Polarlicht-Ausrüstung

Nach einigen Norwegen-Trips – sowohl mit der Hurtigrute als auch auf dem Festland – ist meine Foto-Ausrüstung mittlerweile ziemlich Polarlicht-optimiert. Polarlichter zu fotografieren ist keine schwere Kunst, wenn man von der Kameraausrüstung nicht boykottiert wird, sondern von Anfang an auf ein paar Kleinigkeiten achtet. Daher will ich mein Equipment hier einmal vorstellen. Auch wenn das nach einer Dauerwerbesendung aussieht, habe ich das alles selbst gekauft und erhalte kein Geld dafür.

Polarlichtfotografie mit iPhone und DSLR

Polarlichtfotografie mit iPhone und DSLR

Wenn ich auf Aurora-Jagd gehe, begleiten mich normalerweise:

  • Smartphone
    Nicht zum ernsthaften Fotografieren, wie der Vergleich rechts zeigt, sondern für Wetterbericht, Weltraumwettervorhersage, Twitter, Email und als Nachschlagewerk: Hier sind als PDF die Kamerahandbücher gespeichert (wenn iBooks nicht mal wieder alle Bücher runterschmeißt).
  • Ein Fotorucksack – Tamrac Expedition 6
    Den gibt’s mittlerweile nicht mehr, aber wichtig für die Auswahl waren:

    • Robuste Verarbeitung – bei den Modellen im örtlichen Elektrogroßhandel waren die Reißverschlüsse alles andere als vertrauenserweckend
    • Laptopfach
    • Passend für das Handgepäck vom Flugzeug

    In den Rucksack passt mein gesamtes normales Fotogerödel, für Flugreisen kommt natürlich nicht alles mit – schon wegen der Gewichtsbeschränkung für das Handgepäck. Ebenfalls nicht mehr erhältlich sind die optionalen Seitentaschen für noch mehr Gepäck, bis hin zur 1,5l-Wasserflasche. Es gibt eine ganze Reihe von Rucksäcken auf dem Markt, die die Punkte erfüllen und robust sind. Es lohnt sich, hier zu etwas teureren, hochwertigen Rucksäcken zu greifen – schließlich transportiert man ja doch gewisse Werte in der Tasche. Sinnvoll sind auch Rucksäcke, die an der Rückseite geöffnet werden: Wenn man sie auf den Erdboden legt, werden sie nur außen dreckig, und die eigene Jacke bleibt sauber. Da er recht sperrig ist, wurde er für Reisen in den Norden aber durch den ThinkTank Retrospective 40 abgelöst. Nur wenn ich alles brauche, kommt der große noch zum Einsatz.

  • Eine Fototasche – ThinkTank Retrospective 40
    Zum Fotorucksack ist mittlerweile eine Messenger-Bag von ThinkTank gekommen. Der Rucksack begleitet mich weiterhin auf den Touren, bei denen ich mit dem Auto unterwegs bin und alles unterkriegen muss; da ich beim Boarding der teilweise recht kleinen Flugzeuge aber immer früh dran sein muss, um ihn das das Handgepäckfach einzufädeln, war noch eine kompaktere Alternative nötig. Bei 8kg Handgepäcklimit im Flugzeug ist der Rucksack eh immer halb leer. Und eine Messenger-Bag kann ich bei der Security am Flughafen leichter ein- und ausräumen. Die Wahl fiel auf die Retrospective 40, da sie praktisch und geräumig ist, nicht zu sehr nach Fototasche aussieht und Platz für meinen Laptop hat. Die Qualität passt auch. Zwei große Klettverschlüsse geben genug Schließkraft, damit die Tasche im Handgepäckfach zu bleibt, und für den Alltag lassen sie sich auf besseren Zugriff einstellen – nett. Außerdem hat sie neben dem Umhängegurt auch einen normalen Tragegriff – praktisch.
    Mittlerweile mein klarer Favorit unter den Fototaschen. Passt auf quer auch in das Gepäckfach einer kleinen Embraer.
  • Ein Laptop – MacBook Air 13″
    Für Bildbearbeitung, Bloggen und Vorträge muss ein Laptop mit, und das 13er Air punktet mit langer Akku-Laufzeit, SD-Card-Reader und USB3.0. Letzteres ist dringend nötig für die externe Festplatte, da Apple beim SSD-Speicher sehr sparsam ist – die 128 GB des kleinsten Modells sind schon mal recht voll, da ja auch Software drauf muss:

