Nordlicht und Hurtigruten 2014/2015

Mittlerweile stehen meine Termine für diesen Winter in Norwegen, die Flüge sind gebucht, wieder umgebucht und schließlich bestätigt, die Hotels ebenfalls, und ich werde insgesamt immerhin einen Monat in Norwegen sein. Wenn das mal keine Heizkosten spart…

Die MS Nordkapp

Die MS Nordkapp

Hurtigruten darf ich dieses Jahr gleich zweimal machen: Eigentlich sollte ich die GRP100 vom 18.-29. Januar 2015 auf der Midnatsol begleiten, aber dann wurde kurzfristig umdisponiert, und ich starte zwei Tage später mit der Nordkapp: Vom 20. bis zum 31. Januar hoffe ich dann auf klaren Himmel und ruhige See. Das Schiff kenne ich ja, die Tour im letzten Februar war ja ebenfalls mit diesem Schiff. Das ganze ist die GRP107, es sind übrigens noch Plätze auf dieser Nordlicht und Sterne-Reise frei. Die Fahrt geht fast in die Polarnacht, das wird bestimmt spannend.

Dann schaue ich mal kurz in BaWü vorbei, bevor es vom 11. bis zum 22. Februar heißt: GRP101, die selbe Tour nochmal – dann wieder mit Volker und wieder auf der MS Nordkapp, wie letzten Februar. Selbes Schiff, andere Kabine und anderer TourGuide (Marco ist ja jetzt auf der Midnatsol). Die Februar-Tour ist bereits ausgebucht, wer mich live erleben will, muss also entweder im Januar mitfahren oder noch etwas warten.

Der Foto-Setup für Timelapse-Aufnahmen.

Der Foto-Setup für Timelapse-Aufnahmen.

Bleiben wir mal regional: Am 2. Januar 2015 werde ich voraussichtlich meinen Hurtigruten-Vortrag im Keplersaal des Planetarium Stuttgart halten. Organisieren wird das die Schwäbische Sternwarte. Das ist noch ein bisschen unter Vorbehalt; wenn ganz Württemberg unter Neujahrsglatteis liegt, werde ich eher nicht nach Stuttgart rutschen… Der Vortrag ist vor allem ein Rückblick auf die letzte Hurtigruten-Tour, aber:

Vom 23.-27. November (also demnächst) bin ich für ein paar Tage in Tromsø, Polarlichter jagen. Heute Abend habe ich schon einmal das Equipment getestet (es gibt Fotoläden in Tromsø, aber wer will sich das schon leisten): Den StarAdventurer mal im TimeLapse-Modus getestet, Batterien getestet, Schutzgläser für die Objektive besorgt und ein Auto samt Fahrer fürs Polarlichtjagen organisiert (das war’s dann mit meinem Reisebudget). Die letzten Teile habe ich letzte Teile mal wieder bei Fernrohrland/Photo Universal besorgt. Jetzt muss ich nur noch ein paar Optiken putzen, Batterien kaufen und auf gutes Wetter hoffen.

Winter is coming – ich freu mich drauf!

Abschlusswochenende Heilbronner Hütte

Das lange Wochenende war mal wieder die Gelegenheit für einen Kurztripp in die Alpen – natürlich auf die Heilbronner Hütte. Viele Ergebnisse gab’s diesmal nicht, aber das Wetter hat mitgespielt, und es war schon einmal eine gute Einstimmung auf den Tag der offenen Tür, den wir nächstes Wochenende in Heilbronn haben. Diesmal hab ich’s auch heil hingeschafft, ohne dass mir irgendwelche Auto-Teile um die Ohren geflogen sind:-)

So ein Beobachtungsausflug ist immer dann am scönsten, wenn man selbst dabei, und den dunklen Alpenhimmel kann man eh kaum beschreiben. Daher nur ein kleines Foto:

Plejaden und Hyaden

Plejaden und Hyaden

Das Bild ist ein schönes Beispiel dafür, mit wie wenig Aufwand ein Astrofoto aufgenommen werden kann, und wieviel Geld da drin steckt, wenn man alles zusammenrechnet…

Daher mal kurz zur Technik, die nötig war:

  • Die Kamera ist eine unmodifizierte DSLR mit einem sehr lichtstarken Objektiv. Beides läuft zum Glück unter „sowieso vorhanden“. Damit die Sterne auch am Bildrand hübsch sind, ist das Objektiv auf f/2,2 abgeblendet. Ach ja: Batteriegriff und zweiter Akkupack für die Kamera, damit sie länger durchhält.
  • Der Cokin P830 Weichzeichnerfilter bläht die hellen Sterne etwas auf, damit das Foto einen Eindruck der tatsächlichen Sternhelligkeiten wiedergibt. Reine Astro-Anschaffung, und ich sollte mir die etwas stärkeren und schwächeren Modelle wohl auch noch besorgen…
  • Nachführung: Star Adventurer mit Polhöhenwiege, Kugelkopf, Winkelsucher und seitlich montiertem Polsuchersucher – das hatte ich ja schon nach der AME vorgestellt, jetzt ist der Leuchtpunktsucher fest montiert und hat sich bewährt.
  • Batterien. Kann man nie genug haben.
  • Stativ. Noch so ein „Eh da“-Posten.
  • Und da hier der Himmel zu hell ist, kommen eigentlich noch dazu: Ein Kombi, Sprit- und Mautkosten für Österreich sowie Übernachtung und Verpflegung auf rund 2200m Höhe. Wenn man das alles reinrechnet, wird’s richtig teuer:-)

Immerhin: Da das ein Rohbild ist, taucht Photoshop nicht in der Kostenrechnung auf. Aber einen Laptop sollte ich noch mit einbeziehen. Aber auch der ist ja „eh da“.

Teures Hobby: Nur, wenn man das Zeug nicht benutzt. Wenn man einmal richtig kauft und dann auch mehr als nur ein einziges Foto macht, rechnet sich das – vor allem, wenn man vieles nicht nur für Astro braucht. Auch deshalb bin ich ja ein großer Freund von Ferngläsern, die sind vielseitig verwendbar.

Und es macht vor allem Spaß, wenn das Equipment einfach so läuft und funktioniert. Vor allem kann man, während die Kamera läuft, was anderes machen. Den Sternenhimmel bewundern. Mit Freunden reden. Das Hüttenfeeling genießen. Mit anderen Worten: Ein schönes Wochenende.