Neues Buch: Digiskopie – Fotografie mit Spektiven

So ganz langsam gewöhn ich mich dran: Ich hab mal wieder ein neues Buch draußen! Trotzdem ein schönes Gefühl…

Diesmal geht es um Fotografie, genauer gesagt: Wie fotografiere ich mit Handy, Kompaktkamera oder DSLR durch Fernglas oder Spektiv? Im Prinzip ist das ja einfach und benötigt kein Buch, aber es gibt doch einiges, worauf man achten kann und sollte, um die besten Ergebnisse zu erreichen. Ich hätte vorher nie gedacht, was man alles über Fotostative schreiben kann…

Im Augenblick läuft die Veröffentlichung auf Amazon; bis zum Wochenende sollte es als Print- und EBook verfügbar sein. Es ist wieder einmal nur über Amazon erhältlich – ich hatte es diesmal zwei Verlagen angeboten, und einer hat sogar geantwortet, aber die Digiskopie ist doch noch nicht so bekannt, dass sie zugegriffen hätten. Aber offen gesagt: Der einzige Nachteil ist, dass es nicht über den stationären Buchhandel erhältlich ist. Vielleicht bringe ich ja eines der nächsten drei Projekte bei einem Verlag unter; aber ich bin mit Amazon auch nicht unzufrieden. Damit habe ich immerhin volle Kontrolle, auch wenn ich mich um alle Bildrechte selbst kümmern muss.

Bei einem Buch über Fotografie ist der günstigere Schwarz-Weiß-Druck natürlich sinnlos, daher gibt es das Büchlein nur in Farbe – und als EBook, wieder einmal ohne DRM. Die Datei lässt sich also mit den üblichen Programmen auch für andere Geräte als den Kindle konvertieren, auch wenn sie nur über Amazon vertrieben wird. Da Sachbücher eher selten von vorne bis hinten durchgelesen werden, kann ich es aber nur zum Kauf und nicht zum Ausleihen anbieten. Amazon bezahlt pro gelesener Seite…

Made with an iPhone

Mit dem Blick ins Buch kann sich dann aber wie üblich jeder einen Eindruck davon verschaffen, was ihn erwartet. Bis der aktiviert ist, hier schon einmal die Kapitel:

Das richtige Spektiv
Überblick über die verschiedenen Bauarten und worauf zu achten ist
Wissenswertes über Stative
Worauf man beim Kauf von Stativen und Kugelköpfen achten sollte
Die richtige Kamera
Was sollte eine Kamera können, damit man sie sinnvoll mit dem Okular „verheiraten“ kann
Die Kamera am Okular
Alles zur Kameraadaption – von Freihand bis zu professionellen Lösungen
Etwas Theorie
Ein paar Formeln, aber auch Bildbearbeitung
Bildfehler
Was alles schief gehen kann
Zum Abschluss…
Bildgestaltung, Motive finden und mehr.

Wem das Buch gefällt: Gerne weitersagen:-) Und wer beim Fotografieren Erfolg hat: Vom Handy aus lassen sich die Bilder ja wunderbar weiterverbreiten. Viel Spaß!

Mit Handy und Spektiv sind Bilder möglich, für die man vor kurzem noch eine DSLR mit großem Teleobjektiv benötigte

Venus trifft Jupiter

Die helle Venus und Jupiter am Abendhimmel

Die helle Venus und Jupiter am Abendhimmel

Im Augenblick hat Deutschland nicht nur Temperaturen von rund 30 Grad, sondern auch einen klaren Himmel und hübschen Blick auf eine enge Begegnung von Jupiter und Venus. Der helle Abendstern überstrahlt den Riesenplaneten in der frühen Dämmerung noch, aber im Lauf des Abends gibt’s einen wirklich schönen Anblick. In den nächsten Tagen entfernen die beiden sich wieder  voneinander, jetzt passen sie gerade noch ins Bildfeld vom Spektiv.

Grund genug, das Spektiv zu schnappen und Equipment zu testen.

Das Teleskop bleibt diesmal zuhause, das Ultima 80 Spektiv, ein Fotostativ und mein neuestes Spielzeug, die Panasonic Lumix LX-100, müssen reichen. Es geht doch nichts über transportable Gerätschaften. Im Spektiv bieten die beiden Planeten einen schönen Anblick: Die große Venussichel und der kleine Jupiter mit vier Möndchen, bei 60x auch mit zarten Wolkenbändern. Und was kann die Kamera?

Zuerst mal beweisen, dass der Autofokus mit Astrofotos überfordert ist – das Stimmungsbild sieht hübsch aus, aber (bei Blende 1,7, schließlich hab ich die Kamera für Polarlichter gekauft) ganz scharf sind die beiden Planeten nicht. Zumindest nicht bei voller Auflösung, aber wer braucht die schon:-)

Der Mond durch's Spektiv

Der Mond durch’s Spektiv

Also wird am Mond scharfstellen geübt. Praktisch: Mittlerweile habe ich genug Adapterringe gesammelt, um die LX-100 direkt an das Hyperion Zoom Okular anzuschließen. So verkippt schon mal nichts, und ich muss „nur noch“ Spektiv und Kamera fokussieren. Was für ein Gewackel.

Immerhin: Auf dem Bildschirm sieht’s ganz brauchbar aus, aber ein Kugelkopf ist wirklich nichts, um ein Spektiv zu tragen. Also nächstes Mal doch den Videoneiger einpacken. Sei’s drum, Digiskopie (also mit der Kompaktkamera durchs Okular fotografieren) ist ja nicht ganz trivial – wobei ein Handy ja sehr gute Ergebnisse liefert.

Was macht das Ziel? Im Vergleich zum Anblick mit bloßem Auge enttäuschend, aber als Beweisfoto langt’s:

Oben links Jupiter mit Möndchen, unten rechts eine überbelichtete Venus.

Oben links Jupiter mit Möndchen, unten rechts eine überbelichtete Venus.

Schön zu erkennen ist der Bildkreis – die beiden Planeten passen gerade so ins Okular, und die LX-100 hat für die Digiskopie entweder ein zu großes Objektiv oder zu wenig Zoom. Oben links der strahlende Jupiter mit vier kleinen Monden, und unten rechts am Rand vom Gesichtsfeld des Okulars eine Venus, von deren Sichelgestalt nicht viel zu erkennen. Wenn’s mir um ein Superbild gegangen wäre, hätte ich doch besser das Teleskop geholt, aber sei’s drum – in den nächsten Stunden dürften genug gute Bilder im Netz auftauchen, da kann ich auch mal mit leichtem Gerät unterwegs sein.

Ein hübscher Anblick war es allemal, und bei der ganzen Knipserei sollte man nicht vergessen, den auch zu genießen. Hat ja ein bisschen was von Stern von Bethlehem:-)