Tag 3 – Ein ruhiger Tag in Trondheim

MS Vesterålen und MS Nordkapp in Trondheim

MS Vesterålen und MS Nordkapp in Trondheim

Heute stand Trondheim auf dem Plan – und nachdem ich schon um 2:00 den Rechner zugeklappt hatte, als die Bilder des Mitternachtspolarlichts zu einem kleinen Film verarbeitet waren, hat das mit dem Gang in die Stadt sogar geklappt. Aber vorher gab’s eine Premiere: Einen Besuch auf der MS Vesterålen. Ich bleibe dabei, dass sie von außen betrachtet kein schönes Schiff ist, aber der Innenraum hat durchaus seinen Reiz: Ein verwinkeltes Schiff mit recht rustikaler Ausstattung, aber interessant. Allerdings ist das Außendeck sehr glatt – wo auf der Nordkapp zumindest Gittermatten liegen, ist auf der Vesterålen Eis zu finden.

In Trondheim hatte ich kein Touri-Programm geplant, sondern Shopping. Die kleineren Läden machen aber meist erst gegen 10 Uhr auf, sodass die Auswahl begrenzt war. Und im Einkaufszentrum am Marktplatz gab es zwar eine interessante Architektur (viele kleine Häuser, die in die Einkaufspassage integriert sind), aber nichts, was meinen Kaufreflex ausgelöst hätte. Sehr interessant: In der Buchhandlung stand an fast jedem Bücherstapel „Verkauf erst ab Montag“. Na dann halt nicht.

Im Torgcenter Trondheim.

Im Torgcenter Trondheim.

Das Stadtzentrum von Trondheim ist 20 bis 30 Minuten vom Anlegeplatz unseres Schiffs entfernt, sodass es kein Problem ist, die wichtigsten Ziele zu Fuß anzusteuern. Volker und Sabine hatten das Tourismusprogramm durchgezogen, und nach einem schnellen Kaffee waren wir auch rechtzeitig zur Abfahrt wieder auf der Nordkapp.

Pünktlich um kurz nach 12 stand dann ein Techniktest auf dem Programm: Gelingt es uns, im Vortragsraum zwei Mikrofone gleichzeitig in Betrieb zu nehmen, sodass Volker und ich und beim Vortrag abwechseln können? Die Antwort lautet ja, es geht (auch wenn es gelegentlich etwas Rückkopplung gibt). Da mein normaler Vortragstermin durch den Tourguide geblockt war, der da die Ausflüge vorstellen wollte, konnte unser Vortrag über atmosphärische Phänomene erst um 16:30 stattfinden.

Kjeungskjaer fyr

Kjeungskjaer fyr

Das gab mir die Chance, den Leuchtturm Kjeungskjaer fyr einmal in echt zu sehen – normalerweise bin ich bei der Passage gegen 14:30 immer im Vortragsraum. Jetzt kann ich bestätigen: Es gibt ihn wirklich. Süß.

Ab 16:00 beim Aufbau wurde mir auch klar, warum ich den Vortrag gerne früher halte: Es gab ein Stück offenere See, und am Bug war das Schwanken durchaus deutlich – zum Glück ließ es zum Vortrag wieder nach. Nur die Technik neigte zu Fehlfarben, und ich konnte das Abendgrün präsentieren. Irgendwie ist es blöd, wenn der Rotkanal im Bild fehlt…

Pünktlich zum Abendessen ging es dann auf die Folda, das nächste Stück offenes Meer. Die Wolkendecke hielt sich bis in die Abendstunden, sodass anschließend ein ruhiger Abend mit Kniffel anstand, und vergleichsweise frühem Feierabend. Die letzten Testbilder gegen 23:00 zeigten kein Grün, sodass alle zur Polarkreisüberquerung ausgeschlafen erscheinen können – morgen früh ab 7:00 ist Meeting auf dem Deck, als Vorbereitung auf die nächsten Nachtschichten werden wir aber wohl darauf verzichten. Die Wetteraussichten sind nicht ganz schlecht.

Von der Polarlys, die heute mit der nächsten Nordlicht-und-Sterne-Tour in Bergen startet, gibt’s auch News via Twitter:

Hübsche Glorie:-)

Und bevor Fragen aufkommen, ein paar Bilder vom Mittagsbuffet und Abendessen:

Die Nordkapp hinter der Richard With

Die Nordkapp hinter der Richard With

Auch nicht zu vergessen: Am Abend gab es noch ein Treffen mit der MS Richard With und die Möglichkeit, sich in Rørvik die Beine zu vertreten. Und mittlerweile kennen wir die meisten Kameras der Passagiere – das Polarlicht kann kommen. (Aber nicht morgen Abend, wenn wir auf dem Lofotr-Wikingerfest sind.)

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