    • Adobe Lightroom – sehr schön, um hunderte RAW-Bilder auf einmal zu entrauschen und bearbeiten.
    • LRTimelapse – eine Möglichkeit für Zeitrafferfilme, arbeitet gut mit Lightroom zusammen.
    • GoPro Studio – die andere Software für Zeitrafferaufnahmen, sehr leicht zu bedienen. Leider sind weder LRTimelapse noch GoPro Studio dafür ausgelegt, von einem fahrenden Schiff aus bewegliches Polarlicht vor relativ stillstehenden Sternen zu einem schönen Film zu verarbeiten, beim Ausrichten der Einzelbilder gibt es also immer wieder Überraschungen.
    • Affinity Photo – kann alles, was ich von Photoshop brauche, kostet einmalig rund 50 Euro statt der Adobe-Monatsmiete und kann dank AppStore auf mehreren Macs installiert werden. Und anders als mein Photoshop CS4 wird es vom Hersteller unterstützt und kann moderne RAW-Dateien verarbeiten.
  • Zum Laptop gehören natürlich:
    • Netzteil
    • Externe USB-3.0-Festplatte, um die Bilder zu speichern und bearbeiten zu können. 1 Terabyte kostet heute nicht mehr viel, und USB 3.0 ist schön flott.
  • Die D7100 in Polarlichtkonfiguration

    Die D7100 in Polarlichtkonfiguration

    Die Kamera – Nikon D7100
    Im Prinzip ist es egal, welche DSLR oder Systemkamera man verwendet, solange man ein lichtstarkes Weitwinkel anschließen kann, sich das Rauschen in Grenzen hält und es einen manuellen Modus gibt. Die D7100 wurde es bei mir, da ich eh schon Nikon-Objektive hatte und einen Nachfolger für die D50 brauchte. Und die D7100 lag von den APS-C-Kameras am besten in der Hand… Sie hat einige Vorteile, die sich bei der Polarlichtjagd auszahlen:

