Hurtigrute Tag 11: Von Trondheim in die Sonne

Die Vesterålen in Trondheim

Mit Trondheim beginnt der entspannende Teil der Reise, dementsprechend wenig gibt es zu berichten. In Trondheim liegen wir bis zehn Uhr neben der Vesterålen, was auch der Grund ist, warum ich hier keine der angeboten Touren mitmache – obwohl die „verbogenen Gemächde Nidarosdoms“ schon interessant klingen. Aber um 7:45 zum Ausflug starten… vielleicht, wenn es südgehend mehr Nächte mit Wolken gibt. So begnüge ich mich vor dem Frühstück mit einem Foto der Vesterålen, statt noch einmal in die Stadt zu gehen.

In den letzten Jahren endete unsere Tour immer in Trondheim, sodass wir mit etwas Glück mittags schon im Flieger saßen. So geht es bei bestem Wetter durch den Trondheimfjord, die Sonne genießen.

Endlich Sonne!

Ja, tatsächlich: Wir sehen die Sonne wieder deutlich über dem Horizont. Viel mehr gibt es über diesen Tag auch nicht zu berichten: Ich bereite meine Abschlusspräsentation vor, zwischendurch gibt es Mittagessen und um 15 unsere Abschiedsveranstaltung mit Reiserückblick, Norwegeninfos und Infos zum Rückflug.

Anschließend noch ein paar Bilder tauschen (muss ja nicht alles per Download gehen), während wir durch Kristiansund fahren, mit dem Packen anfangen, und zwischendrin das Abendessen. Es gibt Schweinshaxn – war gut, aber nicht gerade das, was ich mit Norwegen verbinde. Eher mit den Alpen…

Das Abendprogramm: Im Panoramasalon Bilder anbieten und die Reise gemütlich ausklingen lassen. Hier unten ist aktuell kein Nordlicht mehr zu erwarten. Mal sehen, wie viele noch kommen. Für die Statistik: Ich habe bislang 11656 Fotos, was 317 Gigabyte entspricht. Timelapse im RAW-Format braucht Platz…

Hurtigrute Tag 12: Kurs Bergen

Bei Florø

This is the end: Der definitiv letzte Reisetag. Die Gegend rund um Florø fällt mit Sonnenaufgang, Aufstehen und Frühstück zusammen, und dann muss auch schon die Kabine geräumt werden. Um 10 Uhr ist Deadline, bis dahin muss auch das Gepäck am Aufzug stehen, damit man es in Bergen am Hurtigrutenterminal wieder bekommt und nicht den restlichen Tag darauf aufpassen muss.

Immerhin ist das Schiff nicht mehr ganz ausgebucht, sodass es sogar genügend Sitzplätze für Passagiere und Handgepäck gibt. Bei bestem Wetter fahren wir non-stop durch bis Bergen. Ganz angenehm: Die Cruisecard wird erst am Mittag gesperrt und abgerechnet. Ebenso angenehm: Die See ist ruhig und das Wetter schön. Die Gespräche im Panoramasalon werden daher immer wieder durch den Griff zur Kamera unterbrochen.

Panorama-Versuche

Ab und zu hat man zwar den Verdacht, dass das Schiff einen kleinen Wasserfall herunterfällt, wenn es kurz ruckt, aber bei der ruhigen See ist eigentlich keine Ursache dafür zu sehen. Jedenfalls sah das Meer nicht so aus wie auf meinem Panoramaversuch links…

Viel gibt es über den letzten Tag nicht mehr zu berichten. Am Vormittag macht das Expeditionsteam noch eine Musikstunde im Multe auf Deck 7 (das jetzt sogar einmal besucht ist), das Miittagessen ist Buffet, und um 13 Uhr laden Hans und ich noch einmal zu einer bunten Stunde ein, um die Wartezeit zu überbrücken. Ein paar nette Filmchen haben sich im Lauf der Zeit doch angesammelt.

Südgehend kommen wir der Küste wieder nahe und durchqueren manch engen Sund, die Felsen erinnern ein wenig an die Bretagne. Hübsch, vor allem bei gutem Wetter. Ich habe da schon ganz andere Passagen bis Bergen erlebt…

Kurs Bergen

In Bergen geht es dann wieder Schlag auf Schlag: 14:30 erreichen wir den Endpunkt der Reise, um 15:00 fährt unser Transferbus ab (wir haben für unsere Gruppe zwei eigene Busse), am Flughafen dann der Kampf mit den Automaten, die – ohne erkennbares Konzept – entweder Buchungsnummer, Bordkarte, Reisepass oder gar nichts anerkennen, das Gepäck aufgeben (Neu: Der Scanner will die Bordkarte sehen), durch die Security und ab zum Flieger. Fast alle fliegen über Amsterdam. Am Automat wo das Gepäckband ausgedruckt wurde gab es dann sogar die Chance, den Sitzplatz auszuwählen – bei einer fast komplett ausgebuchten Maschine gibt es da aber trotzdem keine Möglichkeit, Pärchen zusammenzusetzen, und auch wer die selbe Buchungsnummer hat, wird wild im Flieger verteilt. Immerhin kann man mit etwas Glück das Handgepäck zwischen Sitz und Vordersitz einfädeln und unter dem Sitz verstauen, wenn es kleiner als die Maximalmaße. Sardinenbüchse…

Da kommt einem dieser Tweet von KLM doch wie nackter Hohn vor. Ich kriege meine Beine jedenfalls als Presspassung rein und kann über die Tipps der Bordbroschüre zur Fitness im Flieger nur lächeln. Da würde ich mir ja das Genick bei brechen. Fairerweise: Der Flieger ist dieses mal nicht überbucht (es dürfen alle mit), und Eurowings nach Island war noch schlimmer. Ich bin gespannt, wann es Flieger mit Stehplätzen gibt… Nach zwei Stunden war zum Glück Amsterdam erreicht, und der kleine City-Hopper für den Anschlussflug hat mehr Platz als die Boeing 737-800.

Willkommen im Ländle!

In Amsterdam blieb noch genug Zeit für einen Imbiss, und dann ging auch schon der Anschlussflug nach Stuttgart. Der Shuttle vom Flyaway-Service war wie immer pünktlich, und um die Zeit ist sogar die A8 befahrbar.

Der gestrige Freitag ging für Aufräumarbeiten drauf: Alle Bilder und Filme sind jetzt hochgeladen; ich muss nur irgendwann mal nachschauen, ob ich mir einen Youtube-Account zulege – Vimeo ist voll. So bleiben die Filme erst einmal den Teilnehmern der Reise vorbehalten.

Allen noch einmal Danke: Es war eine schöne Reise, hat Spaß gemacht mit euch!

Und jetzt back to work: Im März soll mein Astrofotobuch erscheinen, dieses Wochenende ist der Feinschliff angesagt. Man kommt auf der Hurtigrute ja zu nichts… Und wem mein Hurtigruten-Büchlein gefallen hat: Sagt’s weiter, ich freue mich immer über eine nette Rezension auf Amazon🙂

Alltid god tur!