Hurtigrute Tag 2: Ålesund

Leaving Måløy

Wenn die das Wetter in Norwegen nicht passt, warte einfach eine halbe Stunde. Wohl wahr, gerade heute… Der erste Hafen des Tages war Måløy, wo meine Reise letzten November erst einmal unterbrochen wurde. Diesmal hat aber alles geklappt, und ich konnte mir den Ort nur noch beim Blick zurück anschauen. 7:30 ist nicht meine Zeit…

Nachdem gestern etwas Bewegung für die Stad und das Westkap angesagt war, war beim Frühstück wieder das fiese Unterhaltungsprogramm zu erwarten – wer torkelt am stärksten um das Buffett? Aber die Stad war gnädig, das Schwanken des Schiffs war war zwar spürbar, aber nach oben war noch Luft. Da habe ich schon mehr erlebt – wobei ich mit dieser Enttäuschung zugegeben sehr gut leben kann.

Faszinierende Lichtstimmung am Westkap

Nachdem wir wieder ruhigere Gewässer erreichten, gab es dann volles Programm: Ein bisschen Ausflugsberatung für die Gäste, ein kurzer Blick auf das eindrucksvolle Wetter, um 10:30 die Ausflugspräsentation durch das Schiff (die ich schwänzte, da wir gerade in Torik anlegten), dann um 11 Uhr ein kurzer Welcome-Drink, bei dem wir uns allen vorstellten, und anschließend Mittagessen, weil ab 12 Uhr Ålesund auf dem Programm steht.

Während Måløy noch mit Mistwetter und das Westkap mit Wind & Wellen glänzten, lächelte in Torvik die Sonne vom Himmel. In Ålesund war es wieder bedeckt, aber schön und mit +5° auch nicht besonders kalt. Also einmal hoch auf den Aksla mit seinen über 400 Stufen, anschließend durch den Wald runter in die Stadt und das Wunderhaus anschauen: Ein Häuschen, dessen Bewohner sich geweigert hatte, es beim großen Stadtbrand zu verlassen, und das vom Feuer auch wirklich verschont geblieben war.

Das Museum im Wunderhaus war geschlossen, daher blieb genug Zeit für einen Besuch im Jugendstil-Stadtzentrum, den üblichen Statuen und dem alten Hurtigrutenanleger. Die Bankskøyta – der Nachbau eines alten Fischerbootes – ist wohl vollendet, nur noch ein Plakat zeugt davon, dass hier ein Schiff gebaut wurde.

Also ab zurück zur Nordkapp, wo wir für 15:15 unseren ersten Vortrag über das Nordlicht angesetzt haben. Hier gebe ich immer die Warnung, dass wir nur noch zwei Fotogeschäfte auf der Strecke haben, morgen früh in Trondheim und dann in Bodø. Mit Fototipps und Kameras erklären ist der Tag dann auch gelaufen – um 17:30 bringe ich den Laptop in die Kabine, das Treffen mit dem Expeditionsteam habe ich so komplett verpasst.

Molde

Es langt gerade noch für einen Blick auf Molde (Sauwetter), dann steht auch schon das Abendessen an. Wo es gestern am Buffett noch norwegische Spezialitäten wie geschmorten Lammkopf oder so was gab (und natürlich auch Speisen für weniger experimentell orientierte Gäste), stand heute Lammkeule auf dem Speiseplan.

Danach ging es raus auf die Hustadvika mit etwas Seegang, kurzzeitig klarem Himmel und wenig später Schnee. Bis Kristiansund, das wir mit leichter Verspätung erreichten, hatte es sich dann eingeschneit – kein gutes Wetter für einen Landspaziergang im letzten Hafen des Tages.

Kristiansund

Ich beschränkte mich daher auf einen kurzen Abstecher auf Deck 5 und ansonsten den Panoramasalon. Der hat jetzt eine Bar, dafür aber weniger Sitzplätze und Musik plus zwei Fernseher, die laufen. Die neue Bestuhlung ist zwar bequem, aber auch gewöhnungsbedürftig, da sehr niedrig. Die Kombination aus niedrigen Sesseln und hohen Tischen lässt einen sich wieder jung fühlen, wenn man kaum auf den Tisch gucken kann… aber dafür erkennen mich einige Crew wieder. Schön, wieder hier zu sein, in der Tat.

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One thought on “Hurtigrute Tag 2: Ålesund

  1. Lieber Alex!
    Wir möchten dir 5 Bilder aus dem Videoabschnitt „vor Skjervoy“ abkaufen. Ich habe die Bilder aus dem Videoabschnitt fotografiert und verkleinert, sodass ich sie dir als Anhaltspunkt für unsere Wünsche mailen könnte. Ich finde aber nirgendwo eine Mailadresse von dir. Wie könnte das ablaufen?
    lg Karl und Waltrun

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