    • komplett manuell steuerbar (sollte eine Selbstverständlichkeit sein)
    • Staub- und spritzwasserdichtes Gehäuse
    • Zwei SD-Card-Slots => ausreichend Speicher oder eingebautes Backup
    • User-Settings – mit einem Dreh kann man zwischen normaler Reisefotografie und Polarlichtfotografie wechseln
    • Intervallmodus – es ist kein externer Fernauslöser nötig, um die Kamera ein paar Stunden lang arbeiten zu lassen
    • Rauscharm – zusammen mit der Rauschentfernung von Lightroom kann ich bis 3200 ISO gehen
    • APS-C – ich kann mir Weitwinkelobjektive noch leisten:-)
  • Speicherkarten
    Zwei mal 128 Gig SD-Karten. Das langt normalerweise für eine ganze Reise, sogar wenn ausschließlich RAW fotografiert wird.
  • Batteriegriff
    Nicht wegen der Handlichkeit, sondern wirklich wegen dem zweiten Akku. Ich habe mir das Original von Nikon geleistet, bei dem zusätzlich ein Schlitten für AA-Batterien dabei ist.
  • Ersatzakku
    Auch hier das Nikon-Original, nachdem mich die Ersatzakkus von Hänel aus dem Fotofachhandel regelmäßig bei ihrem ersten Einsatz spätestens am Polarkreis im Stich gelassen hatten.
  • Akku-Ladegerät
  • GPS-Empfänger: Solmeta Geotagger N3-C
    Gold wert, da man sonst sehr schnell keine Ahnung mehr hat, wo man eigentlich gerade ist – speziell auf der Hurtigrute. Wird einfach in den Blitzschuh der Kamera gesteckt, auch wenn er dort leider etwas locker sitzt. Zwei oder drei Sekunden nach Einschalten der Kamera werden alle Aufnahmen mit exakter Position und Zeit versehen. Schade, dass Nikon das nicht gleich in die Kamera einbaut…
  • Fernauslöser: Twin1 RFU
    Sieht futuristisch aus und passt über den Klinkenstecker an den Solmeta GPS-Emfänger. Für die Polarlichtfotografie nicht unbedingt nötig (da werkelt der Intervallmodus), aber man macht ja nicht immer Serienbilder – und als echter Funkempfänger geht die Reichweite bis zu 100 Meter.
  • Handgriff und Kameragurt: B-Grip
    Die B-Grip Handschlaufe ist soweit nichts besonderes und alleine auch nicht funktionsfähig, sondern gehört zum B-Grip Kameragürtel. Statt um den Hals zu Baumeln, trägt man die Kamera so fest an der Hüfte. Das ist mir lieber als der normale Kameragurt oder die Slider-Gurte, auch wenn es etwas gewöhnungsbedürftig aussieht – es hat wirklich was von einem Revolvergurt, aber man die Kamera ja auch schnell schussbereit. Praktisch: Man die Kamera nicht nur hinstellen, sondern auch auf die meisten Manfrotto-Stative setzen – mit montierter Handschlaufe.
  • Eddycam Kamerahaken
    Auch hier habe ich das alte Modell, das nicht mehr lieferbar ist. Mit ihm kann der normale Kameragurt schnell an der Kamera befestigt und wieder abgenommen werden. Das ist ideal, wenn man die Kamera an der Reling befestigen will, damit sie nicht über Bord geht…
  • Das Immer-Drauf-Objektiv: Nikon 18-200 VR
    Guter Allrounder, für alles außer Polarlicht. Leider habe ich noch die alte Version, bei der sich das Objektiv nicht verriegeln lässt, sondern von selbst ausfährt, wenn man es nach unten hält. Bei Weitwinkel vignettiert es ein wenig, aber für den Alltag ist es schön flexibel.
  • Die Festbrennweite: Sigma 30mm 1:1,4 DC HSM
    Klasse Objektiv, sehr lichtstark, sehr solide und liefert knackscharfe Bilder. Leider habe ich komplett unterschätzt, wie wenige Bildfeld 30mm an APS-C liefern; mit Vollformat dürfte es mehr Spaß machen. So sind immerhin sehr kurze Belichtungszeiten möglich, wenn eine Korona direkt über einem steht…

    Polarlicht mit 30mm f/1,4, Belichtungszeit 1,6 Sekunden. 27.2.2014, in der Barentssee

    Polarlicht mit 30mm f/1,4, Belichtungszeit 1,6 Sekunden. 27.2.2014, in der Barentssee

