Hurtigrute Tag 12: Auf nach Bergen

Tag 12 unserer elftägigen Reise beginnt. Wie das geht: Wir – oder besser gesagt, die Nordkapp – sind am 1. Oktober um 20:30 gestartet und kommen am 12. Oktober gegen 14:30 wieder in Bergen an. Macht 11 volle 24-Stunden-Tage. Da die Hurtigrute so weit im Süden keinen Versorgungsauftrag mehr hat, weil es zahlreiche andere Schifffahrtsgesellschaften und Transportmöglichkeiten gibt, tut sich heute nicht viel. Wir erreichen Florø mit einer Viertelstunde Verspätung, holen aber auch keine Zeit rein: Hier wird einiges an Ladung gelöscht. Vom Ort selbst sieht man vor lauter Containern nicht viel, nur die Kirche, ein paar Häuser und eine tolle Landschaft lassen sich über den Industriehafen hinweg erspähen. Während der Anfahrt hatten wir Nieselregen und werden wieder mit einem kleinen Regenbogen belohnt.

Punktlandung

Der nächste Punkt auf der Tagesordnung: Koffer packen und rausstellen. 23kg gesteht KLM einem zu, meine Kofferwaage zeigt – auch nach den Ersatzeinkäufen wegen des verlorenen Gepäcks – 22,88kg an. Na, hoffentlich geht sie genau. (Bevor ich hier mit dem billigen Stilmittel des Cliffhangers arbeite: Die Waage am KLM-Schalter zeigt 22,9kg an. Passt.)

Bis 10 Uhr muss der Koffer draußen stehen und die Kabine geräumt sein. Eine angenehme Zeit, das hatte ich auch schon morgens um 8, bzw. in Trondheim bis Mitternacht – aber da konnte man ihn auch morgens mitnehmen, wenn man Schiff und Kabine verlässt.

Der Rest des Tages ist ruhig – wir verbringen ihn erst am Reiseleitertisch vor dem Restaurant, dann im Panoramasalon, wo überraschenderweise doch noch Plätze frei waren. Das Schiff ist wirklich ziemlich leer. An Programmpunkten gibt es noch den schönen Steinsund, das Mittagessen und das war’s dann eigentlich auch. Wenn ich nicht so groggy wäre und auch mein Handgepäck heute früh abgegeben hätte, hätte ich den Tag wohl an Deck verbracht. Aber irgendwie ist so eine Tour doch anstrengend, und ich passe auf unser Gepäck auf. Daher gibt’S diesmal kaum Bilder, auch wenn wir endlich richtig schönes Wetter hatten. Bei Regen oder gar Sturm macht die Strecke keinen Spaß, dann sitzt man nur rum – so kann man wenigstens die Landschaft noch einmal genießen.

Bergen erreichen wir recht pünktlich, aber bis alle im richtigen Bus sind, das Gepäck verstaut ist und der Fahrer den Alkoholtest gemacht, um seinem Fahrzeug zu beweisen, dass er es fahren, vergeht ein wenig Zeit. Etwa 20 Minuten sind wir am Flughafen, gehen direkt zum Check-In-Schalter, Boardingpass abholen und Coronazertifikat vorzeigen (wozu auch immer – es wird angeschaut und gefragt, ob man zweimal geimpft ist), dann noch die Security (wie immer viel freundlicher als in Deutschland) und ab durch den Duty Free zum Terminal.

Bord-Essen

Mit 15 Minuten Verspätung ist dann auch der Flieger da, der uns ohne weitere Probleme und sogar fast pünktlich nach Amsterdam bringt. Das Essen an Bord hat aber wie erwartet nichts mit dem Menü zu tun, das die App gestern versprochen hatte. In Amsterdam trennen sich unsere Wege wie immer hektisch – jeder versucht, seinen Flieger zu erwischen, aber es müsste eigentlich klappen. Das ist bei diesen Reisen eigentlich immer schade: Das Ende geht Schlag auf Schlag.

Tja, und das war die erste Nordlicht-und-Sterne-Tour seit der Corona-Pause: Unvergesslich, mit einem wirklich schönen Polarlicht und einer tollen Truppe!

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