Tag 1: Bergen – Anreise mit Hindernissen

Es ist mal wieder so weit: Nordlicht und Sterne steht an, diesmal auf der MS Finnmarken, dem längsten Schiff der Flotte (Midnatsol und Trollfjord sind kürzer, haben aber mehr Bruttoregistertonnen). In Tromsø kürzlich waren wir ja schon zu Besuch auf dem Schiff, wo sie den Spitznamen Titanic erhalten hat: Groß, luxuriös, mit Swimming Pool und zwei Whirlpools, das ganze in stilvoller Art-Deco-Ausstattung. Und da war und auch schon klar, dass es Probleme geben wird: Guinness, Smirnoff Ice und Pepsi Maxx fehlen auf der Speisekarte… Vertraute Rituale abends im Salon werden so wohl nicht stattfinden können.

Freie Bahn an der Security

Freie Bahn an der Security

Aber erst einmal müssen wir hinkommen. Abflug in Frankfurt ist um 10:25, dank der Security müssen wir trotzdem zeitig los. Überraschenderweise geht in Frankfurt alles glatt: Es ist kaum Betrieb und keine Schlange an der Security – wenn es immer so wäre, würde der Flughafen Frankfurt beinahe Spaß machen.

Bis Oslo fliegen Volker und ich zusammen, danach nehmen wir verschiedene Maschinen. Wohl um sicherzustellen, dass zumindest ein Lektor ankommt:-) Bei eineinhalb bis zwei Stunden Umsteigezeit sind die Chancen aber gut, dass in Oslo alles klappt, und tatsächlich erreichen wir den Flughafen pünktlich. Nach einiger Wartezeit am Gepäckband (räumt in Oslo eigentlich nur ein einziger das Gepäck aus den Maschinen?) geht’s durch den Zoll, einen Stock nach oben zum Baggage Drop, dann zum anderen Baggage Drop, weil der Automat die Airline nicht kennt (der SAS-Flug wurde von Lufthansa durchgeführt), das Gepäck abgeben, nochmal durch die Security, dann was zu trinken kaufen und ab zum Gate.

Das Gepäckband in Oslo. Wie ich es hasse.

Das Gepäckband in Oslo. Wie ich es hasse.

Das Boarding läuft schnell und pünktlich ab, 14:45 geht’s auf’s Rollfeld, dann fangen die Probleme an: Wegen technischen Problemen verzögert sich der Start. Eine der Klimaanlagen streikt, nach einem Reset geht’s weiter und mir fallen die Augen zu – die letzte Nacht war kurz. Pünktlich zu Landung um 15:35 wache ich wieder auf. Landung? Wir stehen immer noch in Oslo, bei Schneesturm und -8°C. Von Volker kam vor einer halben Stunde die SMS, dass er auch noch in Oslo wäre (mittlerweile wohl nicht mehr), und erst um 15:55 nach einer Vollwäsche mit Enteiser heben wir ab – sein Maschinchen war komplett zugeschneit gewesen und hatte daher auch Verspätung.

Immerhin: Mit nur einer Stunde Verspätung erreichten wir dann Bergen, wo uns die beiden Reiseleiter Ekkehard und Sabine erwarteten und sogar unser Gepäck den Weg auf Band fand. Der Flughafentransfer um 17:30 war für uns daher kein Problem, nur war mein Flieger der letzte, der Oslo verließ – einige andere Maschinen waren gecancelt, unsere letzten Gäste sollten gegen 21:30 ankommen. Knapp, aber machbar.

Noch mal Security: Die Sicherheitsbelehrung, bevor es auf das Schiff geht.

Noch mal Security: Die Sicherheitsbelehrung, bevor es auf das Schiff geht.

In Bergen geht es nach einer kurzen Orientierungsfahrt durch die Stadt zum Hurtigruten-Terminal, Einchecken, Sicherheitsbelehrung und dann auf’s Schiff.

Erster Eindruck: Groß. Und trotzdem kommen wir nicht ins Restaurant, weil noch umgedeckt wird. Egal: Wir besprechen mit der Reiseleitung und dem Schiff unseren Schlachtplan. Das Ziel ist, den ersten Vortrag und den Begrüßungsumtrunk gleich am ersten Tag zu machen, damit wir die Fototipps abhandeln können – nach Trondheim gibt es keine Fotoläden mehr. Dazu zeigt das Schiff noch den Nordlichtflim (den es jetzt auch im Shop gibt) und macht eine Vorführung zur Zubereitung von Hammelfleisch. Volles Programm, auch weil es wegen Ålesund morgen früher Mittagessen gibt. Uff, aber wir kriegen das hin – Ekkehard ist mittlerweile wieder am Flughafen sammelt alle möglichen Hurtigrutengäste ein: Der Schneesturm hat Oslo ziemlich lahmgelegt.

Um 22:40 sind dann alle an Bord – zehn Minuten nach der geplanten Abfahrt. Wenn 10% der Gäste fehlen, wartet das Schiff wohl doch mal kurz, zumindest wenn der Transferbus schon unterwegs ist.

Als Besonderheit hat die Finnmarken nicht das schöne große Achterdeck (da ist hier der beleuchtete Pool), sondern einen begehbaren Bug. Mal sehen, wie windig das ist, wenn es über der Barentssee Polarlicht gibt – ich bin gespannt. Die Ausfahrt aus Bergen verfolgen wir dort, dann ruft wieder die Pflicht. Irgendwann nach Mitternacht haben wir die Planung dann fertig: Morgen früh beginnt das Programm.

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