Polarlicht in Baden-Württemberg – 19.&20. Januar 2026

Auch wenn die Sonnenaktivität allmählich nachlässt, bewahrheitet es sich wieder einmal: Nach dem Maximum gibt es immer wieder große Ausbrüche. Und während in Norwegen eine Schönwetterkatastrophe ist und die Polarnacht sich von ihrer besten Seite zeigt, ist in Süddeutschland entlang vom Rhein nur deprimierende Nebelsuppe.

Die große Polarlichtshow vom Abend des 19. Januar habe ich daher verpasst, da hätte ich kurzfristig eine gute Stunde auf der Suche nach Wolkennebellücken und einem passenden Beobachtungsplatz fahren müssen. Aber auch am 20. Januar war noch gut Aktivität vorhergesagt, und immerhin musste ich diesmal nur eine halbe Stunde durch gewundene Landstraßen in den Schwarzwald fahren, um bei Dobel einen Parkplatz mit einigermaßen freier Sicht nach Norden zu finden. Denn was gibt’s im Schwarzwald? Genau – Wald und Täler. Da bringt ein Waldparkplatz nichts. Außerhalb von Dobel zwar auch einige störende Straßenlampen installiert (Lichtverschmutzung gibt’s im kleinsten Ort), aber die Lampen außerhalb blenden nicht ganz so sehr wie die Strahler im Ort.

Ein schnelles, verwackeltes Handybild um 19:23: Noch nichts zu sehen.

Tolle Bilder habe ich diesmal nicht zu bieten, nur ein paar Schnappschüsse mit dem Handy. Um 19:30 war noch nichts zu sehen, ein paar Minuten später gab es dann einen leichten Rotschimmer im Norden, den die Kamera auch deutlich rot zeigte:

Ein Rotschimmer am Horizon um 19:42. Rechts der Große Wagen.

Vom Streulicht am Horizont war der Lichtschimmer zu unterscheiden, aber von den Strukturen, die am Vortag gepostet wurden, war nichts zu sehen.

19:46: Der Schimmer hält sich

Diesmal war das Schauspiel für uns tief im Süden bereits nach einer Viertelstunde vorbei, auch die Webcams in Norwegen zeigen aktuell wenig Aktivität.

20:02: Die Vorstellung ist beendet.

Gegen 20 Uhr war nichts mehr zu sehen. Kurz im Auto aufwärmen, dann gegen 20:45 nochmal rausschauen: Immer mehr Wolken, der Nebel kommt näher. Das war es für heute – selbst wenn da doch noch Aktivität kommt, gegen das Wetter hat das Polarlicht keine Chance. Aber immerhin, es war eine Versuch wert, und ich weiß jetzt, wo in Windy die Nebelprognosen versteckt sind.

Also ab nach Hause – nach ein paar Kilometern hat mich der Nebel wieder.