ein C8 gehen.

Ob sie mal eine neue Heimat in Heilbronn finden wird, wird sich zeigen – am nächsten Samstag wird sie (wenn das Wetter mitspielt) erstmal bei unserem Stand bei Kinder Kinder in der Heilbronner Innenstadt zu sehen sein, danach auf dem TAN und dann natürlich auf dem ATT in Essen.

Also, wer Lust hat, in Ruhe in die Sterne zu sehen oder meine Polarlicht-Reise nochmal nachzuvollziehen, einfach Anfang Mai zum TAN kommen – hoffen wir, dass das Wetter mitspielt.