Hurtigrute Tag 1: Endlich wieder Bergen und Nordkapp

Es ist wieder soweit: Ab in den Norden, ab auf die Hurtigrute. Aber bevor es soweit ist: Ab auf die A81, Weinsberger Kreuz und Stuttgarter Kreuz warten. Obwohl mein Flieger zur sehr humanen Zeit von 12:05 starten soll, darf ich daher schon um 7:30 aufbrechen. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 48 km/h lege ich die knapp 90 km in rund zwei Stunden zurück. Eigentlich heißt es doch, dass die Leute von der Straße runter sind, wenn sie einen Job haben. Aber mit dem Berufsverkehr funktioniert das trotzdem nicht…

Ich stelle mein Auto wieder beim Flyaway-Service unter und bin sogar noch vor den empfohlenen zwei Stunden am KLM-Schalter. Bleibt genug Zeit für ein dekadentes Frühstück mit zwei Schokocroissants, bevor es zum Security-Check geht. Pro-Tipp: Wenn da eine Schlange ist und die Hinweisschilder schon anzeigen, dass am Nachbareingang nichts los ist, kann man ruhig die paar Meter gehen. Noch ein Pro-Tipp: Erst die Fototasche auf’s Band, und die Elektronik in die zweite Wanne für den Scanner. Dann kommt sie normalerweise zuerst raus, und man kann sie gleich befüllen – so geht es schneller.

Bestes Wetter in Amsterdam – eindeutig dem Stützpunkt von KLM

Über den Flug (oder den Duty-Free-Bereich vom Stuttgarter Flughafen) gibt es nicht viel zu erzählen – angenehm ruhig, und mit einem kleinen Snack, der bei KLM im Flugpreis inbegriffen ist. Dann eineinhalb Stunden Umsteigezeit in Amsterdam, wo ich Hans treffe, und ab in die Maschine nach Bergen. Diesmal haben die Gäste, die uns auf dem Flug identifizieren wollen, schlechte Karten: Im Begleitheft zur Reise sind nur die Reiseleiter abgebildet, aber nicht wir Lektoren. Anreise incognito – und da ich auf dem Flug meinen Schottland-Reiseführer für den Sommer lese, bin ich bestens getarnt.

Erster Blick auf Bryggen

Während in Amsterdam noch bestes Wetter war, erwartet uns in Bergen grauer Himmel. Hier fliegt meine Tarnung dann auch endgültig auf, in der Wartehalle erwarten uns Kai und Margit, die die Tour als Reiseleiter begleiten. Fein:-) Über 70 Gäste sind es diesmal, die in zwei Busse verteilt und zum Schiff gebracht werden wollen. Da es noch hell ist, fällt die kleine Orientierungsfahrt etwas größer aus, nur aus dem Bus heraus zu fotografieren ist wie immer knifflig. Aber immerhin ist deutlich zu sehen, dass die Stadtbahn sich dem Flughafen immer weiter nähert – so viele Bybanen hatte ich noch nie gesehen. Dazu ist die Stadt noch gut beflaggt, da der König gerade Geburtstag hat.

Der Hurtigrutenterminalen wird saniert

Pünktlich um 18:00 fängt dann auch der ortsübliche Regen an, und wir entern über den Hurtigrutenterminal (wird gerade saniert) die Nordkapp. Ein bisschen habe ich ja ein mulmiges Gefühl – sie wurde im arktischen Design neu gestaltet. Aber gegenüber der Polarlys, auf der ich dem Umbau das erste Mal begegnet bin, hat die Nordkapp es besser verkraftet. Dazu mag natürlich auch die tolle Crew beitragen – so manch bekanntes Gesicht ist noch da, und Johan ist Reiseleiter (bzw. im Expeditionsteam – die ganzen Schiffe der neuen Generation wurden bzw. werden zu Expeditionsschiffen). Ein bisschen ist doch noch was vom Heimkommen da, trotz aller Neuerungen.

Meet the Crew

Für den Rest des Tages stehen noch das Bergenbuffett an, die Vorstellung der Crew und die Organisation der Vortragstermine – klappt soweit reibungslos; mal sehen, ob es noch irgendwelche Terminkollisionen gibt.

Die Ausfahrt aus Bergen ist weniger beeindruckend, mittlerweile schüttet es in Strömen. Dazu kommt noch eine aufbauende Durchsage: Morgen früh wird es zwischen 8 und 10 Uhr auf der Stad etwas Bewegung geben, Frühstück gibt es daher schon ab 7 Uhr. Na dann gute Nacht – aber nicht, ohne den Abend im umgestalteten Panoramasalon ausklingen zu lassen.

Bilder vom umgebauten Schiff gibt’s im Lauf der Reise, wenn ich etwas mehr Zeit habe.

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