  • Das Polarlicht-Objektiv: Tokina AT-X 116 PRO DX II
    Das Tokina 11-16mm f/2.8 ist zurzeit vielleicht das beliebteste lichtstarke Ultraweitwinkel unter dem Nordlicht: Es ist kein Fischauge und noch bezahlbar. Bei der Brennweite hat es natürlich keinen Bildstabilisator, aber der ist auch nicht nötig. Auch für Städtetouren ein schönes Objektiv – 11mm ergeben ein riesiges Gesichtsfeld und machen auch in engen mittelalterlichen Städtchen Spaß.
  • UV-Filter
    Kommt darauf an… heute sind sie eigentlich überflüssig (die Digitalkameras haben UV/IR-Filter bereits eingebaut bzw. sind da weniger empfindlich als Dia-/Negativfilme), und auch die guten Filter können Reflexe machen. An Land fotografiere ich in der Regel ohne, auf dem Schiff mit – nach einer Reise kriegt die Kamera einiges an Salz ab, und da putze ich lieber täglich den Filter als das Objektiv selbst.
  • Reinigungsmittel
    Das wichtigste kommt fast zum Schluss: Reinigungsflüssigkeit, Kamerapinsel und ein Großpack fusselfreier Kleenextücher ohne irgendwelche Aroma-Zusätze.
  • Stativ #1 – Tiltall TE-284
    Schön hoch, schön stabil und schön kompakt – die Beine lassen sich umklappen, sodass es in meine Reisetasche passt. Die Alu-Version ist günstiger als die Carbon-Version, dafür wiegt sie etwas mehr – da ich mit dem Gepäck aber eigentlich nie Gewichtsprobleme habe, habe ich mir den Aufpreis gespart. Außerdem ist Alu robuster. Für das Kabinengepäck traue ich mich bei der aktuellen Sicherheitsparanoia nicht, ein Stativ einzupacken, daher wird es mit dem normalen Gepäck aufgegeben, auch wenn ich es an den Rucksack schnallen könnte.
  • Stativ #2 – Cullmann Multiklemme CC60
    Kein Stativ im eigentlichen Sinne, aber auf den richtigen Schiffen sehr praktisch: Mit der Klemme kann ich die Kamera an die Reling schnallen und in Ruhe arbeiten lassen. Gibt’s in verschiedenen Größen.
  • Stativ #2b – Velbon Angle Adapter 4
    Die Ergänzung zur Cullmann CC60: Ein 90°-Adapter. Auf der Trollfjord ist die Reling zu dick; so kann ich die Kamera hoffentlich mit genug Anstand zur Reling montieren und die Kamera auf dem Kugelkopf trotzdem noch frei schwenken. Schön verarbeiteter Winkeladapter, hat stativseitig Einsätze für großes und kleines Fotogewinde und kameraseitig das kleine 1/4″-Fotogewinde, außerdem ist die Basis rotier- und klemmbar.
    Fazit nach der ersten Tour: Ich muss mir doch mal eine gerade Verlängerung mit beidseitig Fotogewinde machen lassen – der Adapter ist zwar für sich genommen klasse, aber der Einsatz an der Trollfjord auf der Schraube der Cullmann Multiklemme trotzdem suboptimal.
  • Kugelkopf #1 – Manfrotto Midi #498RC2 mit Schnellwechselplatte 200PL
    Groß, schwer, massiv (zumindest für einen DSLR-Kugelkopf) und mit B-Grip kompatibel. Besonders nett: Er lässt sich auch um die Basisplatte drehen, praktisch für Panoramas. Passt in die Stativtasche, wenn er auf dem Tiltall montiert ist.
  • Kugelkopf #2 – Manfrotto Joystick Premium #327RC2
    Eigentlich wollte ich ja einen Dreiwegeneiger, aber es gibt kaum welche, die auch in den Zenit kommen. Mit dem Joystick sind zwar keine Schwenks möglich, ohne dass die Kamera verkippen kann, aber sie kann sehr schnell auf ein neues Ziel ausgerichtet werden – keine Schrauben lösen, sondern nur den großen Griff drücken und wieder loslassen. Das funktioniert so ähnlich wie die Pistolengriffe, die man manchmal sieht – aber der war mir zuerst auf einer Messe über den Weg gelaufen. Die B-Grip-Platte sitzt leider etwas locker darauf.
  • Fokushilfe – Mikrofokussierer von TS
    Auf der AME habe ich noch einen Mikrofokussierer ergattert, um den Fokus zu fixieren – die Alternative wäre der kompaktere FF65 von Astrotech gewesen, aber die waren nicht auf der Messe. Damit wird einmal auf unendlich fokussiert, und das Bild bleibt scharf, solange der Zoom nicht verstellt wird. Auf dem Schiff ist das kein Problem, da gibt es genug Lichter, um per Autofokus auf unendlich zu fokussieren, aber auf dem Festland kann das schon kniffliger sein, den richtigen Fokus zu treffen.

Das war eigentlich schon alles… Nur dass man nie genug Kameras haben kann, und die Ausrüstung doch etwas schwer ist, um sie immer dabei zu haben. Daher kam im Sommer 2015 die Panasonic Lumix LX100 noch dazu – die ersten Eindrücke und Astrofotos habe ich hier verbloggt.

Also der zweite Teil der Ausrüstung:

  • Kompaktkamera – Panasonic Lumix LX100
    Mit f/1,7 und komplett auf manuelle Bedienung ausgerichtetem Design geht mit der LX100 auch an Polarlichtern einiges, auch wenn sie nur 24-75mm hat. Kein extremes Weitwinkel, aber für den Alltag durchaus ausreichend. Sehr nett: Über das 43mm-Gewinde kann ich auch Filter adaptieren – vom Cokin-Filterhalter der Nikon bis zum kleinen Polfilter, damit Reflexe an Scheiben nicht mehr stören. Und zumindest in die Jackentasche passt sie, taugt also zumindest im Winter als Immer-dabei-Kamera. Und die Bildqualität beeindruckt auch; zwischen 800 und 1600 ISO sind sinnvoll nutzbar. Nach der ersten Reise hat sie mich überzeugt: Klasse Bilder, klasse Handling, nur das Fokussieren ist im Dunkeln nicht immer ganz einfach. Es gibt nur zwei Nachteile: Das Objektiv fährt immer recht schnell wieder ein, sodass man kann den Fokus leicht verstellen, und sie hat weder ein GPS-Modul (das Handy als Alternative müsste dafür immer laufen) noch ist sie wasserfest.
20151110-21h-57m-P1050052

Polarlicht mit Panasonic LX100@24mm f/2,8, Belichtungszeit 2 Sekunden bei 1600 ISO. 10.11.2015, nördlich von Tromsø.

  • Stativ – Tiltall TE-224
    Mein Dritt- oder Viert-Stativ für den mobilen Einsatz; schön hoch und stabil genug für die kleine Pana. Gleichzeitig ist es deutlich kompakter als das größere Modell. Wieder ein Tiltall, passt so schön zum größeren Modell. Sirui hat ziemlich baugleiche Modelle, und Bilora schön farbige, aber Tiltall hatte ich schon eins, und man kennt den Händler mittlerweile.
  • Kugelkopf – Tiltall BH-10
    Der kleine Kugelkopf wurde mit dem Stativ angeboten und ist für die Pana mehr als ausreichend. Nette Funktionen: Panorama-Funktion, stabile Wechselplatte (natürlich nicht Manfrotto-kompatibel, sondern zur Abwechslung mal Arca-Swiss-kompatibel), kompakt, Libellen und eine sehr schöne Friktionseinstellung. Damit kann ich die Pana frei bewegen, und sie hält auch ohne Klemmung ihre Position. Ebenfalls sehr angenehm: Die Wechselplatte hat eine vernünftige Bügelschraube und lässt sich somit ohne Werkzeug oder Münzen an der Kamera befestigen.
  • Fototasche – Kalahari L-12
    Die passende Tasche für die kleine Pana zu finden war gar nicht so einfach – es gibt die Kamera ja auch von Leica, aber mit glattem Gehäuse; da gibt es einige passende Taschen. Für die Pana nicht, und Gürteltaschen sind schon wieder zu groß, vor allem mit Einheitsgrößen. Die Kalahari L-12 ist nicht perfekt, aber sie passt gut zum Retrodesign und hat ausreichend Platz für Ladegerät, Filtertasche und Kamera. Schade: Im Produktvideo hatten die Seitentaschen noch Laschen, um den Inhalt auch wieder herauszubekommen. Wenn man beim 2015 aktuellen Modell das Handy in die Handytasche schiebt, kriegt man es nicht mehr raus… Auch schade: Der Umhängegurt lässt sich nicht abnehmen, und das Visitenkartenfach ist etwas arg knapp bemessen. Die Tasche ist nicht perfekt, aber die beste, die ich für mich gefunden habe.

Und was benutzt ihr so?

6 thoughts on “Polarlicht-Ausrüstung

  1. Hallo,
    vielen Dank für die Tipps. Ich habe die Reise vom 27.12.-7.1.2016 gemacht und wir haben mehrfach Nordlichter gehabt. Allerdings waren wir immer auf dem Schiff unterwegs. Trotzdem sind mir, obwohl blutiger Anfänger, sehr schöne Fotos gelungen – nicht zuletzt Dank Deiner Erfahrungen.
    Bilder findest Du auf meiner Webseite „Mein Reiseblog“
    LG
    Peter

  2. Hallo Alex
    Als ich Deine Ausrüstung zur Brust genommen habe, war ich sehr überrascht weil ich mich in vielem darin wiedergefunden habe.
    D7100
    Tokina 11-16
    Kompaktkamera Lumix
    Den Tamrac Expedition
    Meine Linsen sind ausser das Tokina alle von Sigma.
    Ich habe aus überzeugung keine Nikkor-Linsen weil zum Teil das Preis/Leistungsverhältnis nicht immer stimmt.
    Nächstens lege ich mir das 70-200 von Tamron zu, dass von der Abbildungsqualität dem von Nikon am nächsten ist und natürlich nur 2/3 davon kostet. Danke für den Reisebericht. War sehr interessant zu lesen.

  3. Hallo Herr Kerste,
    ich habe eine Frage zu der Star Adventurer Montierung. Wie haben sie den Blitzschuh für den Leuchtpunktsucher an ihr befestigt? Ich wollte zusätzlich eine Erkundungstour Mitte bis Ende April nach Tromsoe machen, hat man noch Chancen Nordlichter zu sehen oder ist es schon zu hell? Braucht man für den Norden Schneeketten o.ä. und Spikes für die Schuhe in dieser Zeit?

    Gruß Andreas Nitzschmann

    • Ich habe einfach das Gehäuse aufgeschraubt, eine freie Stelle drin gesucht und dann ein Loch reingebohrt, um den Blitzschuh mit einer kurzen Schraube und einer Mutter zu befestigen. Man muss nur aufpassen, dass im Inneren des Star Adventurers genug Platz für die Mutter ist.
      Zuerst hatte ich es mit Doppelseitigem Klebeband probiert, aber das war nicht stabil genug.

      April ist schon recht spät – 2016 war ich ab dem 3. April bis Monatsmitte auf Tour, etwa ab Mitternacht war es für zwei Stunden dunkel genug, dass Polarlicht gut zu sehen war: http://kerste.de/?cat=319

      Klaren Himmel hatten wir leider nur im Raftsund bei Stokmarknes – es war schon eindrucksvoll, dass das Nordlicht als Bogen im *Norden* stand, und darunter schon/noch die Dämmerung der Sonne zu sehen war. Es hat also noch Chancen für Nordlicht, aber die Bedingungen werden zunehmend schlechter wegen der hellen Nächte. Wenn es nur um Nordlicht ginge, ist der April eigentlich schon zu spät, auch wenn es noch klappen kann. Die Tourenanbieter hören auch Ende März auf, weil das Zeitfenster der Dunkelheit dann einfach zu kurz ist, um eine spezielle Polarlichtjagd anzubieten.

      Spikes gibt’s für ca. 10-20 Euro, egal ob in Deutschland oder in Norwegen – wenn es ins Inland oder auf Berge geht, würde ich welche einpacken, aber dieser Winter war sehr schneearm. In der Stadt braucht man keine mehr; im Blog habe ich Bilder von Mitte April 2016, da gab es in Tromsø nur noch Schneereste in der Stadt.

  4. Hallo Alex,
    danke für Deine guten Fototips auf der Nordlicht & Sterne Reise GRP 108 vom 16. – 26.10.2017!
    Ich habe mit meiner D700 und einem alten, gebraucht gekauften Tamron SP 1:3,5 / 17mm gute Nordlicht Fotos geschossen.
    Zum Thema Dreiwegeneiger:
    Ich verwende seit ca. 10 Jahren einen „Manfrotto MA 410 Getriebeneiger Junior“. Der geht auch bis in den Zenit.
    Die Schnellverstellung funftioniert mit jeweils einem Drehring, der beim Loslassen zurückfedert und arretiert, die Feineinstellung geht über Drehknöpfe. Das geht schnell, ist absolut stabil und hält auch meine D700. Gibt´s auch noch bei Amazon zu kaufen. Als Stativ habe ich ein Gitzo G 2220.
    Das hat eine neigbare Mittelsäule. Wenn man die auf den Polarstern ausrichtet, hat man mit dem Getriebeneiger zusammen fast schon sowas wie eine „Montierung“, man braucht nur noch mit einem Drehknopf nachführen.

    Gruß Renke

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